Hörn’se mal Du!

Vor ein paar Tagen hatte ich eine nette Unterhaltung mit einer lieben Freundin. Es ging darum, ob in einem eher geschäftlichen Blog die Leser mit Du oder mit Sie angesprochen werden sollte. Nette Überlegungen kamen dabei ans Licht.

Warum nicht einfach den Leser mit Du ansprechen? Das Ikea-Prinzip funktioniert ja schließlich auch und der Selbstbaumöbelkonzern ist trotzdem nicht unseriös. Das kenne ich auch auch eigener Erfahrung. Jemand aus meinem engen Freundeskreis hatte dort mal ein Vorstellungsgepräch und wurde selbstverständlich geduzt. Nun, für einen Auszubildenden vielleicht noch die richtige Form, doch für jemanden, der älter ist, als der künftige Chef eher nicht. Zumindest meiner Meinung nach.

Warum aber alle mit Sie ansprechen? Wirkt doch sehr altbacken, unmodern, uncool. Gerade um den Geschäftsbereich, über den es im Gespräch ging, wohl nicht so einfach zu klären. Jemanden zu siezen ist sicher die respektvollste und höflichste Art, mit Fremden umzugehen. Ein junges, dynamisches Unternehmen möchste allerdings auch so wahrgenommen werden.

Worauf es letztenendes hinaus lief, werde ich euch später, in einem anderen Blogartikel verraten.

Aber wie seht ihr das? Ich zum Beispiel wurde so erzogen, das ich zu meiner Kindheit zu jedem Erwachsenen, der nicht zur Familie oder sehr engen Bekanntenkreis gehörte, Sie sagen musste. Auch später als jugendlicher Mensch galt noch die Regel: Ist dein Gegenüber älter als Du, dann hab ich Sie zusagen, bis mir das Du angeboten wird. Das mache ich auch heute noch so, bis auf ganz wenige Ausnahmen, bei denen ich sehr sicher bin, dass ich damit nicht negativ anecke.

Immer mehr fällt mir auf, dass heute jeder gleich jeden duzt. Es sorgt zwar von vorn herein für eine lockere Athmosphäre, doch ist das wirklich immer gewollt?

Ist meine Denkweise überaltet und altmodisch? Oder vermittelt sie noch Werte wie Achtung und Respekt vor seinem Gegenüber?

Schreibt mir doch bitte in die Kommentare, wie ihr das seht.

Bis dahin, bleibt mir bitte gewogen!

Euer
Marcus Sammet

 

Euer
Marcus Sammet

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Was für eine wunderbare Welt

Ihr erinnert euch an Uncle Satchmo? Seine sanfte, heisere Reibeisenstimme mit dem Welthit „What a Wonderful World?“ Ich glaube ich war 7 oder 8, als ich diesen Song das erste Mal gehört habe. Irgendwann hab ich auch Englisch einigermaßen verstehen können und den Text ebenso. Wie oft dachte ich dann „Ja, was für eine wunderbare Welt!“.

Doch was ist daraus geworden? Deshalb heute mein Blog, nicht live aus der ehemaligen Baracke Obama.

(Achtung! Dieser Blog könnte mit Ironie angereichterten Sarkasmus enthalten und spiegelt keinesfalls die politische Ausrichtung des Autors wieder!)

Gute Nachrichten verbreiten sich in Entenhausen, Donald ist endlich Präsident! Die Ente mit Dauerpech schnattert vergnüglich vor sich hin und lässt einige Brotkrümel springen. Dann die niederschmetternde Nachricht. Es ist nicht Donald Duck, sondern Donald Trump der künftig im Oral-Office chauvinieren darf. Dabei ist der Gedanke, das ein Spitzennichtpolitiker das angeblich mächtigste Land der Welt regieren darf, gar nicht mal so übel. Es heißt doch immer wieder, das Geld die Welt regiert. Warum also nicht mal einen äußerst erfolgreichen Unternehmer mit null, nix Ahnung von Politik etwas die festgefahrenen Strukturen des Weltgeschehens aufmischen lassen? So bleibt uns auf jeden Fall ein hillariöser Racheakt erspart, bei dem sich diesmal eine Frau Clinton es sich mit einer Zigarre von einem Pratikanten besorgen lässt. Ihr wisst ja alle, wie nachtragend Frauen sein können, oder? Es regen sich Bilder in meinem Kopf mit „What a Wonderful World“ im Hintergrund.

Nun, unsere unherrschenden Könige und Königinnen dieser Welt werden sich denken, was daran Neues sein soll, dass jemand mit wirtschaftlichem Migrationshintergrund in die Politik geht. Schließlich sehen die meisten von ihnen selbst bestenfalls einfach nur gut aus oder winken schrumpelig ins brexitische Volk. Putin wird im Ritz zu „Puttin‘ on the Ritz“ tanzen und sich darüber freuen, dass er sich nicht mit noch einer Frau politisch messen muss. Selbst er hat ja gelernt, dass Frauen immer das letzte Wort haben, selbst wenn sie nur ihre Prinz Eisenherz Frisur über die hängenden Schultern werfen und ein beleidigtes „Pöh!“ von sich geben. Das bringt mich jetzt zu einer, die sicher durch die Raute flüstern wird „Den schaffen wir!“, während wohl ihre Schergen zur Konkurenz abwandern, die längst Pläne in der Tasche haben, wie wir zu den USA assimilieren können um die künftigen Auslandszölle zu umgehen.

Trotz allem, ich gebe dem guten alten Uncle Satchmo nach wie vor Recht. Was für eine wunderbare Welt in der Unternehmer mit dem Namen einer Ente mit russischen Puten und deutschen Rauten agieren dürfen. Nebenbei, wann geht die nächste Rakete zum Mars?

Nehmt nicht alles so ernst und bleibt es, wenn es nötig wird. Politische Mühlen, besonders demokratische, mahlen langsam. Vielleicht macht die Trump-Idee zur Stärkung der eigenen Wirtschaft ja Schule und die Länder der Welt besinnen sich auf ihre eigenen wirtschaftlichen Werte. Ich zum Beispiel brauche keinen Burger aus Amerika, ich kann auch einen Fleischklops selbst in die Semmel packen. Beides bekomme ich in den Geschäften um die Ecke und schmeckt außerdem viel besser.

Bitte bleibt mir gewogen!

Euer
Marcus Sammet

 

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Geiz ist immer noch geil, oder wie billig muss ein eBook sein?

Da geht sie zu Ende, meine Aktion mit den reduzierten Preisen für die eBooks zu Aderlass, Ausgeblutet und AXT. Knapp 4 Tage gab es diese eBook für nur 1,49 €. Mein Dank an die vielen Leser meines Blogs. Ein Blog, der mal lustig, mal kritisch, mal unsinnig, mal sinnig ist. Nicht immer ernstzunehmen, nicht immer zur Erheiterung. Bei den eBooks bis zu 4€ pro Buch zu sparen, ist doch ein wirklich gutes Angebot, dachte ich mir zumindest. Doch was war los? Die Downloadzahlen sind überschaubar. Sehr überschaubar. Vor ein paar Monaten gab es Aderlass für 24 Stunden kostenlos. Ratet wie die Downloadzahlen waren. Mehr als 10-fach so hoch. Geiz ist also immernoch geil, oder?

Dabei macht sich wohl niemand Gedanken darüber, was auch die Erstellung eines elektronischen Buches kostet. Es muss geschrieben werden, probegelesen, verbessert, korrigiert, lektoriert, probegelesen, gegengelesen, korrigiert, gegengelesen und letztlich ins richtige Format für Kindle und Tolino gebracht werden. Ein Cover muss nicht nur einfach als Bild eingefügt werden. Das muss erst gefunden, gezeichnet, gescannt, verbessert, verändert, angepasst, umgewandelt und eingepasst werden. Das Inhaltsverzeichnis ist Pflicht, das muss pro Kapitel verlinkt werden, die Links bzw. Anker müssen erstellt und überprüft werden. Alles in allem gehen inklusive schreiben für so ein Buch runde 300 Stunden drauf. Wenn das Buch nicht zu dick bzw. umfangreich ist. Es gibt Autoren, die haben nach 300 Stunden nur wenige Kapitel beisammen. Nicht alles kann sich in Fantasie des Autors finden. Oft muss lange und ausführlich recherchiert werden. Gegebenenfalls sogar Geld in die Hand genommen werden, sei es für Reisen zu den Orten, an denen das Buch seinen Schauplatz hat oder für Bücher, Zeitungen, Fotokopien und sogar Bestechungsgelder sollen schon vorgekommen sein.

Was sagt der begeisterte Leser? Wow, so ein Buch nur 19,99€ und das eBook sogar nur 9,99€. Der Gelegenheitsleser wird wohl eher sagen, das ein Buch oberhalb von 15€ keinesfalls soviel Wert sein kann, ein eBook für 8€ gerade noch akzeptabel ist. Dagegen stehen noch die vielen Leser, die auf Preisreduzierungen lauern oder erst auf den Büchergrabbeltisch warten, gern bei gebrauchten Büchern zugreifen, Bücher untereinander tauschen. Leider gibts dann auch die, die es nicht zu schätzen wissen, wenn ein Buch oder eBook für einen Zeitraum reduziert angeboten wird. Wenn es denn schon nur 99ct kostet, warum dann nicht gleich kostenlos? Welch Unverschämtheit!

Nein, ich will hier nicht die schelten, die kein Geld für meine Thriller und eBooks insbesondere ausgeben wollen. Ich möchte nur darauf hinweisen, das ein Autor, so unbedeutend und unbekannt er sein mag, viel Arbeit, Zeit, Geld und vor allem Herzblut in dieses Buch gelegt hat und ich denke, dass es jeder verstehen kann, wenn er das nicht einfach verschenken möchte. Es ist auch Wertschätzung an den Autor, wenn das Buch gekauft, egal ob zum Normalpreis oder zum Reduzierten, wird. So richtig anerkennend ist es, wenn dann bei den Online-Shops auch eine Bewertung hinterlassen wird.

Soweit meine Gedanken zum Sonntag und Abschluss meiner Preisaktion.

Bitte bleibt mir dennoch gewogen!

Euer
Marcus Sammet

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Mein Dankeschön!

Vor einigen Tagen war es soweit, die 100.000 Klicks auf diesen Blog waren erreicht. Ich hatte versprochen, dass ich mir für diesen „Geburtstag“ eine Überraschung einfallen lasse. Hier ist sie nun, meine eBooks zu Aderlass, Ausgeblutet und AXT sind bis 06.11. für nur 1,49€ in den bekannten Shops für den Kindle und den Tolino erhältlich.

werbeaktion

Preisaktion bis 06.11.2016 Kindle und Tolino

Natürlich würde ich mich sehr über ein Feedback über die Bücher in Form einer kleinen oder auch ausführlichen Rezension freuen. Doch das bleibt ganz euch überlassen.

Dann möchte ich noch auf die nächste Veranstaltung hinweisen, die am 18.11.2016 im Flugwerk in Feldkirchen stattfindet. München wird wieder mannigfaltig morden.

mmm-plakat-feldkirchen

Dort könnt ihr meine lesenswerten Kolleginnen Antonia Günder-Freytag und Stefanie Gregg, sowie unseren MoriTäter Reinhard Pekruhl erleben. Reinhard wird mit eigenen Gedichten und Songs passend zu unseren Büchern durch den Abend führen.

Bis sehr bald und bitte bleibt mir gewogen!

Euer
Marcus Sammet

 

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Fliegeralarm in der Nacht

Was könnte es schöneres geben, als gemütlich in die Bettdecke gekuschelt im Traumland umher zu schweben? Nur wenig. Doch wie das mit dem Unterbewusstsein so ist, es muss sich einmischen. Irgendwoher tropft es, diese Tropfen werden größer und bilden einen Rinnsal. Wenn du dann noch weiter schläfst und nicht schlafwandelnd zur Toilette tapperst, dann wird aus dem Rinnsal ein Bach, ein Wildbach, um genau zu sein. Spätestens hier mischt sich eine Stimme in den Traum ein und erinnert dich daran, dass es da was mit Wasser gibt, das ablaufen sollte. Weils so gemütlich ist und rauschendes Wasser ja doch eine gewisse Faszination hat, bleibst weiter in deinem Traumland. Doch der Wildbach wird zu einem reißenden Fluss, Keller laufen mit Wasser voll, Gullis laufen über und unterhalb des Bauchnabels schmerzt das kalte Wasser in dem du nun stehst.

Augen auf!

In der Dunkelheit an diversen Hindernissen aneckend zum Klo geschlichen und einen Wasserfall produzieren. Erleichterung macht sich breit, dass kein Unwetter im Traumland tobte, sondern nur die Blase voll war. Ballast abgelassen, Hände gewaschen und wieder ab ins warme, heimelige, kuschelige Bett. Die Augen geschlossen und die Bilder aus dem Traum zuvor nähern sich vorsichtig. BSSSSSssssssssssssss

Wach.

Fliegeralarm ausgelöst durch eine Mücke. Millimeter groß nur und in der Dunkelheit nicht auszumachen, es sei denn, sie schwirrt direkt über deinem Ohr. Während diesem hochfrequentem, aggressivem Surren habe ich natürlich wild um mich geschlagen. Achja, nebenbei, Schatz? Das du so gut geschlafen hast, lag am nächtlichen Kinnhaken. Tut mir leid. Ehrlich! Aber weiter im Geschehen. Minutenlang liege ich mit offenen Augen auf dem Rücken im Bett. Die Ohren in Radarposition und auf jedes Husten der Spinnen unterm Bett achtend. Nichts. Kein neuer Angriff aus der Flugfraktion. Die durchs Auge ins Hirn dringende Dunkelheit vermittelt meiner Kommandozentrale: Nacht. Schlafen. Basta! Die Rollläden über den Augen schließen sich und das warme, weiche Bett BSSSSSSSssssssssss

Wach. Augen auf.

Erneut reflexartiges um sich schlagen. Blaues Auge beim Schatz im Bett nebenan. Schon wieder Fliegeralarm. Warum kann dieses kleine, lästige, fliegende Vieh mit einem Gehirn, das nur unter einem Elektronen Raster Mikroskop überhaupt erkennbar sein würde in der Dunkelheit der tiefschwarzen Nacht besser sehen als ich? Warum muss dieses lästige Ding überhaupt ausgerechnet bei mir auftanken? Kann es sich nicht am Körper nebenan voll laufen lassen? Ach ja, wer Interview mit einem Vampir gesehen hat, der weiß, das Blut von Toten doch eher tödlich sein kann für die nachtaktiven Flugmonster.

Eines ist sicher, wenn ich heute nach Hause komme, im Bus nicht die letzte Busstation verschlafe und im Busdepot übernachte, dann kann sich das Viech auf was gefasst machen!

Bitte bleibt mir gewogen

Euer
Marcus Sammet

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Verlorene Kuchen und ein Geburtstag

Geburtstag ohne Kuchen? Geht nicht, gibt es nicht. Für mich jedenfalls nicht. Doch von vorn. Vor kurzem wurde mir ein Video aus meiner Facebook Chronik gelöscht, das einen Kuchen zeigte. Okay, kein wirklich appetitlicher Kuchen. Ein abgetrenntes Bein, sehr real nachgestellt. Das Video ist auf Youtube noch zu finden:

Bein Kuchen

Leider wurde ich nicht darüber benachrichtigt, warum der Beitrag gelöscht wurde. Andere, deutlich ernstere wie öffentliche Anprangerungen, Beleidigungen gegenüber Politikern, Trump-Verarschungen, Rechtsradikale Sprüche und offene Fremdenfeindlichkeit insbesondere Flüchtlingen gegenüber bleiben. Tierquälerei ist auch kein Problem. Sogar ein Video über ein extrem brutal misshandeltes Baby wird nicht gelöscht. Den Link zu dem Baby werde ich hier nicht einsetzen, genauso wenig Videos, die zwar Tierquäler anprangern, aber eben die übelsten Misshandlungen zeigen.

Doch es gibt nur Schatten, wenn es auch Licht gibt. Licht in Form eines Geburtstages. Mein Blog wird in wenigen Klicks die

100.000

Aufrufe erreichen. Mag für Blogs keine so große Zahl sein, für mich allerdings schon. Denn ich hatte beim Start meines Blogs niemals mit dieser Anzahl an Aufrufen gerechnet.

Wenn die 100.000 erreicht sind, wird es hier eine dicke Überraschung für alle Leser und Fans meiner Thriller Reihe „Sterbe wohl…“ geben.

Soweit in Kürze, bis bald, hoffentlich jenseits der 100.000!

Bitte bleibt mir auch bis zur 500.000 gewogen!

Euer
Marcus Sammet

 

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Mein Blog und „Sterbe wohl…“ mit München Mordet Mannigfaltig

Mein Blog nähert sich einer besonderen Zahl. Die Marke der 100.000 Aufrufe wird bald geknackt sein. Eine Zahl, von der ich nicht gedacht hätte, dass ich sie einmal erreichen würde. Da kann ich nur

Herzlichen Dank!

an alle meine treuen, meine alten, meine neuen und hoffentlich auch an meine zukünftigen Leser sagen. Am 30.08.2012 startete mein Blog mit dem Thema „Höflichkeit“. Hier könnt ihr ihn noch einmal lesen: Wie lange ist das Tür aufhalten höflich? Kaum zu glauben, dass nur knapp nach dem 4. Geburtstag meines Blogs die 100.000 Aufrufe erreicht sind. Das bedeutet, dass in einem Jahr rund 25.000 x der Blog aufgerufen wurde. Immerhin ungefähr 68 mal am Tag. Das bei einem Blog, der nicht regelmäßig gefüttert wird.
Schreibt mir doch einfach mal in die Kommentare, welcher Blogartikel euer Favorit ist oder war, ich bin gespannt!

Aber nicht nur mit meinem Blog ging es aufwärts. Nach meiner Entscheidung, meine Bücher wieder selbst zu verlegen – nein, nicht irgendwo hinzulegen und nicht wiederzufinden – also ein Selbstveröffentlicher oder Selfpublisher zu sein, geht es auch mit der Bekanntheit meiner Bücher aufwärts.
"Sterbe wohl..."
Das Selfpublishing hat doch Vorteile. Allen voran, ich kann meine Bücher so bewerben, so gestalten, so anbieten (bis auf wenige gesetzliche Vorgaben) wie ich es gern möchte. Natürlich gibt es auch die dunkle Seite. Auch wenn vor der Veröffentlichung viele andere sich den Text ansehen, nach Fählern suchen, die Rechtschreibung auf links drehen um Fehler auszumerzen, die Logik meiner Geschichten prüfen und sich viele Gedanken machen, ob es so wie ich es erzähle überhaupt möglich ist, so bleiben leider Fehltritte nicht aus. Andererseits, ich habe auch schon in Büchern von großen Verlagen mit hochprofessionellen Lektoren Fehler gefunden. Also was solls, letztlich sind wir alle nur Menschen und die sind nun mal nicht perfekt.

Meine Bücher

So kann ich aber dennoch zur runden Zahl meines Blog und somit zur Feier des Tages eine dauerhafte Preissenkung meiner eBooks mit Ausnahme von ANGERICHTET verkünden. Nicht nur das! Die eBooks zu ADERLASS, AUSGEBLUTET, AUSGESCHLACHTET und AXT sind für den KINDLE UND für den TOLINO erhältlich. Schaut einfach in die bekannten eBook-Shops. (Ausgeschlachtet wird wahrscheinlich bis Ende des Monats auch zu finden sein.) Hier geht ein ganz

herzliches Dankeschön

an meine treuen Leser! Ohne euch wäre das nicht möglich und ich hätte sicher längst das Schreiben von Thrillern aufgegeben.

Zu guter Letzt noch die Erfreulichkeit, dass die Veranstaltungsreihe München Mordet Mannigfaltig regelmäßig für volle Häuser sorgt. Als Antonia Günder-Freytag mich Ende 2014 darauf ansprach, ob wir nicht so etwas zusammen machen wollen, nach Möglichkeit mit einem wechselndem Gast, hätte ich nicht so wirklich daran geglaubt, dass wir uns damit etablieren können.

MMM

Im aktuellen Team mit Stefanie Gregg und unserem MoriTäter Reinhard Pekruhl ernten wir viel Lob und Applaus. Deshalb möchte ich mich hier recht herzlich bedanken bei: Antonia Günder-Freytag, Stefanie Gregg, Reinhard Pekruhl als aktive MMMler und auch bei Brigitte Mitterrutzner als die Frau im Verborgenen, die gerade in letzter Zeit uns stark unterstützt, aktuell mit einem Logo für uns. Ein

besonderer Dank

gehört natürlich unserem fantastischen Publikum!

Schaut doch mal ins unseren offiziellen Werbetrailer rein.

Bitte bleibt uns von MMM, meinen Büchern und auch mir weiterhin gewogen!

Euer
Marcus Sammet

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Der Kampf ums letzte Schulheft

Nun darf ich das also auch mal mitmachen. Nicht als Schüler sondern als Stiefvater einer lieben, süßen, neugierigen 6 jährigen. Letzten Dienstag war es soweit, der erste Schultag im Leben meiner Stieftochter. (Nennt mich altmodisch, aber mit Bonusvater und all den neuen Ausdrücken komm ich nicht so wirklich klar.) Die Nacht zuvor war kurz, denn das Einschlafen wollte ihr nicht so recht gelingen. Dann war er da. Um 9:00 Uhr war Schulbeginn, um 7:30 Uhr fragte sie das erste Mal: „Gehen wir gleich los?“ – Nun, Fußweg sind rund 10 Minuten, ihr könnt euch denken, dass ich über die Frage geschmunzelt habe. Um 7:33 Uhr auch noch. Um 7:41 Uhr auch. Um 7:44 Uhr nicht mehr so wirklich. Irgendwann hatte ich die Frage ignoriert und hätte es beinahe verpasst mich fertig zu machen, wie es dann wirklich so weit war, dass wir losgingen. Voll bepackt mit Schulranzen auf dem Rücken und Schultüte auf den Armen – Nein, nicht auf meinen! – hat die Kleine schon selbst getragen, voller Stolz und Anmut.

An der Schule angekommen musste ich mich erst irritiert umsehen. Ein Blick zum Himmel sagte mir ganz eindeutig: Es ist heller Tag, der Blick auf die Uhr bestätigte, es ist Vormittag. Dennoch stöckelten diverse Mütter in High-Heels und Kleidern Richtung Schulgebäude, die selbst für den roten Teppich der Oscar Verleihung overdressed gewesen wären. Andererseits, passt ja, denn ich fühlte mich wie im Film, im falschen Film. Die dazugehörenden Männer waren meist nicht weniger Gala tauglich gekleidet. Wie gut, das ich mich zumindest rasiert hatte.

Die Schule wohlorganisiert, zahlreiche Helferleins, die bereitwillig Auskunft darüber gaben, in welche Klasse die Kleine sollte und wo diese zu finden ist. Im Klassenraum dann angekommen musste ich doch über die Einrichtung etwas schmunzeln. Selbstverständlich sind die Stühle und Tische an die Kinder angepasst und dementsprechend … putzig klein, natürlich nur aus meiner Sicht eines Erwachsenen. Aber auch hier, die Lehrerin gut organisiert und auf den Ansturm vorbereitet. Die erste halbe Stunde durften die Eltern noch in der Klasse bleiben, danach galt es, das Klassenzimmer zu verlassen und draußen auf dem Schulhof 1,5 Stunden abzuwarten. Wir nutzten die Zeit und haben uns die Räumlichkeiten der Nachmittagsbetreuung angesehen, während die aufgestylten Im-falschen-Film-Stars die Prosecco-Bar auf dem Schulhof stürmten.

Frisch informiert über die Vorgehensweisen in der Nachmittagsbetreuung und dem kurzen Kennenlernen der Betreuerinnen dort, fanden wir uns auch auf den inzwischen Prosecco freien Schulhof wieder. Glücklicherweise gab es noch reichlich lauwarmes Mineralwasser und kühle Gummibärchen. Nach rund einer Stunde durften wir dann meine Stieftochter wieder in der Klasse abholen. Schnell noch ein paar Fotos auf dem Schulhof geknipst und dann ab nach Hause. Erstaunlich, wie schnell die Kleine dann heim flitzte. Allerdings nicht, weil es ihr nicht gefallen hatte, sondern um ihre Schuletüte auszupacken.

Am nächsten Abend gab es schon den ersten Elternabend. Ebenfalls eine ganz neue Erfahrung für mich. Viel BlaBla über die noch zu besorgenden Schulutensilien und vor allem über die Vorgehensweise der Lehrerin im Unterricht. Eine recht lange Liste, die es möglichst schnell abzuarbeiten bzw. die aufgeführten Sachen zu besorgen galt. Wieder durfte ich erstaunt feststellen, dass Schule heute nichts mehr mit dem zu tun hat, was mir noch in Erinnerung war. Na ja, in rund 43 Jahren darf sich ja auch was verändern. Fast 1,5 Stunden auf zu kleinen Stühlen hinter ebenso zu kleinen Tischen sowie diversen Zwischenfragen die nicht hätten sein müssen später, war auch das vorbei.
Erkenntnis des Abends: Selbst die erste Klasse ist heute so gut organisiert wie die Buchhaltung eines Großkonzerns.

Doch dann kam der dritte Tag im Bunde der ersten Schultage. Mit der am Abend zuvor ausgehändigten Liste ins nächste Geschäft für Schulbedarf. Ich habe nie ein Geheimnis daraus gemacht, dass ich nicht zur Bundeswehr musste, weil ich ausgemustert wurde. Das mir dies einmal zum Verhängnis würde, weil es mir einfach an Kampferfahrung fehlt, hätte ich nie gedacht. Die Gänge glichen Schützengräben, in denen die Gefechte zwar Waffenlos aber nicht weniger hart um den Platz direkt vor dem gewünschten Utensil ausgetragen wurden.

Besonders hart umkämpft waren die Gräben bei den Lagern von Edding und Stabilo sowie die von Kieser Block und Herlitz. Die Stellung des Zugreifens war kaum zu halten, denn diese musste nicht selten auf Zehenspitzen zu halten versucht werden. Mit Glück wurde nur auf diese getreten, was den Bodenkontakt der ohnehin kleinen und belasteten Fläche enorm verstärkte. Doch meine Lebensgefährtin ist Schulsachen-Einkaufs-Krieg erfahren und meisterte diese Angriffe souverän. Dann fehlte nur noch ein Block. Ein Kieserblock, liniert, für die erste Klasse. Das Fach geleert bis auf einen einzigen. Der Kampfgraben schmal und gut gefüllt. Zwei Kriegsveteranen im Kampf um den letzten Block. Mit Blitzen gefüllten Augen der Rivalen ging es ohne Rücksicht auf menschliche Verluste aus zwei Richtungen auf das begehrte Objekt zu. Eine Szene, die zur Verstärkung der Dramatik sicher in Zeitlupe mit häufigem Sichtwechsel gedreht würde. Kampferprobte Arme mit ausgestreckten Händen, die mit scharf gefeilten, blutrot lackierten Fingernägeln auf den letzten Block zuflogen. Jede der beiden Parteien bereit der anderen gegebenenfalls die Augen auszukratzen. Millimeter trennten beide, gleich nah am orange leuchtendem Kieserblock für die erste Klasse, Kämpferinnen der Mütterspezialeiheit gegen die die GSG9 wie ein Haufen Faultiere aussehen würde. Die letzte Sekunde vor dem erbarmungslosen Kampf startete mit einer überraschenden Wendung. Ein Kind griff von unten an und sicherte sich den begehrten, letzten Block. Beide Kämpferinnen lächelten sich an, als wäre nichts gewesen, doch in ihren Augen war zu lesen: „Warte nur ab, das nächste Schuljahr kommt garantiert, dann bist du fällig!“

Kampf um Kieser

Erstes Schuljahr? Meine Güte, mir tun jetzt schon die Eltern leid, die es im nächsten Jahr zum ersten Mal erleben müssen. Mein Tipp: Hieb-, Stich- und Schusssichere Kleidung aus Kevlar ist gar nicht so schwer und trägt kaum auf, schützt dafür ungemein!

Bitte bleibt mir gewogen!

Euer
Marcus Sammet

 

 

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Merk(el)würdigkeiten …

Merkels 9-Punkte-Plan

1. Ein besseres Frühwarnsystem für die mögliche Radikalisierung von Asylbewerbern
– Wie bitte? Mögliche Radikalisierung? Würde mal sagen, die hier Terror machen wollen müssen, sind bereits radikalisiert hierher geschleust worden.
Gott sei Dank ist die Masse friedlich und aus Angst vor den Radikalen hier.

2. Verstärkung von Personal und Verbesserung der Ausstattung der Sicherheitsbehörden
– Bis dann Schäuble sagt, dass für neue Stellen kein Geld da ist. Ich sehe Merkel rautisiert im TV stehen: Ja, da kann man nichts machen.

3. Die bereits beschlossene zentrale Stelle für Informationstechnik im Sicherheitsbereich soll aufgebaut werden
– Schockierend, dass es eine solche noch nicht gibt. Läuft da etwa alles unkoordiniert?

4. Übungen für terroristische Großlagen, bei denen auch die Bundeswehr eingebunden werden kann
– Großlagen, bei denen die Bundeswehr eingebunden werden KANN??? Wofür haben wir eine BUNDESwehr?

5. Fortsetzung und Erweiterung aller Forschungsvorhaben zum islamistischen Terror
– Forschungsvorhaben? Was soll sich ein Bürger darunter vorstellen? Selbstgesprengte Terroristen werden auf schädliche DNA oder DNS untersucht damit diese künftig durch Impfung bekämpft werden kann?
Heil…e Welt…

6. Vernetzung aller bestehen Daten europaweit
– Was denn? Darf jetzt jeder Geheimdienst offiziell Daten kopieren? btw: Lieben Gruß an die Nachtschicht der NSA

7. Verabschiedung des neuen europäischen Waffenrechts
– Ja nee, is klar. Weil ja auch jeder Attentäter zum Waffenhändler in der Innenstadt geht. Aber Internet ist ja eh Neuland für Merkel und Darknet ist für die Oma der Nation sicher, wenn nachts die Lichter ausgehen.

8. Verstärkung der Kooperation mit befreundeten Nachrichtendiensten
– Ja! Die NSA darf jetzt offiziell, was sie eh schon tat.

9. Rückführungen von Flüchtlingen in ihre Herkunftsländer verstärken.
– Sind die gemeint, die verstanden haben, dass sie hier nicht alles geschenkt bekommen und deshalb freiwillig wieder heim wollen? Heißt dann ja wohl in der Schlußfolgerung: Raus mit denen, die intelligent sind.

Gut, stimmt, kritisiert ist leicht.

Sammets 9-Punkte-Plan:

1. Merkel absetzen, Stelle nicht neu besetzen. Das hat zur Folge, dass der Rest der Politiker darüber intensiv diskutiert und somit keine Zeit hat, anderen, dem Volk schadenden, Unsinn zu verzapfen.

2. Stärkere Kontrollen an den Grenzen. Nicht nur an den offiziellen Schranken, sondern insbesondere an den „grünen Grenzen“.

3. Um diese Kontrollen durchsetzen zu können, Personalaufstockung bei Zoll, Bundeswehr und zuständigen Behörden, ggf. durch befristete Verträge. (Würde nebenbei viele Arbeitsplätze schaffen.)

4. Simulationen von terroristischen Großlagen bei der die Bundeswehr eingesetzt WIRD.

5. Studien zum Terror im allgemeinen, Ursachenforschung – wo sind die Quellen. Verstärkter Einsatz der Geheimdienste um an die Führer des Terrors heranzukommen.

6. Vernetzung der Anti-Terror-Einheiten nicht nur Europa, sondern weltweit verstärken und ausbauen.

7. Verabschiedung des Darknet (wird nicht umsetzbar sein, es sei den jemand löscht das Internet 😉 ). Entsprechend entdeckte Webseiten und deren Betreiber dürfen nicht dem Schutz irgendwelcher neutralen Länder unterliegen und gehören sofort gesperrt bzw. abgeschaltet.

8. Verstärkung der Kooperation mit Anti-Terror-Einheiten. Lasst die ihren Job machen und bremst sie nicht durch Bürokratie aus!

9. Rückführungen von Terroristen in ihre Herkunftsländer und deren Gefängnisse. Die Europäischen sind für diese zu komfortabel…

Zugegeben, dieser Beitrag enthält sarkastische Ironie. Dennoch wären sicher einige Punkte wünschenswert und nicht vollkommen realitätsfremd.

Allen Terroristen, die sich gern sprengen würden kann ich nur sagen: auf in die Sahara, reichlich Platz dafür und der nächste Sandsturm wird euch nett beerdigen.
Die 72 Jungfrauen könnt ihr knicken, die wisst ihr eh nicht zu schätzen, oder warum werden wahllos Frauen und Kinder vergewaltigt?

Bitte bleibt mir gewogen

Euer
Marcus Sammet

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Terror und die Frage, ob ich mich terrorisieren lasse…

Es ist ja Dauerthema: Terror. Längst in Europa angekommen, macht er vor generell anzunehmenden friedlichen Ländern keinen Halt mehr. Belgien, Frankreich und jetzt auch Deutschland. Belgien hat erschreckt, Frankreich triffts immer wieder und macht betroffen. Doch letztes Wochenende war es sozusagen vor meiner Haustür. Es waren immer noch einige Kilometer von meiner vermutlich sicheren Wohnung bis zum Ort des Geschehens.

22.07.2016 und die Ereignisse überschlagen sich. Im Olympia Einkaufszentrum oder auch kurz OEZ in München fallen Schüsse. Die ersten Berichte lassen auf einen Terrorakt mit IS-Hintergrund vermuten. Zunächst angeblich ein Täter, dann drei, letztendlich doch nur einer. Kein Terror, sondern ein Amokläufer. Macht es nicht besser, aber der Terror blieb wohl doch draußen. Oder doch nicht? Jemand läuft Amok und GSG9 macht sich auf den Weg? Dazu noch die österreichische Spezialeinheit Cobra? Ein leichter, seltsamer Beigeschmack kommt auf. Die nächsten Stunden zeigten, dass es ein Einzeltäter war und der sich wohl selbst gerichtet hatte.

Einen Tag später im bayerischen Ansbach ein „echter“ Terrorakt. Der Klassiker unter den Terroranschlägen, ein Selbstmordtäter mit Sprengstoff. Doch was für einer? Kommt nicht auf das Festival um eine größere Menge mit sich in den Tod zu reißen, zündet sich dann in der Nähe und erreicht kaum etwas. In Reutlingen rennt dann einer mit der Machete umher und tötet. Tage zuvor schwingt bei Würzburg einer die Axt.

Ja, Angst steigt in mir auf. Angst, weil mir bewußt wird, dass es mich jeden Tag, zu jeder Zeit an jedem Ort treffen kann. Heute morgen lese ich dann vom nächsten, der evtl. um sich schießen wollte. Aber diese Meldung ließ mich trotz allem schmunzeln. Der Mann mit der Waffe war stockbesoffen, hatte angeblich leicht 3 Promille Alkohol um Blut und ließ sich von zwei Couragierten zum saufen in eine Kneipe locken, wo er dann festgenommen wurde.

Schüsse, Bomben, Messer- und Axt Attacken. Was ist nur los in dieser Welt? Kaum das die Berichterstattungen anfangen, Bilder zu sehen sind in einer Fülle und Menge, die es vor 10 oder 15 Jahren noch nicht gegeben hätte, führt sich jeder zweite als Terrorspezialist auf. Jeder dritte weiß woher das Problem kommt, jeder vierte hat eine radikale Lösung und jeder fünfte wird zum Verschwörungstheoretiker. Der ganze Rest schaut sich die aufkommenden Gerüchte und Beweise an. Alles sehr verlockend, Bilder passen zu den aufgestellen Theorien, Theorien beweisen gezeigte Bilder und Videos. Alle klingen irgendwie plausibel, egal wie sehr sie sich gegenseitig widersprechen.

Wer ist schuld? Da sind sich alle einig. Die Merkel. Und die Ausländer, hauptsächlich die Flüchtlinge. Dann der Rest der Politiker und wenn die nicht reichen alle Gutmenschen. Vermutlich dann noch alle Fleischesser, weil die Vegetarier gern behaupten, das Fleischkonsum den Menschen aggressiver macht. Letztenendes war es sicher ein Schmetterling, der in China einen Sack Reis umgeworfen hat.

Ich will mich hier nicht als Fachmann aufführen, nicht als Moralapostel. Kann ich auch nicht. Denn ich war bei keinem der Ereignisse dabei, kenne die wahren Hintergründe nicht, kenne nicht die Täter, kenne nicht ihr Umfeld. Keine Ahnung wie so jemand tickt, kann es auch kaum nachvollziehen. Das lähmt mich, mach mich fassungslos, hemmt mich in meinem Leben, in meinem Tun.

Damit komme ich zum Anfang zurück. München trauert. Spontan werden Veranstaltungen abgesagt, egal ob das „kleine“ Schulfest oder das „große“ Tollwood-Festival. Keinem in München ist nach feiern. Aber ist das richtig? Darf ich nicht mehr fröhlich sein, weil Kilometer weit weg etwas geschehen ist? Muss ich mich deshalb in meinem Leben einschränken lassen? Nein, ich muss das nicht. Aber ich kann auch nicht gut drauf sein, wenn so nah bei mir sinnleer Menschen getötet werden. Andererseits musste ich feststellen, dass ich es kann, wenn ebenso sinnleer weit weg Menschen getötet werden. Es taucht die unbeantwortete Frage in mir auf, warum das so ist. Dazu gibts nur eine Vermutung: Angst davor, dass es mich selbst hätte treffen können, wenn es so nah ist.

Dann die Frage, ob der Reihentitel meiner Thriller, der sich langsam irgendwie auch zu einer Marke entwickelt, in dieser Zeit einfach geschmacklos ist. „Sterbe wohl…“ – einst als ironischer Abschiedsgruß gemeint bekommt in Zeiten wie diesen einen seltsamen Beigeschmack. Dann die Veranstaltungsreihe, die ich mit drei liebenswerten, friedlichen und meist fröhlichen Kolleginnen und Kollegen durchführe: München Mordet Mannigfaltig. Insbesondere nach diesem Freitag kommen bei mir Zweifel auf, ob beides gut gewählte Slogans sind.

Ja, sind es. Sie stoßen an, haben provokante Aussagen, fallen auf. Das war die Absicht bei ihrer Entstehung. Sie prägen sich ein und das war gewollt. Beides mag sehr ironisch und verletzend für die wirken, die jetzt trauern müssen. Aber beide Aussagen bedeuten nicht, dass ich nicht mit den Familien und Freunden fühle, die unmittelbar von den Gewaltakten betroffen wurden.

Natürlich kann und werde ich nicht so tun, als wäre nichts geschehen, als ginge mich das alles nichts an und gehe zur Tagesordnung über. Doch ich lasse mich nicht von Gewalt und Terror steuern. Es ist mein Leben, meine Buchreihe, meine Veranstaltungsreihe (geteilt natürlich mit anderen). Da hat sich gefälligst der Terror und die Angst rauszuhalten und nicht ich mich von Terror fernzuhalten, in dem ich mich in meinen Keller verkrieche und warte, bis die Welt untergegangen ist.

Leben findet jetzt statt, hier, mit jedem Atemzug. Bei dir, euch, Ihnen. Mit jedem Lachen weicht die Angst vor Gewalt zurück, Fröhlichkeit sollte uns beherrschen, nichts anderes.

Bitte bleibt mir gewogen!

Euer
Marcus Sammet

 

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