Jahrhundertsommer ertrinkt!

Dieses Jahr war es endlich wieder, wie es Rudi Carrel bereits 1975 musikalisch erfragt hatte. Es war ein Jahrhundertsommer. Den letzten hatten wir 2003. Herrlichstes Wetter für Sonnenanbeter. Heiß. Schweißig. Badewetter.

Wohl dem, der nicht hinter dicken Mauern arbeiten musste, die anfangs der Hitzeperiode noch die gespeicherte Coolness des Winters abgaben. Unaufhörlich mochte die Sonne etwas dagegen tun und so wurden diese Mauern schnell zum Hitzespeicher. Wie gewohnt wurde über das Wetter gejammert, obwohl sich doch fast jeder einen möglichst endlosen Sommer herbei gesehnt hatte. Nun, der Mensch ist nun mal so, ohne jammern geht es nicht. Nicht mal unberechtigt, wenn mal etwas genauer darüber nachgedacht wird. Vor langer Zeit begegnete mir der Spruch „Kein Vorteil ohne Nachteil“, was zum Ausdruck bringt, dass jedes Licht auch irgendwo Schatten bringt. Was dem einen also zum Vorteil sein mag, gereicht vielen anderen zum Nachteil. Ying und Yang zwecks des Gleichgewichts im Allgemeinen kommt mir dabei in den Sinn.

Je länger dieser – aus meiner Sicht – wirklich fantastische Sommer dauerte, desto mehr Nachteile kamen so langsam auf. Riesige Waldbrandgebiete in Deutschland. Getreide der Bauern vertrocknet. Dürre ausgerechnet in einem der Länder der Welt, das sonst eher mit Überschwemmungen an Elbe und Rhein zu kämpfen hat. Ist das nun wirklich auch ein Klimawandelproblem? Nennt mich blind und ungläubig, ich denke nicht. Erdgeschichtlich gab es immer wieder Hitze- und Kälteperioden. Allerdings verschließe ich meine Augen natürlich nicht vor dem Problem der weltweit steigenden Umweltverschmutzung, insbesondere der Luftverschmutzung.

Der Sommer scheint nun vorbei zu sein, hier in München fällt inzwischen reichlich Wasser vom Himmel und die Pflanzen scheinen sich zu freuen, endlich wieder feuchte Wurzeln zu bekommen. Doch dieser plötzliche Wandel schlägt auch auf die Stimmung. War es die letzten Wochen, gar Monate doch immer sehr hell, so kommt das Regengrau wie eine schwarze Decke fürs Gemüt daher. Wollen wir doch hoffen, dass wir jetzt keinen Jahrhundertherbst oder sogar Jahrhundertwinter bekommen.

Für mich selbst war es auch überraschend, dass die Wespenplage nicht stärker als im letzten Jahr wurde. Klar, sie kamen angesaust, sobald auch nur ein Gedanke daran verschwendet wurde, den Grill anzuzünden. Auch die nächtlichen Angriffe der Mücken fielen irgendwie schwächer aus, als in den Jahren zu vor, ganz ohne mehr dagegen getan zu haben. Viel mehr sind mir quasi unendliche Schwärme von Fliegen aufgefallen. Deutlich lästiger als die Wespen. Insgesamt schien es mir dennoch, als wäre es selbst den Insekten dieses Jahr zu heiß gewesen um sich irgendwie mit dem Menschen und seinen Leckereien zu befassen.

Besonders schön fand ich, dass vor der vor dem Küchenfenster reichlich blütenbehaftete Schmetterlingsflieder von einer Armada an Hummeln besucht wurde. Ich mag diese kleinen, pummeligen, theoretisch flugunfähigen Tierchen. Friedlich lassen sie sich fotografieren, lassen sich durch die Anwesenheit des Menschen nicht stören. Sofern sie nicht bedroht werden, selbstverständlich. Es war ein Genuss, sie den ganzen Sommer über auf dem Flieder beobachten zu können.

Ach ja, was den Vorteil und den Nachteil betrifft, gibts noch etwas für die Weinliebhaber zu sagen. Es scheint wohl so, dass die Weinernte dieses Jahr besonders gut und reichlich ausfiel und die Winzer sprechen bereits jetzt von einem sehr guten Jahrgang. Also Prost! Freuen wir uns auf die ersten frischen Weine dieses Jahrhundertsommers und später dann auf glühend wohlschmeckende Glühweine auf den kommenden Weihnachtsmärkten.

So, genug belangloses zum Wochenende.

Bitte bleibt mir gewogen!

Euer
Marcus Sammet

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Zeitfluss

Am 06.04.1980 wurde die Sommerzeit in Deutschland – übrigens nicht zum ersten Mal – eingeführt. Sie besteht bis heute und ärgert mit dem Hin- und Her im Frühling und Herbst. Uhren vorstellen, Uhren zurückstellen. Wofür? Nun, damals, 1980 wurde argumentiert, dass viel Energie einsparbar sei. Insbesondere Strom für Außen- und Innenbeleuchtung. In den 1980er Jahren aufgewachsen, kann ich mich noch recht gut daran erinnern, dass sich im Grunde nichts verändert hatte. Denn das Licht, das ich am Morgen nicht brauchte – bzw. meine Mutter – wurde dann am Abend länger benötigt. Direkt bei uns gab es sonst keine weitere Energieverschiebungen.

Doch bald schon hörte ich, aus für mich unerwarteter Richtung, Klagen. Bauern, vor allem Viehbauern, die nun schon Wochen, wenn ich gar mehr als einen Monat vorher die Tiere auf die neue Zeit „eichen“ mussten, um ihren Tagesablauf wie gewohnt gestalten zu können. Energieeinsparung dabei? Eher nicht. Nun, so weit – so … das lass ich jetzt mal offen.

Bürger wurden mündiger, wacher und kritischer. Schmidt wurde niedergekohlt, christlich demokratisch wurde abgeschrödert und wir haben jetzt merkelunwürdige Zeiten. Zwischen all diesen Persönlichkeiten im Zeitfluss der politischen Wehleidigkeiten wuchs ganz nebenbei eine Europäische Union auf. Oft wegen ihrer Urteile und Vorgaben bzw. Vorschriften belächelt und ausgelacht. Man denke nur daran, das eine natürlich wachsende Gurke gefälligst gerade zu sein hat, damit sie besser in die Normkisten für den Supermarkt passen. Inzwischen dürfen sie wieder gekrümmt sein, so nebenbei bemerkt.

Doch jetzt sagt die Zeitlinie, dass wir das Jahr 2018 nach Christi Geburt schreiben. Was an sich keine Überraschung ist, die Jahre vergehen, ganz egal ob und wer gerade auf der Erde wandelt und regiert. Dennoch, vor ein paar Wochen gab es einen Aufruf zur Abstimmung. Leise zunächst, fast unbemerkt. Bis es zu Facebook vordrang und dann doch etwas lauter wurde. Zumindest ich habe erst über diesen Weg erfahren, dass es eine EU weite Abstimmung über die mögliche Abschaffung der Sommerzeit gab. Das Ganze hochmodern über eine Webseite. Eigentlich war ich sehr misstrauisch, denn solche Abstimmungsseiten gegen irgendwas und sonst alles gibts haufenweise. Klick-Klick – Seite aufgerufen. Offenbar doch eine seriöse und offizielle Abstimmung. Klick und weg mit der Sommerzeit.

Lang tat sich jetzt nichts, doch die Zeit vergeht und bleibt wohl doch nicht immer ungenutzt. Die Abstimmung wurde ausgewertet.

Jetzt, 38 Jahre nach erneuter Einführung der Sommerzeit soll sie doch wieder abgeschafft werden. Wer hätte das gedacht, dass eine Regierung, wenn auch nur auf europäischer Ebene, auf den Bürger hört?

Also warten wir ab, bis die Umstellung umgestellt wird und hoffen das wir in diesem Jahr zum letzten Mal eine Uhr vom Schlafzimmer in die Küche tragen.

Freuen wir uns also auf einen neuen Fluss der Zeit, ungehindert, weil die Zeit weder vor noch zurückgedreht werden kann. Sie läuft ja vorwärts, ganz egal, was eine Uhr anzeigt.

Dieser Blog beruht auf folgendem Gerücht:
welt.de/…/Sommerzeit-Juncker-kuendigt-Abschaffung-der-Zeitumstellung-an.html

Bis demnächst auf diesem Blog,

bitte bleibt mir gewogen!

Euer
Marcus Sammet

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Gelassene Unruhe

Natürlich ist es so, das ein Urlauber am Urlaubsort meistens entspannter ist, als daheim. Doch selten überträgt sich diese Entspannung auf sein Umfeld, schon gar nicht auf den Straßenverkehr. Wenn dann also auffällt, dass es sich irgendwie anders fährt, dann liegts nicht nur an einem selbst.


Wiederholt ist mir das nun auf Mallorca aufgefallen. Nicht nur mir, sondern auch meinem Schatz und den Kindern. Damit will ich nicht sagen, das nun alle Mallorquiner perfekte Autofahrer sind, die sich zu 100% an die Verkehrsregeln halten. Doch auffällig ist da, das sich wirklich ausnahmslos alle dort an eines halten: Fußgänger am Zebrastreifen hat absoluten Vorrang. Ganz egal ob in der großen Stadt Palma mit breiten, mehrstreifigen Straßen oder auf dem winzigen Dorf irgendwo auf dem Weg zur Küste. Zebrastreifen – Fußgänger – Stop! Nicht ein einziges Mal konnte ich es anders beobachten. Selbst die zahlreichen Zweiradfahrer – egal ob motorbetrieben oder nicht – bremsten und hielten an, um den Fußgänger passieren zu lassen. Obendrein nicht mal eben noch ganz knapp, nein, durchaus sehr vorrausschauend.

Aber auch sonst. Etwas, was ich bzw. wir dort praktisch nicht wahrgenommen hatten, waren Autohupen. Ganz ohne ging es freilich nicht, hier und dort wurde schon gehupt. Doch im Vergleich zu den regelrechten Konzerten aus verschiedensten Huptönen in München, nur weil jemand in der falschen Millisekunde den Fahrstreifen wechselt, gibts dort einfach nicht.

Erlebte Beispiele:
Auffahrt auf die recht verstopfte Autobahn auf Mallorca. Platz zum dazwischen mogeln lässt dir keiner. Aber den nimmst dir und das ist dann für den, der zurückbleiben muss in Ordnung. Versucht das mal in Deutschland. Vorfahren, reinmogeln, selbst mit bittendem, freundlichem Blick. Der vermeintliche Hintermann wird auf jeden Fall noch versuchen, vorzupreschen um dich zu zwingen, hinter ihm einzuscheren. Wütende Blicke ihm die bessere Parkposition im Stau nehmen zu wollen inklusive, vielleicht darfst dir auch noch den Unwohlklang seiner Hupe anhören.

Mitten in der Stadt Palma. Ampel schon eine Weile rot, am Straßenrand ein parkendes Fahrzeug, in das gerade eingestiegen wird. Es wird grün, alles rollt an, auch der frisch bestückte Kombi von eben. Doch dieser bleibt plötzlich stehen, es kommt eine Frau mittleren Alters angehetzt, reißt eine der hinteren Türen auf und steigt noch zu. Der Kombi blockiert dabei den Abbiegestreifen, der Verkehr kommt zum erliegen, abbiegen in dieser Grünphase ausgeschlossen. Was höre ich nicht? Hupen. Was sehe ich nicht? Böse Blicke. Was sehe ich? Freundliches, entschuldigendes Lächeln aus dem Kombi und gelassene Blicke aus den Fahrzeugen um mich herum. Alltag. Normal. Stellt euch das mal in München oder einer anderen deutschen Großstadt vor. Grün. Motoren heulen auf. Start des Rennens zur nächsten roten Ampel. Ab aufs Gas um einen möglichst guten Abgang zu haben. Dann das Pacecar im Weg und das Rennen ist gelaufen. Empörtes Hupen, wütendes Gebrülle gegen die Fensterscheiben inklusive wilder Gestikulation, die den Geisteszustand des Fahrers niedermachen, der sich erlaubte noch ein weiteres Mal die Bremse zu nutzen um sein Fahrzeug zum stehen zu bringen. Ganz sicher wird auch in diesem Moment nicht nur einer wild das außenmusikalische Instrument, meist im Kühlergrill verbaut, nutzen, um seinen Ärger Ausdruck zu verleihen.

Du willst parken? Suchst in der Fahrzeugüberfüllten Innenstadt einen guten Stellplatz in der Nähe deiner Wohnung? Schlimmer noch, in der enggassigen Altstadt? Auf Mallorca, ganz egal ob El Arenal tagsüber in Strandnähe, irgendwo in kleinen Dörfern mit wunderschönen Badebuchten oder eben Palma mit sehr vielen, kleinen Nebenstraßen in Wohngebieten, fährst halt dementsprechend langsam. Immer den Blick rechts und links auf Lückensuche gerichtet, Radarartig nach Fahrzeuginnensassen suchend, ob nicht jemand frisch in sein Vehikel gestiegen ist und abfahren möchte. Im Anschleichmodus geht es voran. Was kümmerts den Hinterdreinfahrenden? Scheinbar denkt der sich nur „El porc pobre, buscant una plaça d’estacionament.“ (Die arme Sau, sucht einen Parkplatz) und bleibt gelassen. Kein drängeln, kein hupen. Der nutzt die nächste Gelegenheit um vorbeizufahren und würdigt keines bösen Blickes. Anders in München. Hier musst den Straßenrand quasi auf einen Kilometer genau mit einer Art Laserblick beobachten und im rechten Moment sollte ein Parkplatz regelrecht im Sturzflug besetzt werden. Wehe nicht, ein kostenloses Hupkonzert ist sicher.

Schmale Gassen in Wohngebieten führen natürlich auch dazu, dass ein Fahrzeug nicht mal eben am Straßenrand abgestellt werden kann, um Einkäufe oder gar Koffer auszuladen. Wir hatten das Glück in einem Wohngebiet eine wunderbare Ferienwohnung zu haben. Doch die Straße eng und hoffnungslos zugeparkt. Einfahrten zu schmal, um einen großen SUV abzustellen. Also mitten auf der Straße stehen bleiben, Familie und Koffer entladen, letztere auf den Gehweg verfrachten. Das kostet Zeit, mit Hetze zwei – drei Minuten, ohne etwas mehr. Natürlich fühlt man sich als Ddeutscher – schon aus genervter Gewohnheit – gehetzt, wenn denn ein oder zwei weitere Fahrzeugführer darauf warten, dass es weiter geht. Der Blick zur Frau im herangefahrenen Wagen gerichtet und ein entschuldigendes Schulterzucken zeigend wurde nicht mit einem Schlag auf die peitschengleiche antreibende Hupe quittiert sondern mit einem verständnisvollem, freundlichem Lächeln das eindeutig sagte: Lass dir Zeit, das passt. Ebenso der ruhige Blick des dahinter wartenden Fahrzeugführers.

Anderes Erlebnis. El Arenal, Strand ist angesagt. Auf der Suche nach einem geeigneten Parkraum fällt der Blick auf die gegenüberliegende Straßenseite und einem ausreichend großen Bereich um meinen Dauerpiepser (was es damit auf sich hat, ist in einem vorherigen Blog zu lesen) abzustellen. Also abgebremst und kurz die Verkehrslage abgeschätzt. Bus aus Gegenrichtung, scheinbar weit genug weg um ein Wendemanöver riskieren zu können. Ab und quer in die Lücke, wieder raus, etwas vor und rückwärts rein. Dabei steht der Bus dann praktisch schon neben mir. Leider unkonzentriert auf den Verkehr, dafür konzentrierter auf Piepignoration und Einparken gewesen, von mir unbemerkt geblieben, dass dieser Linienbus schon so nah heran kam. Entschuldigender Blick zum Busfahrer, beschwichtigend meine Hände gehoben und gelächelt. Was ernte ich dafür? Ein sehr freundliches, sehr gelassenes Lächeln mit einer Handbewegung die ganz klar signalisierte: Hey, alles gut, bleib ruhig, das passt wie es ist. Hier in München wirst von Busfahrern beschimpft und ausgehupt wenn du es wagst, jemanden an einer Haltestelle ein- oder aussteigen zu lassen. Nebenbei, völlig legal laut Straßenverkehrsordnung!

Einfädeln aus Nebenstraßen, ganz egal ob in der Stadt oder auf Landstraßen läuft auf der Insel auch anders. Hier ist es oft zu beobachten, aus der Nebenstraße tastet sich jemand an die Kreuzung heran, schaut kurz, schätzt ab, ob das Fahrzeug auf der Hauptstraße langsam genug ist um einen Blechschaden vermeiden zu können und zieht raus. Ist ja wichtig, sich noch vorzudrängeln, ganz egal ob dem, dem er reingeschnitten ist überhaupt ein weiteres Fahrzeug folgt. Auf Mallorca kann ich mich an so ein Verhalten nicht erinnern. Dort wird sehr geduldig gewartet, bis die Lücke groß genug ist, um noch gemütlich seinen Cortado (Espresso mit einem Schuß Milch) zu trinken, den Gang wieder einzulegen und gemütlich loszufahren. Gut, gar so extrem nicht, aber reinquetschen? Nein, nie erlebt.

Auch bei früheren Mallorca Aufenthalten ist mir diese Gelassenheit im Straßenverkehr schon aufgefallen. Nicht das die Mallorquiner die besseren Autofahrer sind, nein, auch sie sehen schon, das sie ihren „Vorteil“ haben. Doch wenn sie diesen nicht bekommen, ist es ganz offenbar nichts, was sie irgendwie belastet. Wenn ich nur vom Fußgängerweg den Verkehr ansehe, dann wirkts schon hektisch, chaotisch. Spuren werden wild gewechselt, Blinker überflüssig. Ein ziemliches Gewusel auf der Hauptstraße rund um den Place de Espana zum Beispiel. Immerhin in jeder Richtung 3 – 4 spurig, nimmt man die Tiefgaragenein- und ausfahrten (die übrigens in der Straßenmitte sind!) dazu. Unfälle? Hupkonzerte? Verfluchen der anderen? Nein, ist mir nicht aufgefallen.

Apropos Parkhaus. Auch da geht es anders zu. Hier in Deutschland eine stundengenaue Abrechnung. Angefangene Stunde = voller Preis für eine ganze neue Stunde. Mallorca: Minutengenau abgerechnet.

In den letzten Wochen nach dem Mallorca Aufenthalt habe ich versucht, diese Gelassenheit im Verkehr zu übernehmen. Es gelingt nicht wirklich. Zwar fahre ich ruhig, vielleicht auch ruhiger, dennoch immer getrieben und gehetzt vom eilighabenden Hintermann. Viele unterschiedliche Klangfarben der umherhupenden konnte ich auch schon wahrnehmen, nicht nur mir geltend.

Ich wünsche mir sehr, das auch hier eine gelassenere Unruhe einkehrt. Was hat man schon zu verlieren? Oder zu gewinnen, wenn man sich gerade noch vormogelt? Oder jemanden nicht in Ruhe einen Parkplatz suchen lässt? Zeit? Wieviel davon? Ein echter Gewinn um sich um irgendwas kümmern zu können?

Bitte bleibt mir gewogen!

Bis zum nächsten Mal, euer
Marcus Sammet

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Bilderwüterei

Seit Monaten ist das sogenannte DSVGO aktiver denn je. Es gilt ja im Grunde schon seit 2016, doch dieses Jahr wurde es dann bindend. DSVGO = Datenschutz Verordnung. ( Hier die passende Webseite, klick! )

Merkt ihr was? Es fehlt das Wort Gesetz. Auch wenn die Webseite sich DSVGO-GESETZ nennt, so ist es kein Gesetz. Verordnungen sind allerdings sehr nah dran und können ähnlich geahndet werden. Da ich schon auch ein kleiner Wikipedia-Fan bin, hier vielleicht noch der Link dorthin: DSVGO auf Wikipedia

Aber ich möchte hier gar keine neue Diskussion um das angebliche Gesetz, das keins ist, aufflammen lassen. Ein paar Monate nach der Einführung musste ich an mir selbst feststellen, dass ich doch mehr darauf achte, was von mir wo gespeichert wird und das sich mein Verhalten auf Webseiten etwas verändert hat. Längst mache ich nicht mehr alle Angaben, längst registriere ich mich nicht mehr sofort in einem neuen Shop um später, bei einem evtl. zweiten Kauf, es leichter bei der Anmeldung zu haben. Bei mir bekannten Online Händlern habe ich durchaus Daten herausgenommen, die im Grunde irrelevant sind, weil doch entweder von denen ungenutzt oder ich diese Daten dort einfach nicht mehr wollte.

Im Mai gings dann los, die Verordnung wurde heiß diskutiert. Viele gerieten in eine Art Panik, was denn nun mit Fotos sei, die sie im Internet zeigen. Halt auf Instagram, Facebook, twitter und den ganzen anderen Social Media Plattformen. Auch ich habe einen Hinweis für nötig gehalten und ein entsprechendes Posting auf meiner Sterbe wohl… – Sammets ThrillerFan-Seite bei Facebook angebracht, da Facebook das Verwalten der Daten die mir nur rudimentär zur Verfügung gestellt werden, aufzwängt.

Die erste Panikwelle ist vorbei, das Gerede um das Gesetz, das nur eine Verordnung ist, ist abgeebbt. Dennoch ist es zumindest in meinem Hinterkopf geblieben. Besonders in den letzten Wochen, im Urlaub nämlich. Die Tage unfleißig am Strand verbracht, langsam in der Sonne rostrotbraun bratend war natürlich auch die Kamera dabei. Nicht nur die DSLR (Digitale Spiegelreflexkamera) sondern auch das Smartphone. Schnell mal hier und da einige Bilder geschossen. Die Welle noch, die Yacht dahinten rangezoomt, Schatz und Kinder fotografiert. Ups. Wen? Nein, viele, sehr viele habe ich fotografiert und wohl eher nebenbei die Yacht, die Welle, Schatz und Kinder. Ist das rechtens? Muss ich jetzt den Strand ablaufen und jeden fragen, ob ich das hätte tun dürfen? Nein. Muss ich nicht. Aber ich muss darauf achten, dass ich keine Fotos von irgendwem, irgendwo veröffentliche. Das habe ich noch nie einfach so getan, also alles im grünen Bereich. Die Welle wirds nicht kümmern, die hat sich längst im Sande verlaufen, der Eigner der Yacht wird sich bestenfalls wohl darüber freuen, mit seinem Boot prahlen zu können. Schatz und Kinder haben Erinnerungsfotos an unseren gemeinsamen Urlaub. Die anderen auf dem Foto? Zum großen Teil von vornherein nicht erkennbar und wenn schon, werden sie halt etwas nachbearbeitet, so dass sie hoffentlich niemand erkennen wird.

Interessant wurde dann aber mein eigenes Verhalten neulich in einer Therme. Wunderschön gelegen mit herrlichem Ausblick. Wohlfühlort der Entspannung. Die Sonne scheint, es geht mir gut. Ein wenig der Traum vom Ruhm als berühmter Autor einer großartigen Thriller Reihe lässt eine gewisse Zufriedenheit durch mich strömen. Gut, träumen darf man ja! Der Blick nach nicht vorhandenen Fans schweift umher und ich sehe direkt ins Objektiv einer digitalen Kleinkamera. Nicht nur das, der Auslöser wird fleißig gedrückt. Paparazzi in der Therme? Wegen mir? Wohl kaum, Traum hin, Realität her. Nicht nur diese Person hat eine Kamera zur Hand. Dort noch ein paar Jugendliche mit ihren offensichtlich wasserfesten Smartphones beim Selbstbildnissfesthalten – auch Selfiemachen genannt – knipsen munter drauf los. Blick nach links und rechts – ähnliche Beobachtungen. Kaum jemand, der sein mit hochauflösendem digitalem Fotochip ausgerüstetes Telefon im Garderobenschrank ließ. Klick klick klick, Bild geschossen und jeder ungewollt darauf verewigt. Es machte nachdenklich. Doch letztlich gesorgt hat mich dann die Frau, die scheinbar ganz offensichtlich mich als ihr Lieblingsmotiv ausgesucht hatte. Nach wie vor schoß sie ein Bild nach dem anderen, scheinbar von mir. Leider war für mich auch nicht erkennbar, dass sie doch eher Mann und Kind ganz in meiner Nähe für spätere Erinnerungen speichern wollte. Daher fasste ich mir dann doch ein Herz und schwamm zum Beckenrand um die Frau darauf aufmerksam zu machen, dass es mir doch unangenehm war, im Mittelpunkt ihrer fotografischen Tätigkeit zu stehen. Sie versicherte sofort, dass nicht ich in ihrem Fokus war, das sie auch vermied mehr als ihre Familie für die Ewigkeit festzuhalten und zeigte sogar bereitwillig gleich einige der letzten Fotos. Dennoch, ich kam nicht umhin sie zu bitten, zumindest die Bilder, auf denen ich deutlich erkennbar sein würde, wieder zu löschen. Ob sie es jemals tun wird, wenn es diese Festhaltungen der unwichtigsten Zeitgeschichte überhaupt gab, bleibt natürlich fraglich.

Der fade Geschmack allerdings, dass sich dann so gut wie jeder mit einem Smartphone ausgerüstet ins Schwimmbad begibt und munter Selfies knipst – oder gar mehr – verstärkte sich. Trotzdem es im Eingangsbereich der Schwimmanstalten und Thermen reichlich Hinweise gibt, das fotografieren jeglicher Art generell nicht gestattet sei, setzt sich dann die Masse darüber hinweg. Ich kann diese Leute sogar denken hören: Ist doch nur für mich! Das ist es zu einem sehr hohen Anteil sicher auch, nur für mich selbst, als Erinnerung oder zum Prahlen vor Freunden. Über das, was an Fotos entstehen könnte, die jetzt nicht wirklich einen Erinnerungswert haben, möchte ich nicht weiter nachdenken. Das Böse ist ja doch immer und überall.

Ganz nebenbei fällt mir dann ein, dass auch ich zu den Dauerfotografen gehören könnte bzw. lange gehört habe. Auf Grund diverser beinahe Unfälle, vorwiegend mit Motorradfahrern auf kurvigen Bergstraßen und diversen Drängeleien auf der Autobahn mit anderen Blechummantelten Dumm-Dumm-Hochgeschwindigkeitsvernatikern legte ich mir schon vor Jahren eine sogenannte Dashcam zu. Leicht mal an der Innenseite der Windschutzscheibe angebracht, mit einem G-Sensor (G steht im Prinzip für die Beschleunigung – meist der Erdanziehungskraft im Verhältnis zum Körper) ausgerüstet und lief fortan dauerhaft mit. Der Speicher wurde automatisch überschrieben, keine Filme wurden wirklich lang gespeichert. Es sei denn, es kam zu abrupten Bremsern, diese Filme wurden von der Software gleich geschützt. Allerdings, wenn ich die Aufnahmen hätte vor Gericht verwenden wollen, um ggf. meine Unschuld, an einem Unfall belegen zu können, wäre dieser Film ignoriert worden und ich noch dafür bestraft. Bis es im Mai dieses Jahr zum Scharfschalten der DSGVO kam. Interessanterweise wurde zu diesem Zeitpunkt das verwenden der Dashcams teilweise legalisiert. Sie dürfen im Auto sein, sie dürfen angeschlossen sein, sie dürfen filmen. Nicht dauerhaft, nicht im Dauerbetrieb. Es sollte also eine Armaturenbrettfilmausrüstung sein, die vorausahnt, dass in den nächsten Sekunden ein Unfall oder sonst wie schreckliches Ereignis stattfinden wird. Dann kann sich diese rechtzeitig einschalten und das sich zu Ereignende aufzeichnen. Das ist nun legal. Sogar vor Gericht. BGH bestätigt.

Nun, Hellsehen ist nicht so ganz mein Ding. Ich hoffe einfach auf die Technik und den Sensor, das dieser die Kamera rechtzeitig einschaltet und mir ggf. dann ein Bild liefert, das eindeutig zeigt, wie es zum Unfall kam. Bis dahin frage ich mich, was eigentlich mit den inzwischen übermäßig vielen Kameras an diversen Autos ist. Rückfahrkameras, Einparkhilfen im 3D-Rundumblick. Radar- und Live-Bilder von im Kühlergrill angebrachten sensorischen Filmfesthaltern. Kurzum, die ganzen Assistenten zum sicheren Fahren mit wachsamem Objektivauge. Diese laufen auch ständig mit. Auch wenn der Fahrzeugeigner vielleicht nicht auf die Aufnahmen zugreifen kann, weil es angeblich nur eine Momentaufnahme ist, wer sagt das diese Bilder nicht doch gespeichert werden? So ein Speichermedium ist heutzutage winzig und sehr schnell verbaut und Autohersteller lügen ja schon beim Abgas, dass nicht mehr gemessen, sondern auf Grund von Softwareeinstellungen bestimmt wird.

Mit diesem Gedanken verabschiede ich mich bis zum nächsten Blog.

Bitte bleibt mir gewogen!

Euer
Marcus Sammet

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Reiseleihe mit endlos Piep

Wenn denn einer eine Reise tut, kann er was erzählen. Oft viel Schönes, manchmal nicht so Schönes.


Nun, ich will mich eigentlich nicht beklagen. Schon bei den Urlaubsvorbereitungen war klar, ein Leihwagen wird gebraucht. Da wir eine Ferienwohnung hatten, fiel ein inklusiver Bustransfer, der nicht vorhandenen Reisegesellschaft von vorn herein aus. Über diverse Webseiten für günstige Angebote adäquater Leihwagen fanden wir dann ein Vehikel, das uns vier mit samt Koffern zu der Wohnung und die folgenden Tage bequem über Mallorca bringen würde. Die Wahl fiel auf einen Nissan Juke, angeblich für vier Personen, zwei großen und zwei kleinen Koffern tauglich. Dazu noch fix eine Rund-um Absicherung mitgebucht und fertig war das Leihwagenwohlfühlgefühl.

Der Tag der Landung auf Mallorca kam, reibungsloser hätte es auch bis dahin kaum funktionieren können. Mit dem eigenen Auto zum Park&Fly, Transfer zum Flughafen ratz-fatz, Check-in ohne Papier vollkommen unkompliziert und wenig später im Flieger Platz genommen. Der Flug sehr angenehm und die Landung butterweich. Gut, der lange Weg durch den inzwischen wirklich großen Flughafen Mallorcas war sicher hilfreich, unsere Koffer vor uns am Abholband ankommen zu lassen. Somit war das Warten auf die Gepäckstücke extrem kurz. Also die Teile gepackt und zum Autoverleiher.

Ja. So weit. So gut. Oder so.

Auch hier gings eigentlich schnell. Bis auf die Tatsache, dass die Dame am Schalter sicherlich auch einigermaßen verständlich deutsch hätte reden können (bei der Masse der deutschen Urlauber kaum anders denkbar) bestand diese auf spanisch oder englisch. Zunächst alles prima, bis dann die Wahl kam. Entweder eine Vollkaskoversicherung abschließen oder eine sehr hohe Kaution bar bzw. per Kreditkartenblockierung hinterlegen. Nun, ich hatte ja bereits im Vorfeld eine Vollkasko mit Rund-um Schutz abgeschlossen. Einiges Diskutieren in rudimentärem spanisch/englisch brachte es ans Licht: Obwohl über eine Webseite gebucht wurde die Versicherung vom Verleiher nicht akzeptiert. Zähneknirschend und Urlaubskasse bewahrend schloß ich also erneut eine Vollkasko ab.

Nun, dann ging es zum Auto. Auch die Abholung wurde dann recht angenehm, da auch hier ein wirklich reibungsloser Ablauf gewährleistet war. Der Schlüssel wurde freundlich ausgehändigt und wir suchten den Stellplatz auf. Dort wartete dann eine Riesenüberraschung auf uns. Zum gleichen Preis gab es nicht ein einfaches Upgrade auf den nächstgrößeren, nein sogar auf den übernächstgrößeren SUV (Sports Utility Vehicle). Warum so ein Teil? Nun, auf der Webseite des Verleihers waren diese SUVs die einzigen Fahrzeuge, die uns und Gepäck genug Platz boten zu einem guten Preis. Persönlich hätte ich mich gern auch für einen Kombi preiswerterer Marken ohne Statussymbolcharakter entschieden, doch diese waren entweder deutlich teurer oder nicht im Angebot. Also kein Qashqai, sondern gleich ein X-Trail. Zwei Nummern größer als gebucht.

Das erste Problem war, den Wagen aus der Parkbox, die fast vollständig ausgefüllt wurde, herauszufahren. Also Tür ganz vorsichtig auf und reinquetschen. Innen dann die vergebliche Suche nach einem Zündschloß für den Schlüssel. Gut, ganz weltfremd bin ich nicht, auch ich habe schon von Keyless-go und Start-Stop Schaltern gehört. Tja, das Hören ging dann intensiv los. Zündung durch einmaliges Tippen auf Start an und es piepte. Und piepte. Also anschnallen. Keine Veränderung, es piepte. Kupplung getreten, Motor gestartet. Es piepte weiter. Langsam aus der Parkbox herausrollend piepte es mit einem Mal von links und rechts. Frech den Karren auf der Fahrbahn geparkt um ihn zu beladen, hörte das Piepsen erst mit abschalten auf. Koffer im entsprechenden Platz im Heck so gerade eben verstaut und alle vier nahmen wir unsere Sitzplätze ein. Zündung an – piep. Im Display vor mir der Hinweis, dass auf dem Rücksitz niemand angeschnallt sei. Der Blick über die Schulter zeigte: beide Kinder brav angeschnallt. Irgendwo am Lenkrad fand sich ein „OK“ Taster, der die Meldung tatsächlich mit einem Piep verschwinden lies. Motor gestartet – piep – und angerollt. Piep piep piep – offenbar zu nah links. Piep piep piep – jetzt zu weit rechts. Der Grad in einer Parkhausstraße ist offenbar zu schmal, um die Sensoren nicht anschlagen zu lassen.

Ausfahren durch die Schranke am Ende der Ausfahrt hätte ich mich beinahe nicht getraut, zu sehr warnten mich die Sensoren mit penetrantem piepen vor der Gefahr der schmalen Durchfahrt. Doch dann, diese Hürde endlich genommen, ging es voran. Doch was war das? Links in Höhe des Außenspiegels im Fahrzeuginneren leuchtete sporadisch ein kleines sanftes orangefarbenens Licht auf. Den Grund habe ich bis heute nicht herausgefunden. Ab und zu das gleiche auf der Beifahrerseite. Zum ersten Mal kam der Gedanke auf: Ich bin zu alt für moderne Fahrzeuge. Ich will zurück in meinen schönen alten 1999er E-Klasse Kombi!

Die Fahrt über die Autobahn Richtung Palma, der mallorquinischen Hauptstadt, dauerte nur wenige Minuten und auch die Straße in der die Ferienwohung lag, war schnell gefunden. Doch die Straße ließ den X-Trail wohl schier verzweifeln, was er mit sehr vielen unmotivierten Piep leidlich von sich gab.

Nun, ich erspare euch hier weitere Piep-Erlebnisse. Es ging die ganze Woche über so, kaum im Auto, Zündung an und Piep. Rückwärts und Piep. Piep hier, Piep da. Piep überall. Ich habe keine Ahnung, wovor ich alles gewarnt wurde. Mir egal, ich habe es geschafft, diesen Piepmatz schadenfrei zurückzugeben.

Mein Fazit: Assistenzsysteme mögen ja toll sein. Solange sie die Klappe halten. Dieses verwirrende Dauerpiepen als Warnung vor etwas, was möglicherweise nicht einmal eine echte Gefahr darstellen könnte, nimmt zumindest mir vollkommen die Freude an einem Neuwagen und dem Fahren als solches.

Wie sind eure Erfahrungen mit dem Assistenzwahn? Schreibt es mir in die Kommentare, ich bin gespannt ob ich mit knapp 51 Jahren zum Autofahrergreis geworden bin.

Bitte bleibt mir gewogen!

Euer
Marcus Sammet

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Feuer und keiner rennt weg.

Warum auch? Ein Feuer ist ja zunächst nichts schlechtes. Es wärmt, gibt Licht und Geborgenheit. Zum Braten und grillen perfekt geeignet.

Aber wie sieht es aus, wenn es nicht im Gartengrill, dem Lagerfeuer oder dem Gasherd vor sich hin lodert? In einem Gebäude zum Beispiel, am Arbeitsplatz? Da wird ein Feuer schnell mal etwas böses, unheimliches.

In meinem Berufsleben habe ich schon so einige Probealarme miterlebt. Schön nach Fluchtplan evakuiert und am vorgesehenen Platz angesammelt. Nach wenigen Minuten war der Spuk vorbei und die Tagesordnung galt wieder.

Doch dann schrillte die Brandalarmanlage mal einfach so los. Laut, ohrenbetäubend. Zuerst waren bei den Kollegen rollende Augen zu sehen. Schon wieder Probealarm. Können die das nicht mal ankündigen? Dann komme ich gleich später ins Büro. Solche Aussagen sind dann zu hören. Bis dann plötzlich jemand hektisch in der Tür steht und gegen das schrillen anschreit: „Der Alarm ist echt! Raus hier!“

Panik! Hektik! Angst!

Nö. Brotzeit einpacken, Jacke anziehen und ggf. noch den Regenschirm suchen. Dann mal sehen, ob die Kollegen gehen und schauen, wem man sich anschließen mag. Eilt ja nicht. Brennt ja nur. Sammelpunkt? Ach, egal, ich geh schnell zum Kiosk um die Ecke und hol mir einen Kaffee.

Diese Gleichgültigkeit kann schnell ins Auge gehen. Feuer sind hinterlistig. Verbreiten sich langsam, aber stetig. Kommen nicht direkt, schleichen sich an. Rauben dir den Sauerstoff, damit sie leben können. Sehr schnell verbreitend umzingelt es dich und knistert sich ins Flämmchen, dir den Weg abgeschnitten zu haben.

Wenn dann beim Durchzählen am Sammelpunkt festgestellt wird, das einer fehlt, ist es vielleicht schon zu spät, ihn noch gesund aus dem Gebäude zu begleiten. Das machen dann später die Men in Black, die Bestatter mit dem Zinksarg.

Dazu dann die, die nicht zur Firma gehören. Sie haben Termine und sind je eh schon spät dran. Die müssen ja unbedingt noch rein, sonst platzt das Geschäft oder die Besprechung kann nicht stattfinden. Diese seltsamen nachfragen, ob es noch lange dauert, ob man wisse, wie lange es brennt. Leute? Hallo? Wenn keiner im Haus, auch keine Besprechung. Mit dem Feuertod gegebenenfalls vielleicht. Feuer ist aus, wenns gelöscht ist. Oder das Haus bis auf die Grundmauern niedergebrann ist. Klar soweit? 😉

Feueralarm sollte jeder immer ernst nehmen. Lustig sein ist dabei nicht wirklich verboten, solange das Bewusstsein für die Gefahr nicht verloren geht.

Passt auf euch auf und

bliebt mir bitte gewogen!

Euer
Marcus Sammet

Hinweis: Das Beitragsbild mit der Feuerwehr ist ein bei pixabay kostenlos heruntergeladenes Bild mit der Genehmigung zur freien, auch kommerziellen Nutzung. Die praktisch nicht erkennbaren Personen bzw. Feuerwehrleute wurden nicht von mir gefragt, ob sie auf diesem Bild zu sehen sein dürfen.
Urheber dieses Bildes: https://pixabay.com/de/users/morviduk-4778989/

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Von Sollbruchstellen und deren Qualen

Kennt ihr das nicht auch? Da hast eine Packung mit Gummibärlis und siehst am oberen Rand der Tüte eine Markierung. Diese soll dich darauf hinweisen, dass das Gefängnis der Gummibärenbande dort leicht zu öffnen sei. Meist holt man die Schere oder versuchts mit den Zähnen.

Oder diese netten, wiederverschließbaren Wurst und Käsepackungen. Bis die Lasche erstmal als Lasche funktioniert ist der Käse verschimmelt und die Wurst lebt bereits wieder. Ähnliches bei Tiefkühl Pizza Kartons oder Amazon Buchsendungen. Da versuchst vergeblich die Sollaufrissstelle mit einem Ruck im Ganzen zu entfernen.

So ging es mir letztens mit einer Packung Wiener Würstchen. Wenn ich mir vorstelle, ich hätte diese Packung bei einer Wanderung dabei gehabt und kein Werkzeug dabei. Ich wäre glatt vor der vollen Kunststoffbox verhungert.

Hat mal einer versucht diese kleinen Senf/Ketchup/Mayonaise Päckchen zu öffnen die es beim Schnellimbiss zu den Pommes oder zum Leberkäse dazu gibt?  Da hab ich schneller eine Kartoffel gepflanzt, gepflegt, geerntet und in heißem Öl gebadet als an den Inhalt dieser Plastiktube zu kommen.

Jetzt bin ich mit rund 50 noch relativ jung. Ich weiß mir zu helfen. Bin auch noch ausreichend kräftig um notfalls Gewalt anzuwenden. Doch wie sieht das bei unseren älteren Mitmenschen aus? Da sitzen diese beim Kaffeekränzchen zusammen und wollen diese kleinen Kaffeesahnedöschen öffnen. Möglichkeit A: sie feuern diese kleinen Becher hinters Biedermeiersofa, trinken den heißen Sud aus gerösteten Bohnen pur und sterben an Blutüberhochdruck oder Möglichkeit B: Es artet in einer Art Wet-Strickjacke-Contest aus und die Wohnung muss anschließend renoviert werden.

Dann diese Verschlussverschweißungen. Einmal rund um den Flaschenhals, an einer Stelle dann ein beidseitig perforierter Streifen. Wer hat diesen schon mal aufgerissen, ohne anschließend zur Machete zu greifen?

Die Liste ließe sich endlos weiterführen. Wer hat noch solche Erfahrungen gemacht? Schreibts mir in die Kommentare!
Natürlich gibts auch Bruchstellen die funktionieren, keine Frage. Wer kennt das nicht, Garantie abgelaufen – Toaster tot. 😉

Bitte bleibt mir gewogen, nehmt mich und das Leben nicht ernster als es ist.

Euer
Marcus Sammet

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Eine Lesung mit Tramitz, Lüttichau und Farbenspiel


Letzten Freitag auf der Gschwandbachalm. Die Bücheroase, geführt von Patrick Edler von Hoessle, lud zur Lesung aus Christiane Tramitzs neuem Buch „Harte Tage, gute Jahre“ ein. Unterstützt wurde sie dabei von Helmfried von Lüttichau. Vor Wochen schon gab es die Ankündigung zu der Lesung auf Facebook. Das Buch klang schon vom Titel her sehr interessant, also sagten meine Liebe (ja, in diesem speziellen Fall MUSS es groß geschrieben werden!) Brigitte und ich zu. Leider verpassten wir zunächst den Vorverkauf und wandten uns etwas enttäuscht darüber keine Karten mehr ergattert zu haben, an Patrick. Dieser antwortete umgehend und machte uns die Teilnahme doch noch möglich. An dieser Stelle noch einmal einen herzlichen Dank an dich, Patrick!

Dann war es so weit. Bei Vollmond den düsteren Wegen zur Gschwandbachalm folgend kamen wir mit bester Stimmung dort an. Sofort war klar, einen besseren Ort für eine Lesung über eine Frau, die fast ein ganzes Leben auf einer Bergalm verbracht hatte, konnte es nicht geben. Nur Minuten später trafen wir auf die sehr symphatische Autorin Christiane Tramitz. Ein bisschen zu meiner Überraschung erkannte sie mich gleich. Vielleicht lag es daran, dass wir zu einem kurzen Interview verabredet waren. Dazu später mehr.

Das Ambiente der Alm, die gar nicht mal sehr alt ist, bat eine gute Einstimmung auf das, was der Abend noch versprach. So langsam füllte sich der Saal, die Techniker checkten unentwegt aufgebaute Mikrofone, Lautsprecher und die Kamera, welche die Lesung per Livestream auf Facebook übertragen sollte. Wenig später traf Helmfried von Lüttichau ein. Trotzdem er direkt vom Dreh zu „Hubert und Staller“ kam, wirkte er sehr gelassen und ausgeruht.

Fast pünktlich ging es dann los. Der Saal sowie die Loge oberhalb waren gut gefüllt, gute 100 Gäste waren anwesend. Für mehr war leider kein Platz mehr. Musikalisch wurden sie von Zitterhex begleitet. Christiane begann mit einer kurzen Einführung zum Buch. Dabei wurde auch klar, warum und welcher Part der Lesung Helmfried zugeteilt wurde. Wie das Buch, war auch die Lesung geprägt von Zeitsprüngen, die doch miteinander verwoben waren. Die Autorin selbst las die junge Mare Wiesböck, von Lüttichau die gealterte Sennerin. Geboten wurde ein perfektes Zusammenspiel beider mit stimmiger musikalischer Untermalung beim Wechsel der Zeiten. Die Einblicke in das Buch „Harte Tage, gute Jahre“ waren tiefgründig. Wenngleich auch teilweise heiter dargeboten, blieb der Ernst nicht verborgen. Harte Tage konnten gleichermaßen beschmunzelt wie auch mit verblüffen, was ein Mensch ertragen kann, bestaunt werden. Die guten Jahre, so schien es, wurden von der Sennerin ebenso genossen, wie die harten Tage in diesen Jahren. Die Tiefgründigkeit kam zu keinem Zeitpunkt zu kurz.

Nach der Lesung wurde noch ein Kurzfilm, der eigentlich ein Buchtrailer zur Vorstellung des gut recherchierten Buches sein sollte, gezeigt. Dabei konnten sich die Gäste über die Herzlich- und Fröhlichkeit, trotz aller Sturheit Mare Wiesböcks ein sehr bewegendes Bild machen. Genau überlegt passt Sturheit nicht zu dieser starken Frau. Letztendlich wollte sie nichts weiter als ein ganzes Leben lang unabhängig und absolut selbstbestimmt sein.

Ein wundervoller Abend kam damit zum Ende und mit Gedanken daran, warum ein so einfaches Leben wie die Sennerin es führte nicht weniger erfüllend ist, wie ein Leben im Wohlstand, begleitete mich auf dem Heimweg durch Nacht und Nebelfelder. Natürlich mit einem von der Autorin signiertem Exemplar im Gepäck.

Ganz am Rande dessen hatte der Abend für mich persönlich noch zwei große Highlights. Für das Webradio Radio Farbenspiel durfte ich die beiden Akteure noch vor der Lesung interviewen. Dazu kam es durch ein Gespräch mit Marc Fischer vom Radio Farbenspiel, der mich vor kurzem zu meinem Schaffen als Autor interviewt hatte. Schnell wurde aus dem „Du hast auch eine gute Radiostimme“ der Gedanke weitergesponnen und wir ergriffen die Gelegenheit beim Schopf. Zunächst war ich im Gespräch mit Christiane Tramitz, bei dem ich etwas mehr über die Entstehung des Buches und ihrer Verbindung zur Sennerin Maria Wiesböck erfahren konnte. Nicht viel später, ebenfalls noch vor der eigentlichen Veranstaltung setze sich Helmfried von Lüttichau zu mir und auch von ihm erfuhr ich so einiges über ihn, was nicht überall zu finden ist.

+++ Update +++
Das Interview mit Christiane Tramitz am kommenden Mittwoch, 08.11.2017, um 8:15 Uhr, 12:15 Uhr und 18:15 Uhr im Programm von Radio Farbenspiel.
Hier gehts zum Livestream: Radio Farbenspiel
+++ Update +++

Radio Farbenspiel
Der Schlagersender – aus Mallorca in die Welt

Die Sendetermine der Interviews werde ich hier noch rechtzeitig bekannt geben. An dieser Stelle noch mal ein sehr herzliches Dankeschön an Christiane Tramitz und Helmfried von Lüttichau! Ebenso an Marc Fischer, der mir die Gelgenheit gab, diese Gespräche zu führen.

 

Bitte bleibt mir gewogen.

Bis bald,
euer Marcus Sammet

Links:
Christiane Tramitz
Harte Tage, gute Jahre
Buchtrailer
Helmfried von Lüttichau
Gschwandbachalm
Zitterhex
Bücheroase
Patrick Edler von Hoessle
Radio Farbenspiel
Marc Fischer

 

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Weg da, ICH bin jetzt da

Wer kennt das auch? Übersteigertes Ego diverser Menschen um einen herum. Das fängt schon bei den ganz Kleinen an und hört bei den ganz Alten sicher nicht auf. Bei Gesprächen, beim einkaufen, im Schwimmbad sowie im Straßenverkehr. Anstand? Regeln? Nur für die anderen, ICH bin ja ich und das muss ja wohl jeder andere einsehen und verstehen

Schon mal erlebt? Beim Einkauf im Supermarkt kurz vor Feierabend? Die Frischeprodukte ziemlich leer geräumt. Da liegt sie, die letzte Packung Grillfleisch. Froh und beinahe glücklich darüber noch eine zu ergattern, legt man sie in den Einkaufswagen und sucht nach weiteren Produkten, die den Grillabend abrunden sollen. Hier und da noch schnell was in den Wagen getan und weiter. Dann der Schreck, noch was vergessen. Also kurz den Wagen stehen lassen und den ganz zurück um dem Abend den letzten Schliff zu verpassen. Dann der Moment, wo alles brav auf das Förderband an der Kasse gelegt wird. Schmunzelnd bemerkt man noch, dass der Vordermann offenbar die vorletzte Packung des begehrten Grillgutes eingepackt hat. Vorletzte? Moment mal! Im eigenen Wagen fehlt die vermeintliche Gaumenfreude. Ein fragendender Blick zum Vordermann und sein Grinsen sagt schon alles. Noch bevor man selbst etwas einwenden könnte, hat die hektische Kassiererin (auch das kennt ihr sicher: Schneller gescannt als die Waren zurück in den Wagen können.) schon eingebont. Dazu noch ein lockerer Spruch von Mr. Über-Ego: „Was noch nicht bezahlt ist, gehört dem Geschäft. Pech.“

Das Gedrängel im Straßenverkehr hat wohl auch jeder schon erlebt. Egal ob Stadtverkehr oder Autobahn. Mal eben ohne orange blinkende Vorwarnung aus der Parklücke ziehen oder die Spur wechseln, auch mal eben noch bei dunkel-rot über die Kreuzung brettern. Ganz egal, ICH bin ja unterwegs. Parkplatzsuche leicht gemacht. ICH will ja nur kurz zwei Stunden einkaufen, da geht auch mal so ein herrlich bequembreiter Behindertenparkplatz. Muss ICH mich nicht abquälen um zwischen zu eng abgestellten Fahrzeugen in Auto zu kommen. Schwer- bzw. Gehbehindert? Wenn der nicht gehen kann, dann soll der das Fahren auch lassen. Den Parkplatz kann ich ohnehin besser gebrauchen. So oder so ähnlich müssen wohl die meisten denken, die solche Parkplätze unberechtigt zustellen.

Auch gern genommen ist die Gesprächsführung bei Unterhaltungen mit Kollegen oder Freunden. Da wird reingequatscht, ganz egal ob der Einwand nun zum Thema passt oder Mr. Ego meint, dass sein Bedürfnis nach Information über die nächste Paarungszeit von mitteleuropäischen Glühwürmchen wichtiger ist. Es interessiert Mr. Ego einfach nicht, dass er stört. Ganz im Gegenteil, die, die ihm nicht umgehend Rede und Antwort stehen sind die, die stören.

Doch wie ich darauf komme, über dieses Thema zu bloggen? Am Wochenende ist einfach das Schwimmbecken übergelaufen. Die Woche über hatte ich mich schon gefreut mit meinem Schatz ein paar entspannende Stunden in einer Therme unweit unseres heimischen Sofas zu verbringen. Alles gut soweit, diverse Becken sind bestimmten Themenbereichen zugeordnet. Sollen sie sich alle gut unterhalten, meinethalber auch so, dass sie im Nachbarort noch zu hören sind. Mir sind diverse Wassermassagendüsen wichtig und die Möglichkeit auf whirlpoolgleichen Unterwasserliegen zu entspannen. Doch da war dann dieser eine Bereich. Dieser Bereich, der rein für Entspannung gemacht wurde. Sogar am Eingang steht noch ein Schild – leider nur in deutsch – das hier ein Ort der Ruhe ist. Normal ist hier ein Ort der absoluten Ruhe. Sanfte Musik und ein leichter Duft von Lavendel ließ uns bisher immer sehr schnell abschalten und ein wenig im sanft welligen Wasser schweben. Diesmal nicht. Dieses Mal hockt schon im Eingangsbereich eine Gruppe von nicht mehr ganz Jugendlichen, die sich sehr angeregt und laut unterhalten. Nun gut, Stimmen alleine nerven mich jetzt nicht so, wenn das ganze dann noch zu einem unverständlichen Hörbrei verquirlt sowieso nicht. Doch damit nicht genug. Quietschende und kreischende Kinder toben durch das sonst ruhige Wasser. Opa, Oma, Bruder, Tante, Papa, Mama und wer sonst noch machen fröhlich mit. Diverse böse Blicke mit an den Lippen gehobenem Zeigefinger werden mit einem unverständnisvollen Kopfschütteln quittiert. Wie kann ich es auch wagen, hier im Ruhe- und Entspannungsbereich meine wohltuende Stille haben zu wollen. Wo doch Mr. und Mrs. Ego hier gerade so toll Spaß haben.

Immer und immer wieder klingt ein Lied aus den 80’ern in meinen Ohren. Von der Gruppe „Die Prinzen“ nämlich der Titel „Schwein sein“.

Nun, eins ist wohl sicher, denkt jeder an sich selbst ist an jeden gedacht.

In diesem Sinne, bitte bleibt mir gewogen!

Euer
Marcus Sammet

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Tag danach

Wer die Wahl hat, hat die Qual. So heißt es im Volksmund. Genau dieser Volksmund hat gewählt. Nun haben wir die Qual.


Die Qual heißt wohl, dass wir weitere vier Jahre unmuttiviert eine rautige Erscheinung am politischen Nachthimmel sehen werden. Satirisch gesehen wohl ein Glücksgriff, denn die heißen Schwerter der Kabarettisten dürften bereits glühen und sich über Merkel und ihre Kinderlein hermachen.

Was wäre die alternative gewesen? Ein Gau? Land in Sicht durch einen alten Mann? Warum nicht, wir hatten ja auch die Arche mit Noah auch schon mal. Doch was ist das für ein Land? Wohl eher eins aus Treibsand in dem die Pulverfässer versinken. Es reicht um etwas Radau im Berliner Mutterhaus zu machen. Denn 87% haben die Alternative eben nicht gewählt.

Also ins rote Meer stechen? Nun, das Meer ist eher ein See geworden und es fließt nach und nach immer mehr vom Meer ab. Wer ist daran Schulz? Nun, einer der gern von der Kanzler Kanzel kanzeln würde aber eben doch nur eine periodische Erscheinung im roten Sumpf war. Wer mag schon untergeben untergehen.

Gelb vor Neid werden ist ganz der linke Weg in pink. Nichts tat sich und so blieb links liegen, wer linkisch dachte, da wäre er politisch gut aufgehoben. Dafür wurde so manchem schlecht der mit schwarz und rot nicht ganz grün wurde. Die Beimischung von einigem eingängigen Magenta half Gelb möglicherweise auf die Füße, jedoch reichte es nicht für eine Gelbsucht im Volke. Ich überlege schon eine Weile, warum links pink dargestellt wird.

Letzte Hoffnung schien eine grüne Fläche mit einer übermäßig großen Sonnenblume. Doch das Blümchen konnten sie sich schenken, als Gratulation für den Erfolg nun doch noch im Mutterhaus sitzen zu dürfen. Dort stricken sie sich traditionell weiter den Strick, um sich bei der nächsten Wahl wieder als Anhängsel zu beweisen.

Gerüchten nach wird es nun lustig im großen Berliner, von Mutter mit schwarzem Mohn gefüllt, dazu ein wenig Marille für die Süße. Doch der grüne Schimmel wiehert bereits am Rand.

Eine Jamaika Koalition soll es werden. Hey, kommt, echt jetzt? Jamaika? Dazu fällt mir nur Terry Jacks ein.

Oftmals absichtlich falsch zitiert:
We had joints, we had fun,
we had seasons in the sun,
but the chills that we find,
were just seasons out of time.

(Hier noch das Original zum Vergleich:
We had joy, we had fun,
we had seasons in the sun,
but the hills that we climbed,
were just seasons out of time.)

Die Joints dürften wohl aus der grünen Ecke kommen bis alle grün-gelb im Gesicht vom übermäßigen Genuss des jamaikanischen Rums geworden sind. Mutti Merkel wird ihre Raute aus den hohlen Händen nach einem kräftigen Zug vom Joint formen und lächelnd die schelten, die ihr sowieso nicht widersprechen.

Warum wird eigentlich keine Koalition aus den schönen bunten Farben gemischt? Weil aus Rot-Gelb-Blau-Grün-Pink keine uns bekannte Landesflagge besteht und ein ulkiger Name für dieses Bündnis gefunden wird?

Nehmt mich nicht ernst, aber denkt mal darüber ernsthaft nach, warum unsere Regierung nicht mehr ernst zu nehmen ist.

Bitte bleibt mir gewogen

Euer
Marcus Sammet

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