Mein Dankeschön!

Vor einigen Tagen war es soweit, die 100.000 Klicks auf diesen Blog waren erreicht. Ich hatte versprochen, dass ich mir für diesen „Geburtstag“ eine Überraschung einfallen lasse. Hier ist sie nun, meine eBooks zu Aderlass, Ausgeblutet und AXT sind bis 06.11. für nur 1,49€ in den bekannten Shops für den Kindle und den Tolino erhältlich.

werbeaktion

Preisaktion bis 06.11.2016 Kindle und Tolino

Natürlich würde ich mich sehr über ein Feedback über die Bücher in Form einer kleinen oder auch ausführlichen Rezension freuen. Doch das bleibt ganz euch überlassen.

Dann möchte ich noch auf die nächste Veranstaltung hinweisen, die am 18.11.2016 im Flugwerk in Feldkirchen stattfindet. München wird wieder mannigfaltig morden.

mmm-plakat-feldkirchen

Dort könnt ihr meine lesenswerten Kolleginnen Antonia Günder-Freytag und Stefanie Gregg, sowie unseren MoriTäter Reinhard Pekruhl erleben. Reinhard wird mit eigenen Gedichten und Songs passend zu unseren Büchern durch den Abend führen.

Bis sehr bald und bitte bleibt mir gewogen!

Euer
Marcus Sammet

 

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Fliegeralarm in der Nacht

Was könnte es schöneres geben, als gemütlich in die Bettdecke gekuschelt im Traumland umher zu schweben? Nur wenig. Doch wie das mit dem Unterbewusstsein so ist, es muss sich einmischen. Irgendwoher tropft es, diese Tropfen werden größer und bilden einen Rinnsal. Wenn du dann noch weiter schläfst und nicht schlafwandelnd zur Toilette tapperst, dann wird aus dem Rinnsal ein Bach, ein Wildbach, um genau zu sein. Spätestens hier mischt sich eine Stimme in den Traum ein und erinnert dich daran, dass es da was mit Wasser gibt, das ablaufen sollte. Weils so gemütlich ist und rauschendes Wasser ja doch eine gewisse Faszination hat, bleibst weiter in deinem Traumland. Doch der Wildbach wird zu einem reißenden Fluss, Keller laufen mit Wasser voll, Gullis laufen über und unterhalb des Bauchnabels schmerzt das kalte Wasser in dem du nun stehst.

Augen auf!

In der Dunkelheit an diversen Hindernissen aneckend zum Klo geschlichen und einen Wasserfall produzieren. Erleichterung macht sich breit, dass kein Unwetter im Traumland tobte, sondern nur die Blase voll war. Ballast abgelassen, Hände gewaschen und wieder ab ins warme, heimelige, kuschelige Bett. Die Augen geschlossen und die Bilder aus dem Traum zuvor nähern sich vorsichtig. BSSSSSssssssssssssss

Wach.

Fliegeralarm ausgelöst durch eine Mücke. Millimeter groß nur und in der Dunkelheit nicht auszumachen, es sei denn, sie schwirrt direkt über deinem Ohr. Während diesem hochfrequentem, aggressivem Surren habe ich natürlich wild um mich geschlagen. Achja, nebenbei, Schatz? Das du so gut geschlafen hast, lag am nächtlichen Kinnhaken. Tut mir leid. Ehrlich! Aber weiter im Geschehen. Minutenlang liege ich mit offenen Augen auf dem Rücken im Bett. Die Ohren in Radarposition und auf jedes Husten der Spinnen unterm Bett achtend. Nichts. Kein neuer Angriff aus der Flugfraktion. Die durchs Auge ins Hirn dringende Dunkelheit vermittelt meiner Kommandozentrale: Nacht. Schlafen. Basta! Die Rollläden über den Augen schließen sich und das warme, weiche Bett BSSSSSSSssssssssss

Wach. Augen auf.

Erneut reflexartiges um sich schlagen. Blaues Auge beim Schatz im Bett nebenan. Schon wieder Fliegeralarm. Warum kann dieses kleine, lästige, fliegende Vieh mit einem Gehirn, das nur unter einem Elektronen Raster Mikroskop überhaupt erkennbar sein würde in der Dunkelheit der tiefschwarzen Nacht besser sehen als ich? Warum muss dieses lästige Ding überhaupt ausgerechnet bei mir auftanken? Kann es sich nicht am Körper nebenan voll laufen lassen? Ach ja, wer Interview mit einem Vampir gesehen hat, der weiß, das Blut von Toten doch eher tödlich sein kann für die nachtaktiven Flugmonster.

Eines ist sicher, wenn ich heute nach Hause komme, im Bus nicht die letzte Busstation verschlafe und im Busdepot übernachte, dann kann sich das Viech auf was gefasst machen!

Bitte bleibt mir gewogen

Euer
Marcus Sammet

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Verlorene Kuchen und ein Geburtstag

Geburtstag ohne Kuchen? Geht nicht, gibt es nicht. Für mich jedenfalls nicht. Doch von vorn. Vor kurzem wurde mir ein Video aus meiner Facebook Chronik gelöscht, das einen Kuchen zeigte. Okay, kein wirklich appetitlicher Kuchen. Ein abgetrenntes Bein, sehr real nachgestellt. Das Video ist auf Youtube noch zu finden:

Bein Kuchen

Leider wurde ich nicht darüber benachrichtigt, warum der Beitrag gelöscht wurde. Andere, deutlich ernstere wie öffentliche Anprangerungen, Beleidigungen gegenüber Politikern, Trump-Verarschungen, Rechtsradikale Sprüche und offene Fremdenfeindlichkeit insbesondere Flüchtlingen gegenüber bleiben. Tierquälerei ist auch kein Problem. Sogar ein Video über ein extrem brutal misshandeltes Baby wird nicht gelöscht. Den Link zu dem Baby werde ich hier nicht einsetzen, genauso wenig Videos, die zwar Tierquäler anprangern, aber eben die übelsten Misshandlungen zeigen.

Doch es gibt nur Schatten, wenn es auch Licht gibt. Licht in Form eines Geburtstages. Mein Blog wird in wenigen Klicks die

100.000

Aufrufe erreichen. Mag für Blogs keine so große Zahl sein, für mich allerdings schon. Denn ich hatte beim Start meines Blogs niemals mit dieser Anzahl an Aufrufen gerechnet.

Wenn die 100.000 erreicht sind, wird es hier eine dicke Überraschung für alle Leser und Fans meiner Thriller Reihe „Sterbe wohl…“ geben.

Soweit in Kürze, bis bald, hoffentlich jenseits der 100.000!

Bitte bleibt mir auch bis zur 500.000 gewogen!

Euer
Marcus Sammet

 

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Mein Blog und „Sterbe wohl…“ mit München Mordet Mannigfaltig

Mein Blog nähert sich einer besonderen Zahl. Die Marke der 100.000 Aufrufe wird bald geknackt sein. Eine Zahl, von der ich nicht gedacht hätte, dass ich sie einmal erreichen würde. Da kann ich nur

Herzlichen Dank!

an alle meine treuen, meine alten, meine neuen und hoffentlich auch an meine zukünftigen Leser sagen. Am 30.08.2012 startete mein Blog mit dem Thema „Höflichkeit“. Hier könnt ihr ihn noch einmal lesen: Wie lange ist das Tür aufhalten höflich? Kaum zu glauben, dass nur knapp nach dem 4. Geburtstag meines Blogs die 100.000 Aufrufe erreicht sind. Das bedeutet, dass in einem Jahr rund 25.000 x der Blog aufgerufen wurde. Immerhin ungefähr 68 mal am Tag. Das bei einem Blog, der nicht regelmäßig gefüttert wird.
Schreibt mir doch einfach mal in die Kommentare, welcher Blogartikel euer Favorit ist oder war, ich bin gespannt!

Aber nicht nur mit meinem Blog ging es aufwärts. Nach meiner Entscheidung, meine Bücher wieder selbst zu verlegen – nein, nicht irgendwo hinzulegen und nicht wiederzufinden – also ein Selbstveröffentlicher oder Selfpublisher zu sein, geht es auch mit der Bekanntheit meiner Bücher aufwärts.
"Sterbe wohl..."
Das Selfpublishing hat doch Vorteile. Allen voran, ich kann meine Bücher so bewerben, so gestalten, so anbieten (bis auf wenige gesetzliche Vorgaben) wie ich es gern möchte. Natürlich gibt es auch die dunkle Seite. Auch wenn vor der Veröffentlichung viele andere sich den Text ansehen, nach Fählern suchen, die Rechtschreibung auf links drehen um Fehler auszumerzen, die Logik meiner Geschichten prüfen und sich viele Gedanken machen, ob es so wie ich es erzähle überhaupt möglich ist, so bleiben leider Fehltritte nicht aus. Andererseits, ich habe auch schon in Büchern von großen Verlagen mit hochprofessionellen Lektoren Fehler gefunden. Also was solls, letztlich sind wir alle nur Menschen und die sind nun mal nicht perfekt.

Meine Bücher

So kann ich aber dennoch zur runden Zahl meines Blog und somit zur Feier des Tages eine dauerhafte Preissenkung meiner eBooks mit Ausnahme von ANGERICHTET verkünden. Nicht nur das! Die eBooks zu ADERLASS, AUSGEBLUTET, AUSGESCHLACHTET und AXT sind für den KINDLE UND für den TOLINO erhältlich. Schaut einfach in die bekannten eBook-Shops. (Ausgeschlachtet wird wahrscheinlich bis Ende des Monats auch zu finden sein.) Hier geht ein ganz

herzliches Dankeschön

an meine treuen Leser! Ohne euch wäre das nicht möglich und ich hätte sicher längst das Schreiben von Thrillern aufgegeben.

Zu guter Letzt noch die Erfreulichkeit, dass die Veranstaltungsreihe München Mordet Mannigfaltig regelmäßig für volle Häuser sorgt. Als Antonia Günder-Freytag mich Ende 2014 darauf ansprach, ob wir nicht so etwas zusammen machen wollen, nach Möglichkeit mit einem wechselndem Gast, hätte ich nicht so wirklich daran geglaubt, dass wir uns damit etablieren können.

MMM

Im aktuellen Team mit Stefanie Gregg und unserem MoriTäter Reinhard Pekruhl ernten wir viel Lob und Applaus. Deshalb möchte ich mich hier recht herzlich bedanken bei: Antonia Günder-Freytag, Stefanie Gregg, Reinhard Pekruhl als aktive MMMler und auch bei Brigitte Mitterrutzner als die Frau im Verborgenen, die gerade in letzter Zeit uns stark unterstützt, aktuell mit einem Logo für uns. Ein

besonderer Dank

gehört natürlich unserem fantastischen Publikum!

Schaut doch mal ins unseren offiziellen Werbetrailer rein.

Bitte bleibt uns von MMM, meinen Büchern und auch mir weiterhin gewogen!

Euer
Marcus Sammet

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Der Kampf ums letzte Schulheft

Nun darf ich das also auch mal mitmachen. Nicht als Schüler sondern als Stiefvater einer lieben, süßen, neugierigen 6 jährigen. Letzten Dienstag war es soweit, der erste Schultag im Leben meiner Stieftochter. (Nennt mich altmodisch, aber mit Bonusvater und all den neuen Ausdrücken komm ich nicht so wirklich klar.) Die Nacht zuvor war kurz, denn das Einschlafen wollte ihr nicht so recht gelingen. Dann war er da. Um 9:00 Uhr war Schulbeginn, um 7:30 Uhr fragte sie das erste Mal: „Gehen wir gleich los?“ – Nun, Fußweg sind rund 10 Minuten, ihr könnt euch denken, dass ich über die Frage geschmunzelt habe. Um 7:33 Uhr auch noch. Um 7:41 Uhr auch. Um 7:44 Uhr nicht mehr so wirklich. Irgendwann hatte ich die Frage ignoriert und hätte es beinahe verpasst mich fertig zu machen, wie es dann wirklich so weit war, dass wir losgingen. Voll bepackt mit Schulranzen auf dem Rücken und Schultüte auf den Armen – Nein, nicht auf meinen! – hat die Kleine schon selbst getragen, voller Stolz und Anmut.

An der Schule angekommen musste ich mich erst irritiert umsehen. Ein Blick zum Himmel sagte mir ganz eindeutig: Es ist heller Tag, der Blick auf die Uhr bestätigte, es ist Vormittag. Dennoch stöckelten diverse Mütter in High-Heels und Kleidern Richtung Schulgebäude, die selbst für den roten Teppich der Oscar Verleihung overdressed gewesen wären. Andererseits, passt ja, denn ich fühlte mich wie im Film, im falschen Film. Die dazugehörenden Männer waren meist nicht weniger Gala tauglich gekleidet. Wie gut, das ich mich zumindest rasiert hatte.

Die Schule wohlorganisiert, zahlreiche Helferleins, die bereitwillig Auskunft darüber gaben, in welche Klasse die Kleine sollte und wo diese zu finden ist. Im Klassenraum dann angekommen musste ich doch über die Einrichtung etwas schmunzeln. Selbstverständlich sind die Stühle und Tische an die Kinder angepasst und dementsprechend … putzig klein, natürlich nur aus meiner Sicht eines Erwachsenen. Aber auch hier, die Lehrerin gut organisiert und auf den Ansturm vorbereitet. Die erste halbe Stunde durften die Eltern noch in der Klasse bleiben, danach galt es, das Klassenzimmer zu verlassen und draußen auf dem Schulhof 1,5 Stunden abzuwarten. Wir nutzten die Zeit und haben uns die Räumlichkeiten der Nachmittagsbetreuung angesehen, während die aufgestylten Im-falschen-Film-Stars die Prosecco-Bar auf dem Schulhof stürmten.

Frisch informiert über die Vorgehensweisen in der Nachmittagsbetreuung und dem kurzen Kennenlernen der Betreuerinnen dort, fanden wir uns auch auf den inzwischen Prosecco freien Schulhof wieder. Glücklicherweise gab es noch reichlich lauwarmes Mineralwasser und kühle Gummibärchen. Nach rund einer Stunde durften wir dann meine Stieftochter wieder in der Klasse abholen. Schnell noch ein paar Fotos auf dem Schulhof geknipst und dann ab nach Hause. Erstaunlich, wie schnell die Kleine dann heim flitzte. Allerdings nicht, weil es ihr nicht gefallen hatte, sondern um ihre Schuletüte auszupacken.

Am nächsten Abend gab es schon den ersten Elternabend. Ebenfalls eine ganz neue Erfahrung für mich. Viel BlaBla über die noch zu besorgenden Schulutensilien und vor allem über die Vorgehensweise der Lehrerin im Unterricht. Eine recht lange Liste, die es möglichst schnell abzuarbeiten bzw. die aufgeführten Sachen zu besorgen galt. Wieder durfte ich erstaunt feststellen, dass Schule heute nichts mehr mit dem zu tun hat, was mir noch in Erinnerung war. Na ja, in rund 43 Jahren darf sich ja auch was verändern. Fast 1,5 Stunden auf zu kleinen Stühlen hinter ebenso zu kleinen Tischen sowie diversen Zwischenfragen die nicht hätten sein müssen später, war auch das vorbei.
Erkenntnis des Abends: Selbst die erste Klasse ist heute so gut organisiert wie die Buchhaltung eines Großkonzerns.

Doch dann kam der dritte Tag im Bunde der ersten Schultage. Mit der am Abend zuvor ausgehändigten Liste ins nächste Geschäft für Schulbedarf. Ich habe nie ein Geheimnis daraus gemacht, dass ich nicht zur Bundeswehr musste, weil ich ausgemustert wurde. Das mir dies einmal zum Verhängnis würde, weil es mir einfach an Kampferfahrung fehlt, hätte ich nie gedacht. Die Gänge glichen Schützengräben, in denen die Gefechte zwar Waffenlos aber nicht weniger hart um den Platz direkt vor dem gewünschten Utensil ausgetragen wurden.

Besonders hart umkämpft waren die Gräben bei den Lagern von Edding und Stabilo sowie die von Kieser Block und Herlitz. Die Stellung des Zugreifens war kaum zu halten, denn diese musste nicht selten auf Zehenspitzen zu halten versucht werden. Mit Glück wurde nur auf diese getreten, was den Bodenkontakt der ohnehin kleinen und belasteten Fläche enorm verstärkte. Doch meine Lebensgefährtin ist Schulsachen-Einkaufs-Krieg erfahren und meisterte diese Angriffe souverän. Dann fehlte nur noch ein Block. Ein Kieserblock, liniert, für die erste Klasse. Das Fach geleert bis auf einen einzigen. Der Kampfgraben schmal und gut gefüllt. Zwei Kriegsveteranen im Kampf um den letzten Block. Mit Blitzen gefüllten Augen der Rivalen ging es ohne Rücksicht auf menschliche Verluste aus zwei Richtungen auf das begehrte Objekt zu. Eine Szene, die zur Verstärkung der Dramatik sicher in Zeitlupe mit häufigem Sichtwechsel gedreht würde. Kampferprobte Arme mit ausgestreckten Händen, die mit scharf gefeilten, blutrot lackierten Fingernägeln auf den letzten Block zuflogen. Jede der beiden Parteien bereit der anderen gegebenenfalls die Augen auszukratzen. Millimeter trennten beide, gleich nah am orange leuchtendem Kieserblock für die erste Klasse, Kämpferinnen der Mütterspezialeiheit gegen die die GSG9 wie ein Haufen Faultiere aussehen würde. Die letzte Sekunde vor dem erbarmungslosen Kampf startete mit einer überraschenden Wendung. Ein Kind griff von unten an und sicherte sich den begehrten, letzten Block. Beide Kämpferinnen lächelten sich an, als wäre nichts gewesen, doch in ihren Augen war zu lesen: „Warte nur ab, das nächste Schuljahr kommt garantiert, dann bist du fällig!“

Kampf um Kieser

Erstes Schuljahr? Meine Güte, mir tun jetzt schon die Eltern leid, die es im nächsten Jahr zum ersten Mal erleben müssen. Mein Tipp: Hieb-, Stich- und Schusssichere Kleidung aus Kevlar ist gar nicht so schwer und trägt kaum auf, schützt dafür ungemein!

Bitte bleibt mir gewogen!

Euer
Marcus Sammet

 

 

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Merk(el)würdigkeiten …

Merkels 9-Punkte-Plan

1. Ein besseres Frühwarnsystem für die mögliche Radikalisierung von Asylbewerbern
– Wie bitte? Mögliche Radikalisierung? Würde mal sagen, die hier Terror machen wollen müssen, sind bereits radikalisiert hierher geschleust worden.
Gott sei Dank ist die Masse friedlich und aus Angst vor den Radikalen hier.

2. Verstärkung von Personal und Verbesserung der Ausstattung der Sicherheitsbehörden
– Bis dann Schäuble sagt, dass für neue Stellen kein Geld da ist. Ich sehe Merkel rautisiert im TV stehen: Ja, da kann man nichts machen.

3. Die bereits beschlossene zentrale Stelle für Informationstechnik im Sicherheitsbereich soll aufgebaut werden
– Schockierend, dass es eine solche noch nicht gibt. Läuft da etwa alles unkoordiniert?

4. Übungen für terroristische Großlagen, bei denen auch die Bundeswehr eingebunden werden kann
– Großlagen, bei denen die Bundeswehr eingebunden werden KANN??? Wofür haben wir eine BUNDESwehr?

5. Fortsetzung und Erweiterung aller Forschungsvorhaben zum islamistischen Terror
– Forschungsvorhaben? Was soll sich ein Bürger darunter vorstellen? Selbstgesprengte Terroristen werden auf schädliche DNA oder DNS untersucht damit diese künftig durch Impfung bekämpft werden kann?
Heil…e Welt…

6. Vernetzung aller bestehen Daten europaweit
– Was denn? Darf jetzt jeder Geheimdienst offiziell Daten kopieren? btw: Lieben Gruß an die Nachtschicht der NSA

7. Verabschiedung des neuen europäischen Waffenrechts
– Ja nee, is klar. Weil ja auch jeder Attentäter zum Waffenhändler in der Innenstadt geht. Aber Internet ist ja eh Neuland für Merkel und Darknet ist für die Oma der Nation sicher, wenn nachts die Lichter ausgehen.

8. Verstärkung der Kooperation mit befreundeten Nachrichtendiensten
– Ja! Die NSA darf jetzt offiziell, was sie eh schon tat.

9. Rückführungen von Flüchtlingen in ihre Herkunftsländer verstärken.
– Sind die gemeint, die verstanden haben, dass sie hier nicht alles geschenkt bekommen und deshalb freiwillig wieder heim wollen? Heißt dann ja wohl in der Schlußfolgerung: Raus mit denen, die intelligent sind.

Gut, stimmt, kritisiert ist leicht.

Sammets 9-Punkte-Plan:

1. Merkel absetzen, Stelle nicht neu besetzen. Das hat zur Folge, dass der Rest der Politiker darüber intensiv diskutiert und somit keine Zeit hat, anderen, dem Volk schadenden, Unsinn zu verzapfen.

2. Stärkere Kontrollen an den Grenzen. Nicht nur an den offiziellen Schranken, sondern insbesondere an den „grünen Grenzen“.

3. Um diese Kontrollen durchsetzen zu können, Personalaufstockung bei Zoll, Bundeswehr und zuständigen Behörden, ggf. durch befristete Verträge. (Würde nebenbei viele Arbeitsplätze schaffen.)

4. Simulationen von terroristischen Großlagen bei der die Bundeswehr eingesetzt WIRD.

5. Studien zum Terror im allgemeinen, Ursachenforschung – wo sind die Quellen. Verstärkter Einsatz der Geheimdienste um an die Führer des Terrors heranzukommen.

6. Vernetzung der Anti-Terror-Einheiten nicht nur Europa, sondern weltweit verstärken und ausbauen.

7. Verabschiedung des Darknet (wird nicht umsetzbar sein, es sei den jemand löscht das Internet 😉 ). Entsprechend entdeckte Webseiten und deren Betreiber dürfen nicht dem Schutz irgendwelcher neutralen Länder unterliegen und gehören sofort gesperrt bzw. abgeschaltet.

8. Verstärkung der Kooperation mit Anti-Terror-Einheiten. Lasst die ihren Job machen und bremst sie nicht durch Bürokratie aus!

9. Rückführungen von Terroristen in ihre Herkunftsländer und deren Gefängnisse. Die Europäischen sind für diese zu komfortabel…

Zugegeben, dieser Beitrag enthält sarkastische Ironie. Dennoch wären sicher einige Punkte wünschenswert und nicht vollkommen realitätsfremd.

Allen Terroristen, die sich gern sprengen würden kann ich nur sagen: auf in die Sahara, reichlich Platz dafür und der nächste Sandsturm wird euch nett beerdigen.
Die 72 Jungfrauen könnt ihr knicken, die wisst ihr eh nicht zu schätzen, oder warum werden wahllos Frauen und Kinder vergewaltigt?

Bitte bleibt mir gewogen

Euer
Marcus Sammet

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Terror und die Frage, ob ich mich terrorisieren lasse…

Es ist ja Dauerthema: Terror. Längst in Europa angekommen, macht er vor generell anzunehmenden friedlichen Ländern keinen Halt mehr. Belgien, Frankreich und jetzt auch Deutschland. Belgien hat erschreckt, Frankreich triffts immer wieder und macht betroffen. Doch letztes Wochenende war es sozusagen vor meiner Haustür. Es waren immer noch einige Kilometer von meiner vermutlich sicheren Wohnung bis zum Ort des Geschehens.

22.07.2016 und die Ereignisse überschlagen sich. Im Olympia Einkaufszentrum oder auch kurz OEZ in München fallen Schüsse. Die ersten Berichte lassen auf einen Terrorakt mit IS-Hintergrund vermuten. Zunächst angeblich ein Täter, dann drei, letztendlich doch nur einer. Kein Terror, sondern ein Amokläufer. Macht es nicht besser, aber der Terror blieb wohl doch draußen. Oder doch nicht? Jemand läuft Amok und GSG9 macht sich auf den Weg? Dazu noch die österreichische Spezialeinheit Cobra? Ein leichter, seltsamer Beigeschmack kommt auf. Die nächsten Stunden zeigten, dass es ein Einzeltäter war und der sich wohl selbst gerichtet hatte.

Einen Tag später im bayerischen Ansbach ein „echter“ Terrorakt. Der Klassiker unter den Terroranschlägen, ein Selbstmordtäter mit Sprengstoff. Doch was für einer? Kommt nicht auf das Festival um eine größere Menge mit sich in den Tod zu reißen, zündet sich dann in der Nähe und erreicht kaum etwas. In Reutlingen rennt dann einer mit der Machete umher und tötet. Tage zuvor schwingt bei Würzburg einer die Axt.

Ja, Angst steigt in mir auf. Angst, weil mir bewußt wird, dass es mich jeden Tag, zu jeder Zeit an jedem Ort treffen kann. Heute morgen lese ich dann vom nächsten, der evtl. um sich schießen wollte. Aber diese Meldung ließ mich trotz allem schmunzeln. Der Mann mit der Waffe war stockbesoffen, hatte angeblich leicht 3 Promille Alkohol um Blut und ließ sich von zwei Couragierten zum saufen in eine Kneipe locken, wo er dann festgenommen wurde.

Schüsse, Bomben, Messer- und Axt Attacken. Was ist nur los in dieser Welt? Kaum das die Berichterstattungen anfangen, Bilder zu sehen sind in einer Fülle und Menge, die es vor 10 oder 15 Jahren noch nicht gegeben hätte, führt sich jeder zweite als Terrorspezialist auf. Jeder dritte weiß woher das Problem kommt, jeder vierte hat eine radikale Lösung und jeder fünfte wird zum Verschwörungstheoretiker. Der ganze Rest schaut sich die aufkommenden Gerüchte und Beweise an. Alles sehr verlockend, Bilder passen zu den aufgestellen Theorien, Theorien beweisen gezeigte Bilder und Videos. Alle klingen irgendwie plausibel, egal wie sehr sie sich gegenseitig widersprechen.

Wer ist schuld? Da sind sich alle einig. Die Merkel. Und die Ausländer, hauptsächlich die Flüchtlinge. Dann der Rest der Politiker und wenn die nicht reichen alle Gutmenschen. Vermutlich dann noch alle Fleischesser, weil die Vegetarier gern behaupten, das Fleischkonsum den Menschen aggressiver macht. Letztenendes war es sicher ein Schmetterling, der in China einen Sack Reis umgeworfen hat.

Ich will mich hier nicht als Fachmann aufführen, nicht als Moralapostel. Kann ich auch nicht. Denn ich war bei keinem der Ereignisse dabei, kenne die wahren Hintergründe nicht, kenne nicht die Täter, kenne nicht ihr Umfeld. Keine Ahnung wie so jemand tickt, kann es auch kaum nachvollziehen. Das lähmt mich, mach mich fassungslos, hemmt mich in meinem Leben, in meinem Tun.

Damit komme ich zum Anfang zurück. München trauert. Spontan werden Veranstaltungen abgesagt, egal ob das „kleine“ Schulfest oder das „große“ Tollwood-Festival. Keinem in München ist nach feiern. Aber ist das richtig? Darf ich nicht mehr fröhlich sein, weil Kilometer weit weg etwas geschehen ist? Muss ich mich deshalb in meinem Leben einschränken lassen? Nein, ich muss das nicht. Aber ich kann auch nicht gut drauf sein, wenn so nah bei mir sinnleer Menschen getötet werden. Andererseits musste ich feststellen, dass ich es kann, wenn ebenso sinnleer weit weg Menschen getötet werden. Es taucht die unbeantwortete Frage in mir auf, warum das so ist. Dazu gibts nur eine Vermutung: Angst davor, dass es mich selbst hätte treffen können, wenn es so nah ist.

Dann die Frage, ob der Reihentitel meiner Thriller, der sich langsam irgendwie auch zu einer Marke entwickelt, in dieser Zeit einfach geschmacklos ist. „Sterbe wohl…“ – einst als ironischer Abschiedsgruß gemeint bekommt in Zeiten wie diesen einen seltsamen Beigeschmack. Dann die Veranstaltungsreihe, die ich mit drei liebenswerten, friedlichen und meist fröhlichen Kolleginnen und Kollegen durchführe: München Mordet Mannigfaltig. Insbesondere nach diesem Freitag kommen bei mir Zweifel auf, ob beides gut gewählte Slogans sind.

Ja, sind es. Sie stoßen an, haben provokante Aussagen, fallen auf. Das war die Absicht bei ihrer Entstehung. Sie prägen sich ein und das war gewollt. Beides mag sehr ironisch und verletzend für die wirken, die jetzt trauern müssen. Aber beide Aussagen bedeuten nicht, dass ich nicht mit den Familien und Freunden fühle, die unmittelbar von den Gewaltakten betroffen wurden.

Natürlich kann und werde ich nicht so tun, als wäre nichts geschehen, als ginge mich das alles nichts an und gehe zur Tagesordnung über. Doch ich lasse mich nicht von Gewalt und Terror steuern. Es ist mein Leben, meine Buchreihe, meine Veranstaltungsreihe (geteilt natürlich mit anderen). Da hat sich gefälligst der Terror und die Angst rauszuhalten und nicht ich mich von Terror fernzuhalten, in dem ich mich in meinen Keller verkrieche und warte, bis die Welt untergegangen ist.

Leben findet jetzt statt, hier, mit jedem Atemzug. Bei dir, euch, Ihnen. Mit jedem Lachen weicht die Angst vor Gewalt zurück, Fröhlichkeit sollte uns beherrschen, nichts anderes.

Bitte bleibt mir gewogen!

Euer
Marcus Sammet

 

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AXT – Mein neuer Thriller aus der Reihe „Sterbe wohl…“

Hurra, er ist da, mein neuer Thriller Axt!

Viele von euch haben bereits sehnsüchtig darauf gewartet, jetzt ist er da!

„Die Schreie waren ohrenbetäubend, der Schmerz und die Hysterie mischten sich in einer Kakophonie, die sich an den Kellerwänden brach.“

An dieser Stelle möchte ich mich zu allererst bei Brigitte Mitterrutzner bedanken. Sie hat mich voran getrieben, mir Zeit und Freiheit gegeben, dass ich Axt schreiben konnte. Aber nicht nur das, sie hat das Cover selbst gemalt, real und nicht in Photoshop! Sie hat viel Zeit investiert, die ersten Korrekturen und Verbesserungen angebracht und mich weiter angetrieben, Axt noch besser, noch detailierter zu schreiben. Letztlich hat sie die Testleser koordiniert, benannte Fähler korrigiert und eingepflegt, ist mit mir Logikfehler durchgegangen und hat sich um den Buchsatz gekümmert. Nebenbei, ich frage mich, warum sie nicht einen Verlag aufmacht 😉
Aber damit nicht genug, sie hat noch einen ganz hervorragenden Trailer für das Buch erstellt, der unheimlich gut umsetzt, was im Buch geschieht ohne dabei zu spoilern.

Vielen, vielen Dank mein Schatz!

Ich hoffe, der Klappentext kann euch neugierig genug machen:

Eine Axt, zwei Männer in roten Kutten, die ihre perversen Sex-Fantasien in den Kellerräumen ihrer Villa ausleben.
Eine entführte Frau, die sich diesem grausamen, qualvollen Spiel fügen muss und gnadenlos den Fängen ihrer Peiniger ausgeliefert ist.
Der Fund einer grausam verstümmelten jungen Frau und das spurlose Verschwinden einer ehemaligen Kollegin lähmt die Beamten der Münchner Kripo. Bei ihren Ermittlungen scheint ihnen ein ehemaliger Profikiller immer einen Schritt voraus zu sein.
Ein rasanter Wettlauf mit der Zeit beginnt und niemand vermag es zu sagen, ob es ihnen gelingt, sie rechtzeitig zu retten.

Weiter gehört ein großer Dank an zwei Buchbloggerinnen, die auch Testleser waren. Auch ihre kritischen Worte und Korrekturen sind mit eingeflossen. Einen herzlichen Dank also an Andrea Hübner von Andreas Bücherblog und an Claudia Schütz von Miss Norge´s Bøker-Welt. Die Links zu den Blogs findet ihr im folgenden:

Schlaflose Nacht gefällig? Dann ist man mit „Axt“ bestens bedient.
Andrea Hübner, Andreas Bücherwahn

Knallharter, spannender Thriller, der Fans dieses Genres, den Tag zur Nacht machen lässt. Man kann einfach nicht aufhören zu lesen.
Claudia Schütz, Miss Norge´s Bøker-Welt

Buchtrailer: https://www.youtube.com/watch?v=PeSGhRyCVRA

Nicht nur diese beiden waren unmittelbar beteiligt. Ohne Werner Schindler mit seinem kleinen, feinen Schindler Verlag gäbe es keine ISBN die vom deutschen Buchhandel auch akzeptiert würde. Somit ist Axt über Buchhandel.de in jeder Buchhandlung zu bestellen und wird direkt dorthin geliefert. Leider fehlt ihm die Anbindung an den Großhandel, daher wird es keine automatische Listung bei den bekannten Dealern wie hugendubel, Weltbild, Thalia etc. geben. Doch auch sie können die Bücher trotzdem für euch bestellen.

Am einfachsten geht es natürlich direkt über mich, denn auch ich versende die Bücher sehr gern zu euch, auf Wunsch dann auch signiert.

Apropos, wer nicht direkt bei mir bestellen mag und trotzdem ein signiertes Exemplar möchte, der kann es bei amazon bestellen, als Lieferadresse dann meine angeben. Wenn nicht gerade ein Feiertag oder ein Wochenende es verhindert, werde ich die Bücher gleich am nächsten Tag nach Erhalt signiert weiter schicken. Sendet bitte zeitgleich mit der Bestellung bei amazon eine Mail an signiertes.buch@marcussammet.de, damit ich informiert bin. Bitte dort unbedingt eure Adresse angeben!

Hier nun der Link zu amazon: „Sterbe wohl…“ AXT

Das Beste kommt natürlich zum Schluss. Die ersten zwei Wochen, also bis zum 30.07.2016 inklusive, gibt es AXT zum Subskriptionspreis von 9,99€ für das Buch und 6,99€ für das eBook. Ab dem 01.08.2016 gilt dann der Normalpreis von 12,95€ für das 284 Seiten starke Buch und 9,99€ für das eBook.

Bitte bleibt mir gewogen!

Euer
Marcus Sammet

 

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Wenn Zwerge Busse führen…

Die ewige Geschichte, der ÖPNV – öffentlicher Personen Nahverkehr. Bin ja immer wieder einmal darauf eingegangen, meist kam der Münchner MVV dabei nicht gut weg. Was ich dann gestern aber erleben durfte, war dann doch der Gipfel.

Friedlich und nichts böses im Sinn habend stand ich also an einer Bushaltestelle in Ottobrunn. Genauer gesagt an der Haltestelle Ortsmitte in Richtung Neuperlach-Süd. Der Bus der Linie 210 die im 10-Minuten-Takt verkehrt kam sogar pünktlich. Möglicherweise lag es daran, das der Fahrer des Busses den Verkehr vor sich hertrieb, ganz wie ein Cowboy seine Kuhherde auf der Weide. Schließlich kam er mit Lichthupe und geräuschvollem Signalhorn daher gebraust. Gut, gehen wir mal davon aus, dass er bis gestern noch bei der Feuerwehr gearbeitet hat und es gewohnt ist, so zu fahren. Das der Verkehr alledings keinerlei Möglichkeit hergab, dem Bus auch nur im Ansatz genügend Platz zu machen, das dieser in die Haltestellenbucht einfahren konnte, spielte für den Fahrer wohl eher eine Nebenrolle. Endlich wurde es an der nahgelegenen Ampel grün, der Verkehr verkehrte wieder und der Bus rollte ganz gemächlich in die Haltebucht, stoppte und rollte weiter, stoppte wieder um dann wieder etwas weiter zu rollen. Nachdem dann ein älterer Mann mit seinem Gehstock kräftig gegen die Seitenscheiben des Busses schlug, hielt dieser sogar vollständig an und die Türen ließen sich öffnen. Aber die sollten nicht lang offen bleiben, schon gar nicht so lange, bis eine Mutter den Kinderwagen in den Bus geschafft hatte, geschweige denn selbst eingestiegen war. Ja, ihr lest richtig, die Türen schlossen sich in dem Moment, in dem der Kinderwagen mit den vorderen Rädern im Bus und mit den hinteren noch draussen war. Einige recht laute Rufe Richtung Fahrer konnten wohl verhindern, dass dieser versuchte loszufahren. Hier mal einen Dank an die Technik, die bei modernen Bussen verhindert, das sie mit offenen Türen anfahren können!

Die Frau hatte es dann also doch noch in den Bus geschafft und ganz in der Tradition von Formel 1 Fahrern trat der Fahrer das Gaspedal durch, ein Ruck ging durch den Bus und wer sich nicht rechtzeitig festhalten konnte, fand sich Augenblicke später innen an der Heckscheibe klebend wieder. Das war aber nicht weiter tragisch, den kurz darauf wurde die nächste Hlatestelle angesteuert und diejenigen, die noch immer keinen Halt fanden, schossen nun durch den Bus in Richtung Windschutzscheibe. Wären da nicht Einsteigende gewesen, die den Weg versperrten, hätte man sich wohl Sorgen über das verbaute Verbundglas machen müssen.

Unbeirrt ob der Meckereien ging es im gleichen Fahrstil weiter und der Fahrer hatte wohl seinen Spaß daran, möglich unkomfortabel das Fahrzeug zu führen. An der letzten Haltestelle vor dem Ziel zeigte sich, dass der Fahrer wohl noch einen Nebenjob als Sadist haben muss. Zielgerecht steuerte er die Haltebucht mit obligatorischer Vollbremsung an und hielt an. Die dort an der Haltestelle wartende Frau ging auf eine der Türen zu und wollte den Türöffner betätigen. Tja, wollte, denn der Fahrer machte sich einen Spaß daraus etwas vorwärts zu rollen. Die Frau draussen läuft also der Tür nach, streckt ihren Arm nach dem Türöffner aus und… genau, verfehlt ihn, weil der Fahrer den Bus wieder etwas vor rollen ließ. Die Frau draussen rollte ebenfalls und zwar mit den Augen. Erneut die Tür erreicht hatte der Fahrer wohl dann den Eindruck der halb leere Bus wäre bereits mehr als ausgelastet und fuhr kurzerhand – natürlich mit durchgetretenem Gaspedal – los ohne die Frau zusteigen zu lassen. Protestrufe der Fahrgäste ignorierte er vollends.

Kurz vor der Endhaltestelle dann konnte ich von meiner Position aus sehen, das ein Fahrzeug voraus den Blinker setzte, verlangsamte und letztlich stehen blieb. Die Rückfahrscheinwerfer gingen an und offenbar wollte der Fahrzeugführer rückwärts in eine Parklücke einparken. Wie erwähnt, das konnte ich aus dem hinteren Teil des Busses beobachten. Weiter vorn, also genaugenommen ganz vorn, vom Fahrersitz aus, muss das völlig anders gewirkt haben. Denn mit unverminderter Geschwindigkeit hielt der Bus auf das inzwischen Rückwärts fahrende Fahrzeug zu. Ich ahnte, was geschehen würde und krallte mich mit Händen, Füßen und Zähnen ein, wo es nur ging. Keine Millisekunde zu früh, meine Vorahnung war richtig: Vollbremsung mit dauerbeschallung des Signalhorn. Ich vermute mal, dass zwischen Bus und Smart kein Blatt Papier mehr gepasst hätte. Jedenfalls war von meiner Position aus von dem Smart nichts mehr zu sehen. Gut, zugegeben, wenn ich im Straßenverkehr nicht aufpasse, kann es schon mal vorkommen, das ich versehentlich auf einen Smart drauf trete. Die sind aber auch leicht zu übersehen. Der Fahrer des Busses blieb stur wie gehabt und wich keinen Millimeter zurück. Das hatte zur Folge, das der Smart weiterfuhr und wieder in mein Blickfeld geriet, offenbar unverletzt.

Dann endlich an der Endhaltestelle Neuperlach-Süd angekommen, öffnete der Fahrer zunächst nur die mittlere Tür, Protestrufe erneut zunächst ignorierend bis dann die vordere Tür noch geöffnet wurde. Ganz wie bei der Costa Concordia verließ der Kapitän dann als erstes das Fahrzeug. Jetzt erkannte ich den Grund der Eile, er musste mal. Und zwar dringend! Dringend rauchen.

Ich konnte es mir nicht verkneifen ihm zu raten den Beruf zu wechseln. Idiot wäre passend, da müsste er nicht einmal umschulen. Der Blick des ca. 1,50 niedrigen Mannes: unbezahlbar.

Kommt gut ins Wochenende und

bitte bleibt mir gewogen!

Euer Marcus Sammet

 

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Life of Brian live

Morgens um 6:30 Uhr am Hauptbahnhof in München. Schon die Fahrt dorthin erinnerte an die Geisterbahn. Ist ja nicht weiter schlimm, erlebe ich jeden Tag und kann mich nicht mehr erschrecken. Doch heute war ich etwas später unterwegs. Die Nacht war kurz für mich, weil ich mitten in der Nacht aufstand um nach dem sogenannten Erdbeermond zu sehen, was wegen geschlossener Wolkendecke ausfiel. Aber es war Vollmond, was sich dann am Hauptbahnhof deutlich zeigte. Bereits am Ende der Rolltreppe stand ein kleines blaues Männchen mit einem imaginären Zähler in der Hand und klickte diesen fleißig mit seinem realen Daumen. Dabei gab er laut und deutlich bei jedem Daumendruck auf den eingebildeten Zähler ein „Klick“ von sich. Fahrgastzählung mal anders. Nicht viel weiter stand ein recht dunkelhäutiger Mann in eine Art Bettbezug gewickelt und spielte mit seinem eingebildetem Jojo. So wie der sich gefreut hat, war er wohl ziemlich gut dabei. Wieder nur ein paar Schritte weiter stand ein ebenso dunkelhäutiger Mann und erklärte an einer nur in seiner Vorstellung existierenden Maschine seinem ebenso nur in seiner Einbildung anwesendem Freund die funktionsweise dieses Apparates. Glücklicherweise auf deutsch, so wusste ich dann auch, das jenes Schwungrad dafür sorgte, das jenes Zahnrad ein weiteres größeres antrieb, dessen Welle seinerseits einen kleinen Riemen… ich war außer Hörweite, denn so technisches interessiert mich so früh noch nicht. Kurz vor meinem Ziel kam ich an einem jungen Mädchen vorbei, das auf einem umgedrehten, blauen Flaschenträger mit dem Gesicht zur Wand eben dieser zu erklären versuchte, warum es doch unverschämt von ihr sei, ausgerechnet dort errichtet worden zu sein.

Leute, glaubt mir, ich hab jetzt auf den Klassiker gewartet, einem Mann mit langem Bart, der einem sehr kleinen Publikum erklären wollte, was es mit der verwirrten Verwirrung auf sich hat. Leider wurde ich enttäuscht, dafür sah ich die Dame von letzter Woche wieder, die in exakt der gleichen Kleidung nach wie vor schwankend vor dem Eingang einer Supermarktkette auf die Öffnung der Türen wartete.

Um von dem Untergeschoss ins Freie zu gelangen muss ich eine Treppe herauf gehen. Auf dieser Treppe überholte ich ein männliches Wesen das zwei Stufen herauf und dann wieder eine Stufe herunter stieg. Dieser Mann trug seinen Rucksack vor dem Bauch und brabbelte irgendetwas für mich unverständliches hin. Oben an der Treppe angekommen sah ich noch mal zurück zu ihm und erntete einen recht bösen Blick des jetzt stehenden Rucksack-vor-dem-Bauch-Trägers.

Erdbeermond? Nicht zu sehen, aber offenbar hat der doch einige ziemlich irritiert.

Passt auf euch auf und mir bleibt bitte gewogen!

Euer
Marcus Sammet

 

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