Jahreswechsel, wieder mal

Da geht es hin, das alte Jahr. Wenige Stunden noch und die 8 wird durch eine 9 abgelöst. Dabei hatte ich mich gerade an das Jahr gewöhnt. Es brachte doch den einen und anderen Erfolg mit sich. Leider auch Tiefschläge.

Januar, da fing das Jahr nicht so wirklich gut an. Bereits Ende 2017 hatte ich mir das Kahn-Bein in der linken Hand gebrochen. Klar, wenn schon, denn schon. Ich breche mit natürlich einen der kleinsten Knochen im Körper, der einen der größten Gipsverbände braucht um zu heilen. Für die, die diesen Knochen nicht kennen, das ist der unter dem Handballen beim Daumen. Um den ruhig zu stellen, ist ein Gips bis Mitte Oberarm notwendig. Schlafen und spülen ging noch erstaunlich gut. Der Versuch, mich ordentlich zu duschen oder gar nur zu waschen schlug gründlich fehl. Wohl dem, so wie mir, der eine Partnerin hat, die da ohne Hemmungen hilfreich die Hand reicht. Außerdem durfte ich dank Radio Farbenspiel und Marc Fischer, dem Chefredakteur, „Sammet trifft“ wiederbeleben.

Februar. Immerhin ging es Mitte des Monats aufwärts. Ich durfte wieder arbeiten gehen und tat das, Dank wirklich gutem Betriebsklima und sehr liebenswerten Arbeitskollegen, auch sehr gern. Ansonsten war der Monat ohne große Ereignisse.

März, der Monat mit Frühlingsbeginn. So langsam erwacht die Natur. Besonderes Highlight für mich war das Interview mit einem meiner Kindheitshelden: Hansi Kraus. Wehmut brachte das seltsame Verhalten leitender Schulverantwortlichkeiten. Leider begleitete dieses Verhalten mich das ganze Jahr über immer wieder. Wenn es nicht selbst erlebt wäre, hätte ich wohl schallend gelacht und ein „Lümmel von der ersten Bank“ hätte wohl die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen.

April ließ nicht lang auf sich warten. Die erste und leider auch letzte Lesung mit München Mordet Mannigfaltig in diesem Jahr. Mea maxima culpa. Meine Mitstreiter hatten bereits neue Bücher am Start und ich trödelte mit meiner AXT dem ALLEINGANG hinterher. Doch diese Lesung war ein voller Publikumserfolg. Noch Monate später gab es Nachfragen, ob diese Veranstaltung wieder stattfinden würde. Nächster Höhepunkt war der jetzt gebuchte Mallorca Urlaub für August.

Mai ließ nicht nur die Glöckchen sprießen. Der Sommer hatte sich bereits breit gemacht und die ersten Rufe nach Hitzefrei wurden laut. Ja, 2018 war ein heißes Jahr. Mit meiner kleinen, feinen, fröhlichen Familie gönnten wir uns bei allerherrlichfeinem Wetter einen Ausflug in den Tierpark Hellabrunn. Eine Fotosafarie, die die Speicherkarten fast sprengte.

Juni, der Monat in dem ich traditionell seit 51 Jahren Geburtstag habe. Ein Monat wie mein Sternzeichen, mit zwei Gesichtern. Janus hätte seine Freude daran gehabt. Denn abgesehen davon, dass es mir eigentlich sehr gut ging – rein moralisch – schlug meine chronische Krankheit wieder zu und hielt meine Stimmung eher am unteren Rand der Skala.

Juli folgte bald, der Crohn blieb bei mir. Hartnäckig hatte er sich bei mir eingenistet. Ein Auf und Ab, mal besser, dann wieder schlechter. Meine Stimmungen gingen ebenso auf und ab und meine Lebensgefährting galt es zu bewundern, wie sich mich ausgehalten hat. An dieser Stelle kann ich nur sagen: DANKE! Ich liebe Dich!

August. Lang ersehnt, denn die Urlaubsreise nach Mallorca konnte endlich angetreten werden. Zwar plagte mich der Crohn weiterhin Morbus – äh morbide, aber auf die wunderbaren Tage auf der für mich schönsten Insel der Galaxis wollte ich keinesfalls verzichten. Sie gaben mir so viel Kraft und positive Energie. Die Zeit am Strand mit glücklich spielenden Kindern würde ich gegen nichts auf der Welt eintauschen wollen. Leider war mir das zu der Zeit wohl kaum anzumerken, deshalb hier ein großes, dickes: Tut mir leid! an meine drei Lieben.
Immerhin, Ende des Monats verließ mich der akute Schub wieder und es ging aufwärts, gesundheitlich.

September brachte eine große Überraschung für mich. Einfach mal so eine Gratis-Aktion für die eBooks meiner „Sterbe wohl…“ Reihe gestartet, lief die überragend gut. Dabei hatte ich diese nicht einmal beworben, weil ich sie ehrlich gesagt schlicht und einfach vergessen hatte. Meine Liebste und treue Unterstützerin für die „Marke“ „Sterbe wohl…“ (Marke in „“ weil noch keine registrierte Marke) hatte dann die Idee, die eBooks doch auf 99ct dauerhaft zu reduzieren. Hier kann ich mich nur nochmal bei ihr bedanken und auch bei den tausenden von Lesern, die meine eBooks inzwischen erreicht haben.

Oktober! Endlich war es soweit, mein neuer Thriller kam in den Handel. Der Start von ALLEINGANG war super. Kaum das meine Eigenexemplare hier ankamen, durfte ich sie alle auch gleich weiterversenden. Was mich als Autor noch dazu sehr freute, waren die ersten Nachfragen nach meinem Sprüche-Kalender, der jetzt immerhin schon im fünften Jahr an meine Fans geht, Tendenz steigend. Auch meine Bücher und vor allem die eBooks erreichen mehr und mehr Leser. Es stellt sich ein schönes Gefühl ein: Erfolgreich sein mit meinen Thrillern. Doch ohne meine Liebe meines Lebens wäre das wohl auch nicht so.

November ist ja eher der graue Monat. Doch so grau war der dieses Jahr gar nicht. Nach wie vor sind wir weit weg von Kälte. Diverse Statistiken beweisen es, 2018 war das wärmste Jahr seit Aufzeichnung der Wetterdaten. Zum baden gehen am See reichen die Temperaturen zwar bei weitem nicht mehr, doch die Überlegung den Wintermantel in Rente zu schicken lag nah.

Dezember. Das musste ja kommen. Wie jedes Jahr das Schlußlicht auf dem Kalender. Die ruhige Zeit kommt und wir überschlagen uns vor Hektik, um dieser auch gerecht zu werden. Weihnachtsmärkte wollen besucht werden, Geschenke angeschafft und Weihnachten selbst liegt so ungünstig nach einem Wochenende, dass die Hamsterkäufe(r) kaum zu bändigen sind. Kurz darauf eilt der Jahreswechsel heran. Ebenso ungünstig nach einem Wochenende gelegen. Ich beneide in diesen Tagen keine Verkäuferin oder Verkäufer, keine Kassiererin oder Kassierer. Szenen, die sich in den Bereichen Obst/Gemüse und den Frischetheken abspielen gleichen einem Terroranschlag.

Ich danke all meinen Lesern, Lesern meiner Bücher, Lesern meines Blogs, für dieses Jahr. Für mich ein Erfolgreiches. Der Blog hat in diesem Jahr mehr Menschen erreicht als in all den Jahren davor. Meine Thriller verbreiten sich ebenso beinahe unaufhörlich. Mein privates Leben fühlt sich besser an, als je zuvor. Was bleibt mir da?

Ich danke euch! Ich danke Brigitte und ihren fantastischen Kindern, ich danke meiner Schwiegermutter in Spee, ich danke meiner Fast-Schwägerin und meinem Fast-Schwager und ich danke ganz besonders meiner Mama. Auch meinen Nachbarn, der zu einem guten Freund wurde, und seiner Familie. Dafür, das sie einfach da sind, wenn man sie braucht. Ja, und ich danke Gott, denn ich glaube.

Bitte bleibt mir auch für 2019 gewogen!

Euer
Marcus Sammet

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Jahresendgeknalle

Aufmerksam verfolge ich auf Facebook diverse Diskussionen über das Silvesterfeuerwerk.
Die armen Hunde.
Die armen Katzen.
Die armen Vögel.
Die armen Eichhörnchen.
Dazu noch die Bemerkungen zum Feinstoff.
Ich vermisse schon fast die „Brot statt Böller“ Anmerkungen.

Alles richtig, keine Frage. Tiere haben Angst, verstehen nicht, was da passiert.
Klar ist auch, dass das Geld auch gespendet werden könnte.
Witzig ist, das VW’s bereits sauberer sein sollen, als Kerzen auf Adventskränzen.

Hat dabei mal wer an Babys und Kleinkinder gedacht? Ich habe noch kein einziges Posting gesehen, in dem darum gebeten wurde auf die Neugeborenen und Minibürger Rücksicht zu nehmen.

Dann diese Feinstaubverteufeler. Kennt da jemand Zahlen über den Anteil an Rauchern und denen?

Hand aufs <3 , wer hat auf Feuerwerk verzichtet und statt dessen gespendet? Wenn, dann haben die meisten doch wohl zusätzlich zum Feuerwerk gespendet um das eigene Gewissen zu beruhigen.

Jahrelang hatte ich einen Garten. In diesem wohnte ein Amselpärchen, Eichhörnchen gingen ein und aus. Igel igelten sich im Laub ein. Nachbars Hunde, Katzen und Hühner lebten friedlich bei ihren Menschen. Ein Silvester nach dem anderen.

Keins der Tiere war am nächsten Morgen tot oder verhaltensgestört. Zeigten sich nicht Selbstmordgefährdet auf der Wiese hinterm Haus einen elektrischen Stuhl oder Galgen aufgebaut.

Je nach Kältegrad waren die Amseln sogar leise zwitschernd zu hören, die Hunde verrichteten auf den diversen Gehwegen ihr Geschäft mit festem Kot, die Katzen putzten sich gelangweilt im Fenster und ließen die Amseln nicht aus den Augen und auch all die anderen gingen zu üblichen Zeiten ihren Routinen nach.

Fakt ist aber auch, das ich mich bei jedem explodierenden Böller erschrecke. Das ich mich im Schlag gestört fühle, besonders weil zahlreiche Vollidioten nicht bis zur Silvesternacht abwarten können und fleißig schon gesetzeswidrig vorher ihr teures Feuerwerk abfackeln.

Apropos abfackeln. Da gibt es sicher auch dieses Jahr wieder einige Häuser die abfackeln werden, inklusive Todesopfer, weil im Wohnraum Böller und ähnliches ausprobiert werden.

So, nun könnt ihr euer Feuerwerk an Kritik an diesem Post abfeuern 😀

Bitte bleibt mir auch 2019 gewogen und kommt gut ins neue Jahr!

Euer

Marcus Sammet

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Kleines Weihnachts-Wunder

Ab und zu geschehen sie, die kleinen Wunder. Angefangen damit, dass ich mich darüber gewundert hatte, ein Paket vor meiner Tür gefunden zu haben, bei dem im Grunde nur der Absender richtig war. Der Empfängername passte nicht zur Adresse. Immerhin wohl die richtige Stadt, gerade noch die richtige Straße. Aber unter diese Hausnummer war der Empfänger nicht zu erkennen. Immerhin hat der Paketbote das auch erkannt und ein „Unbekannt“ neben den Namen des Empfangsberechtigten geschrieben. Da darf man sich schon wundern, was sich der Bote dabei gedacht hat.

Erste Überlegung war, das Paket wieder zur Post zu bringen um es dem Absender wieder zukommen zu lassen. Doch die zweite Überlegung brachte Zweifel an der Ansicht. Denn so kurz vor Weihnachten konnte es gut sein, dass darin ein Geschenk eingepackt war. Somit griff die naheliegende Idee, auf zwei Socialmedia Portalen ein Foto von dem Paket mit lesbaren Empfänger und Absender zu posten.

Was dann zu dem kleinen vorweihnachtlichen Wunder geführt hat. Es dauerte nur wenige Minuten und die ersten Hinweise, wer der Empfänger sein könnte bzw. wo genau diese wohnt, trudelten ein. Nicht ganz eine Stunde später meldeten sich sowohl Empfängerin als auch Absenderin in persönlichen Nachrichten bei mir.

So konnte dank großer Anteilnahme diverser Nutzer der Socialmedia Dienste das Paket am folgenden Tag der richtigen Empfängerin übergeben werden und die darin enthaltenen Geschenke die zu beschenkenden Kinder an Weihnachten glücklich machen.

Vor lauter Dankbarkeit gab es dann auch eine kleine Überraschung für meine Stiefkinder. Letztlich ist es ein Wunder, das ein fehlgeleitetes Paket mehr Kinder als geplant glücklich macht.

Ich wünsche mir mehr von solchen kleinen Wundern im Alltag. Mehr zusammenhalt unter Nachbarn und Menschen überhaupt und weniger Egoismus in der Welt. Vielleicht geschieht ja ein weiteres, großes Wunder und nach den Feiertagen wird wieder mehr an andere als nur an sich selbst gedacht.

Ich wünsche euch allen ein frohes Weihnachtsfest, allen die Weihnachten aus welchen Gründen auch immer nicht feiern besinnliche und hoffentlich freie Tage.

Bitte bleibt mir gewogen!

Euer
Marcus Sammet

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Columbo

Dem einen oder anderen aufmerksamen Blogbesucher bzw. -Leser ist es sicher aufgefallen. Ganz oben im Browser, dort wo die Icons für die Webseite angezeigt werden, winkt euch eine Karikatur von Inspektor Columbo zu. Was hat nun der kauzige Ermittler der Mordkommission Los Angeles mit meinem Blog zu tun?

Im Grunde nur, dass ich ein großer Fan der Fernsehserie war. Auch Peter Falk als Schauspieler hatte es mir sehr angetan. Unter anderem auch in der Komödie „Eine Leiche zum Dessert“. Noch etwas verbindet mich und Columbo. Die Tatsache, dass in der Serie, der Zuschauer von vorn herein wusste, wer der Täter war und gespannt war, wie Columbo diesem auf die Schliche kam. In meinen Büchern ist es nicht anders, auch hier ist schnell bekannt, wer wen meuchelt. Nur das ich keinen kauzigen Inspektor geschaffen habe, der mit viel List und Tücke den Täter zur Strecke bringt. Im Gegenteil, immer wieder ist es dann doch ein eigentlich Böser, der irgendwie für Gerechtigkeit sorgt.

Das meine Leser von Anfang an wissen, wer der Täter ist, ist meine ganz persönliche Hommage an Peter Falk bzw. Columbo. Nicht jeder mag diesen Stil. Das habe ich aus den verschiedensten Rezensionen zu meinen Thrillern lesen können. Doch das sind vergleichbar wenige, denn der Großteil meiner Leser findet daran nichts, was die Spannung bremst.

Peter Falk hat mit Columbo eine Kultfigur geschaffen. Allein der Trenchcoat, den er fast immer trug, die Zigarre und sein schon zu Beginn der Serie alter Peugeot machten den Inspektor zu einer kauzigen, schrulligen Figur. Seine Gegenspieler nahmen ihn nie wirklich ernst, doch er bekam sie alle hinter Schloss und Riegel. Noch etwas zog sich immer wie ein roter Faden durch die Serie. Seine Frau. In jeder Folge erwähnt, doch niemals zu sehen. Es bleibt unklar, ob Columbo wirklich eine Frau hatte oder immer nur so tat, als hätte es sie gegeben. Dieses Rätsel hat Peter Falk letztlich mit sein sein Grab genommen.

Doch das, was den meisten wohl im Gedächtnis blieb, war wohl, dass er immer, kurz bevor er einen möglichen Täter verlies, ja meist sogar von diesem schroff zum gehen aufgefordert wurde, der Satz: „Ach Sir, eine Frage hätte ich da noch!“ Die Zuschauer wussten ab dieser Frage, jetzt hat er seinen Täter. Noch nicht überführt, aber auf den hatte er sich jetzt konzentriert. Es blieb immer bis zuletzt spannend, wie er dann den Täter überführen konnte.

Ich mag diese Art einfach. Schrullig, verschmitzt aber doch hart im Durchsetzen, wenn es darauf ankommt. Understatement, unscheinbar bis es darauf ankommt. Doch dann stark und überlegen, ohne überheblich zu werden. Das hat Columbo für mich immer schon zum Helden aller Mordermittler gemacht.

Wer sind eure Lieblingsermittler? Schreibt es mir unten die die Kommentare, wenn ihr mögt.

Bis dahin, bleibt mir gewogen, auch wenn ich jetzt keine letzte Frage mehr habe!

Euer
Marcus Sammet

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Bilder bilden bildende Kunst?

Kunst ist nicht nur den Gebildeten vorbehalten. Das wissen wir alle, seit vor sehr vielen Jahren Kunstexperten gemalte Bilder gezeigt wurden, die von Affen einfach nur so dahin gepinselt wurden. Hochgelobt wurden diese affigen Bilder obendrein. Mit zu den berühmtesten gehören wohl die von dem Schimpansen „Congo“ gemalten Bilder. Der Spiegel berichtete: Congo

Nun, ich selbst bin eher ein Hobby Amateur, was das Bilden von Bildern betrifft. Dabei bilde ich sie nicht einmal selbst, sondern halte eigentlich nur fest. Früher auf Film, heute digital auf einer Speicherkarte. Hochdotiert und im Auktionshaus ist davon keines zu finden. Es will mich einfach kein Kunstkritiker entdecken. Dabei bin ich doch gar nicht so leicht zu übersehen!

Wie auch immer, bisher habe ich von sehr vielen Lob für meine Langzeitbelichtungen bekommen und auch die gebildeten Bilder der Kleinigkeiten in groß kamen bisher recht gut an. Viele davon sind auf Instagram und insbesondere auf meiner Webseite zu sehen. Anfragen, ob mir dafür jemand viel Geld geben darf, gab es bisher nicht. Vielleicht möchte ja jemand von euch den Anfang machen? – Nein, das war ein Scherz!

Dennoch, beachtet bitte das Urheberrecht. Es ist mir schon klar, dass jedes Bild im Internet irgendwie und irgendwo heruntergeladen werden kann und so auf diversen Endgeräten gespeichert wird.
Seid also so nett und entfernt mein „ © marcus sammet . de „ nicht.

Wenn euch meine gebildeten Bilder gefallen und ihr euch einbilden könntet mir dazu einen Kommentar zu hinterlassen, dann gern unten auf dieser Seite. Ich bin gespannt!

Bitte bleibt mir gewogen!

Euer
Marcus Sammet

 

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Alltäglicher Alltag

Die Ferien in Bayern sind dann jetzt auch vorbei, der alltägliche Alltag kehrt ein. Vorbei die Zeit der Tage, die ganz entspannt anfingen und erst am späten Abend endeten. Tage an denen es egal war, wann etwas erledigt wurde. Immerhin gute sechs Wochen lang.

Ausschlafen, gemütlich frühstücken, den Tag einfach langsamer angehen. Dafür ist ja auch Urlaub gedacht. Die Hektik ablegen. Noch dazu konnten wir uns eine Woche auf der für mich schönsten Insel der Welt verbringen und dort entschleunigen.

Leider mussten mein Schatz und ich früher als das Ferienende und eingeholt hat wieder arbeiten gehen, doch auch das barg einen Vorteil. Die mir inzwischen sehr ans Herz gewachsenen Kinder – eben leider nicht meine eigenen – verbrachten die letzten Tage bei ihrem Vater. Das führte zu einem sehr sanften Einstieg in den Alltag, zu dem auch das wieder arbeiten gehen gehört.

Doch seit heute hat uns der alltägliche Alltag wieder voll im Griff. Früh aufstehen, koordiniert. Traditionell ich zuerst, eine gute Stunde später mein Schatz, die dann auch nach und nach die beiden Kinder aus dem Bett scheucht und für den Gang zur Schule vorbereitet.

Auch im Büro merkt man überall, der Alltag ist zurück. Lange Gesichter weil Montag ist. Lange Gesichter, weil Ferien vorbei sind. Lange Gesichter, weil Alltag ist. Der erste dieser langen Reihe von alltäglichen Alltag Tagen zieht sich natürlich hin. Das tut er nur scheinbar, denn allein der wiederholte Blick auf die Uhr lässt den Tag länger als andere erscheinen.

Endlich Feierabend stellt sich die Frage nach dem, was mit dem Rest des Tages angestellt werden könnte. Viel bleibt da nicht, ab in den Supermarkt um noch ein wenig fürs Abendessen einzukaufen. Heim, auspacken und sich über die Kinder freuen, die noch ganz dringend für den nächsten Schultag Dinge benötigen. Dinge wie Hefte, Umschläge, Schnellhefter. Ich selbst bin dann doch immer wieder verblüfft, das die selben Lehrer, die jedes Jahr den gleichen Unterricht abhalten nicht schon vor Ferienbeginn wissen, was am ersten bzw. zweiten Schultag dringend benötigt wird.

Die Zeit vom Tag reicht sogar noch, um die ebenfalls sehr lieb gewonnene Schwiegermutter mit Leckereien aus dem Schrebergarten zu empfangen. Kaum hat sie uns wieder verlassen, gehts auch schon in die Küche, essen für uns bereiten und anschließend die Küche wieder von schmutzigem Geschirr befreien.

Im Grunde sollte ich genau jetzt, es ist 20 Uhr, ins Bett gehen, damit ich auf einen gesunden Schlafzeitraum von rund 8 Stunden zu kommen. Doch der alltägliche Alltag mag da nicht mitspielen.

Wie sieht es bei euch auch, hat der Alltag euch auch wieder im Griff? Vielleicht verratet ihr mir, wie es euch geht in der Kommentarfunktion.

Bitte bleibt mir trotz Alltag gewogen!

Euer
Marcus Sammet

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Achtung, Werbung!

Dass ich nicht nur hier im Blog schreibe, ist wohl allgemein bekannt. Meine Thriller-Reihe „Sterbe wohl…“ kommt recht gut an und umfasst inzwischen immerhin 5 Bände. Der 6. ist in der Korrektur und wird sicherlich noch dieses Jahr erscheinen. Titel ALLEINGANG.

Mit Büchern ist das wie mit allen anderen Gütern. Sie brauchen Werbung. Ohne Werbung geht nichts voran, schon gar nicht im Verkauf. Es sei denn, man hat ein Monopol auf ein Produkt, ohne das niemand leben kann. Zu meiner Marke „Sterbe wohl…“ kommen uns, meinem mich wirklich mehr als tatkräftig unterstützendem Schatz und mir, immer wieder mal Ideen. Ideen, was zu den Büchern passen könnte. So wie schon seit Jahren der Tischkalender mit böslich makaberen Sprüchen und schon wiederholt eine formschöne Tasse mit Spruch und dem Logo der Thriller-Reihe.

Jetzt gab es letztens ein gutes Angebot zur Herstellung eines Energy-Drinks. Ich konnte einfach nicht widerstehen und habe einige Dosen produzieren lassen. Unter dem Motto „Sterbe wohl…“ Müdigkeit gibt es nun also für kurze Zeit einen zur Buchreihe passenden Energy-Drink. Natürlich ist der von uns auf Geschmack und Wirkung getestet. Erfrischend, belebend und sehr wohlschmeckend! Geschmacklich geht es in die Richtung des Flügelverleihers, jedoch deutlich weniger süß und im Geschmack weniger nach aufgelösten Gummibärchen. Basierend auf einem Molkeprodukt ist die Dose sogar pfandfrei.

Leider kann ich den Drink nur denen anbieten, die hier ganz in der Nähe von mir sind. Anders als bei den Kalendern und Tassen ist der Versand mit 3 Euro doch preislich recht hoch und im Grunde unvertretbar. Jedoch, wer ihn trotzdem zugeschickt haben mag, möge sich bitte bei mir melden.

Seid gespannt, was es bei der nächsten Lesung rund um meine Bücher noch zu erwerben gibt. Verrückte Ideen haben wir von „Sterbe wohl…“ Genug!

Bitte bleibt mir trotz dieser Eigenwerbung gewogen, schaut mal in den Amazonas Buchdschungel nach meinen Büchern, dort gibt es derzeit die e-Books für nur 99ct (ausgenommen ANGERICHTET, den Preis von 2,99 € legte der SWB Verlag fest)

Euer
Marcus Sammet

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Geprüft

Der Horror für mich. Eine Prüfung. Zwei Tage Schulung beim TÜV mit Abschlussprüfung. Danach darf ich mich jetzt elektrotechnische unterwiesene Person nennen und ortveränderliche elektrische Betriebsmittel prüfen. Gut, nichts Weltbewegendes. Doch was über die Folgen von Stromunfällen zu erfahren war, war schon beachtlich. Bisher war mir in der Hauptsache klar: Schalter an – Strom fließt / Schalter aus – Strom sollte nicht mehr fließen. Aber da steckt schon noch einiges mehr hinter. So ein Schalter kann durchaus des Schaltens müde sein und dann sollte eine PE Leitung (nein, erklär ich hier nicht weiter) dafür sorgen, dass die Sicherung den Strom abschaltet.

Sollte. Macht das Teil, das sich RCD nennt, auch bekannt als FI-Sicherung, normal zuverlässig, wenn es nicht ein Billigteil aus China ist. Denn offenbar gibt es davon reichlich auf dem Markt, doch ohne das richtige Innenleben, um Leben auch wirklich retten zu können. Das Ding tut halt so, als würde es so tun, ist aber nichts weiter als ein einfacher ein/aus Schalter. Erschreckend, oder?

Das führt mich zu der Frage, warum millionenfach so ein Mist hergestellt wird. Das ist lebensgefährlich! Der Grund ist leider einfach, weil die in China das können. Noch dazu haben die sich einen Gag einfallen lassen. Es gibt in Europa ein CE Zeichen. Dieses besagt, dass ein elektronisches Teil nach den europaweit geltenden Regeln konform gefertigt und dementsprechend sicher ist. CE pressen auch die Fernöstler auf ihre gefakten Teile. Dürfen die das? Nein, eigentlich nicht. Doch die legen die Abkürzung anders aus und machen munter weiter. Da wird einfach behauptet, das steht für China Export.

Vieles anderes konnte ich aus dem Kurs für mich selbst und natürlich für meinen Arbeitsplatz mitnehmen. Doch ich bin abgeschweift. Der Kurs endete mit einer Prüfung. So eine ist immer ein ziemliches Problem für mich. Prüfungen haben mir das Leben schon immer schwer gemacht. Egal ob einfache Klassenarbeit wie Diktat oder Aufsatz bereits in Grund- und Hauptschule. Auch die Abschlussprüfungen weiterführender Schulen sowie die der Ausbildung nach IHK-Standard. Selbst die, denen ich auf Grund meines eigentlich guten und fundierten Wissens etwas nachhelfen durfte, hatten damals besser abgeschnitten als ich. Meine Prüfungsangst gipfelte bisher in der ersten Führerscheinprüfung. Die hab ich durch rückwärts einparken letzten Endes vollkommen versemmelt. Ich habe es nicht in eine Parklücke geschafft, in der ein 6-jähriger mit verbundenen Augen einen Sattelzug von mindestens 18 Metern Länge leicht eingeparkt hätte. Nun, ich machs kurz, der Fahrlehrer musste tatsächlich für mich bremsen. Beim zweiten Anlauf hingegen lief es perfekt, ganz als würde ich die zweite Gelegenheit benötigen. Einfach, um schon mal gesehen zu haben, wie es läuft und die Prüfer auch nur Menschen sind. Woran ich allerdings nie auch nur eine Sekunde gezweifelt hatte.

Nun, was solls, ich habe die winzig kleine Prüfung heute auch geschafft. Keine Ahnung ob mit gerade eben ausreichender oder voller Punktezahl, das wurde nicht verraten.

Woher diese beständige Prüfungsangst kommt, kann ich leider nicht sagen. Vielleicht einfach die Angst davor, zu versagen, vielleicht einfach weil ich zu sehr daran denke, dass ich geprüft werde und darüber vergesse, was dafür Relevantes in meinem Kopf ist. So genau mag ich das auch gar nicht analysieren (lassen). Dieses Mal hab ich es wieder auf Anhieb geschafft und dass freut mich.

Wie geht ihr mit Prüfungen um? Stressen sie euch? Sind sie egal und lässig erledigt? Ich bin auf eure Kommentare gespannt!

Bitte bleibt mir unprüfend gewogen!

Euer
Marcus Sammet

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Gaffende Raser

Zwei Tage Schulung beim TÜV in der Fuggerstadt Augsburg. Ich gönne mir die Fahrt mit dem Auto dorthin. Einfach um unabhängiger vom meist doch eher schlecht funktionierenden öffentlichen Nahverkehr zu sein. Morgens noch schnell nachgegoogeld wie lang ich bei aktueller Verkehrslage benötigen würde, plante ich noch ein paar Minuten dazu. Frisch und ausgeruht ging die Fahrt los, keine besonderen Vorkommnisse bis ungefähr die Hälfte der Strecke geschafft war.

Dreispurig ging es dahin, im Grunde freie Bahn, wenn da nicht ein Lastzug den vorausfahrenden Laster überholen würde. Mit meinen wohl eher gemütlich zu nennenden 120 km/h war ich immerhin fast 40 km/h schneller und der Überholvorgang dauert so nun wirklich nicht lang. Noch in einiger Entfernung im Rückspiegel nicht mal den Fahrzeugtyp erkennend, sah ich schon die Fernlichter aufflackern. Mir wurscht, bin gut zwei Drittel am überholenden Lastzug vorbei. Erneuter Blick in den Rückspiegel zeigte: Der VW Caddy forderte gefühlte 50 cm hinter mir viel Platz zum Vorbeikommen. So manch einer wird sich jetzt denken, dass 50 cm doch arg nah dran sind. Aber vergesst nicht, im Rückspiegel wirkt manches näher, als es real ist. Dennoch, das Aufblenden hätte der sich inzwischen schenken können, denn die Scheinwerfer waren für mich praktisch nicht mehr sichtbar. Kurz darauf zeigte sich für den Fahrer des Caddy (übrigens einer Augsburger Malerfirma), wie leicht sich Nebelschlussleuchten für Bremslichter gehalten werden können. Kurzes lüften des Gaspedals verstärkte wohl den Schreck, der Abstand wurde ruckartig größer, allerdings begleitet von heftigem Hupen. Längst war ich nun wieder auf der mittleren Spur – übrigens ohne ernsthaft Geschwindigkeit verloren zu haben – zog dieser rasende Maler an mir vorbei und versuchte nun noch einen Kleinkrieg in dem er sich direkt vor meinen Kühler positionierte. Die ganz linke Spur war frei und ich einen Augenblick später neben ihm und tat so, als hätte ich ein Foto von ihm gemacht. Die Handhülle war leer, aber das konnte der sicher nicht erkennen. Dazu verwies ich auf die (leider noch nicht angeschlossene) Kamera unter meinem Innenrückspiegel. Entsetzten Blickes gab er nun doch wieder Vollgas und verschwand in den Jagdgründen der A8.

Der Rest der Hinfahrt verlief angenehm ruhig, die Masse der Fahrer fährt ja doch einigermaßen vernünftig.

Den Schulungsort lebendig und nach wie vor gut gelaunt erreicht, reichte die Zeit noch für einen guten Kaffee und etwas gratis bereitliegendem Obst. Der Tag verging wie im Flug, das Thema der Schulung durchaus interessant. Das letzte Thema für diesen Tag war durch und ich konnte mich auf den Heimweg machen.

Etwas mehr Verkehr als am Vormittag, doch bei weitem noch nicht so, das es ärgerlich verzögernd wäre. Die Autobahn recht fix erreicht und den Tempomat wieder auf gemütliche 120 km/h eingestellt. Der Spritverbrauch liegt da für meinen liebgewonnenen 1999er Benz im Optimalbereich. Beinahe auf selber Höhe der A8 wie auf dem Hinweg, ähnliche Situation. Nur das der von hinten heranschießende ein Mercedes neuerer Bauart mit aggressiv dreinblickenden Front-LED-Leuchten war. Dennoch, wenn ich nun schon mehr als die Hälfte, diesmal zwei Kombis mit Pferdetransportern, vorbei bin, besteht meines Wissens nach, keine Pflicht einem Raser dadurch den Weg frei zu machen, in dem ich selbst Vollgas gebe. Nebenbei, dieser Vollidiot versuchte tatsächlich zuvor noch, links an den Gespännen vorbeizukommen! Weil ihm das wohl nicht gelang, hielt er es wohl für nötig, den Versuch zu wagen, direkt durch meinen Kofferraum zu kommen. Auch dieser musste dann feststellen, wie leicht Nebelschlussleuchten mit Bremslichtern verwechselt werden können. Wobei ich diesmal bereits dabei war, wieder auf den mittleren Fahrstreifen zu wechseln. Jedoch bin ich mir sicher, hätte ich diesen piepsgewaltigen X-Trail, welchen ich auf Mallorca als Leihwagen hatte, mein Eigen nennen dürfen, hätte die hintere Kamera wohl gezeigt, das nur wenige Millimeter zum Crash fehlten. Mir wild mit der Faust drohend, untermalt mit einem sehr taktlosen, unmusikalischem Hupkonzert zog dieser an mir wütend vorbei.

Ja, ich kann euch regelrecht denken hören. Mein Verhalten war auch nicht das Korrekteste. Wobei ich doch anmerken möchte, wenn schon jemand so dicht auffährt, das Nebelschlussleuchten und der im Sekundenbereich liegende Geschwindigkeitsverlust ausreichen, um dem dicht auffahrenden Angst zu machen, dann liegt es wohl eher nicht daran, dass ich zu dicht vorausfahre. Natürlich würde ich solche Aktionen auch dann nicht machen, wenn ich nicht allein im Wagen bin und der rechte Fuß hat direkten Kontakt zum Gaspedal um notfalls ausreichend Schub geben zu können.

Nun, das waren dann mal die rasenden Gaffer. Es gibt aber noch andere. Diejenigen, die unbedingt ganz genau hinsehen wollen müssen, wenn etwas, ganz egal was, geschehen ist. So am Autobahnkreuz A99 / A8. Ziemlicher Rückstau über Kilometer hin. Letztenendes warum? Weil auf dem Pannenstreifen ein auf der Fahrerseite zerbeulter Kleinwagen stand, dahinter ein Lastzug, hinter dem wiederum ein Polizeifahrzeug mit eingeschaltetem Blaulicht stand. Ab Kühlergrill Kleinwagen lief der Verkehr in der Baustelle wieder sehr, wirklich sehr flüssig.

Meine unlieben Gaffer, was bringt es euch? Ihr habt ein zerbeultes Auto gesehen. Mit etwas Hirn könntet ihr euch noch ausmalen, dass dieser Fahrzeugzwerg Kontakt mit dem Riesen der Autobahn hatte. Na und? Nicht euer Problem. Macht es also bitte nicht zu meinem, in dem ihr euch zum Verkehrshindernis macht. Das Gaspedal ist rechts unten, das kann wohl portioniert bis zur erlaubten Höchstgeschwindigkeit getreten werden. Der Blick sollte vorwiegend nach vorn und nicht zur Seite gehen – abgesehen von Überholvorgängen, die drängelfrei vollzogen werden sollten.

Was ist nur los mit euren Köpfen? Ich kann es nicht nachvollziehen oder verstehen.

Ich bin gespannt, was ich morgen auf der Strecke erleben darf und bitte euch

mir bis dahin gewogen zu bleiben!

Euer
Marcus Sammet

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Schieflage

Es gibt Tage, die laufen einfach anders. Anders als erwartet. Das geht dann schon in der Nacht los. Der Harndrang drängt dringender als für einen ausgewogenen Schlaf gut. Also raus aus den Federn und gleich mal den kleinen Zeh an den Bettpfosten zum Kräftemessen geschickt. Wen wundert es, der Zeh gab nach und schickte mir Tränen in die Augen. Mit getrübten Blick in der ohne hin wenig hellen Wohnung gleich noch auf dem Weg zum Bad über einen einsam umherliegenden Schuh gestolpert.

Endlich in der Keramikabteilung der Wohnung angekommen und auf dem für die Erleichterung der Blase vorhergesehen funktionellen Ablassbehältnis platzgenommen (ja, ich mach das immer im Sitzen!), wird für einen Moment wieder alles gut. Der Druck im Unterleib ist weg, auch der Zeh hat das Kräftemessen ohne Bruch überstanden. Etwas vorsichtiger geht es zurück ins Schlafgemach, welches tatsächlich unfallfrei erreicht wird.

Der Morgen graut, der Wecker weckt und das linke Bein krampft. Die Dreifaltigkeit des Bettrauswurfs meldet sich zu Wort. Also gut, was solls, war ja auch geplant. Der Weg ins Bad wurde ohne Unfälle überstanden, was vor dem rasieren und waschen kommt, lasse ich unerwähnt (oder eben doch nicht? 😉 ). Könnte der Tag doch noch gut werden? Sträflich gerade daran zu denken, schon fällt der Rasierer aus der Hand. Selbstverständlich fällt der Rasierkopf ab und versteckt sich irgendwo unter dem Waschtischschränkchen. Gesucht, gefunden, aufgesteckt, gereinigt und weiterrasiert. Glücklich keine groben Verletzungen davon zu tragen das Gesicht wieder abgewaschen und der Tag kann weiter gehen. Frühstück für die Pause vorbereitet, Tasche gepackt und Wetter gecheckt. Die App auf dem Smartphone sagt Regen. Klingt real aber eher nach Sintflut. Was solls, wenn Wasser vom Himmel fällt ist es gut für die Pflanzen und das Auto wird gratis gewaschen. Mich selbst kann ich durch entsprechende Kleidung schützen.

Abmarschbereit fällt der Blick auf die unnachgiebige Uhr. Der Zwiespalt in mir kämpft gegen den inneren Schweinehund, der sich morgens nicht zu schnell bewegen mag. Die Zeit könnte mit etwas Hast gerade noch reichen, um den richtigen Bus zu erwischen. Stimmt, der Schweinehund im Inneren hat gewonnen, der nächste Bus kommt ja bestimmt. Der Wäscheständer klapperte dankbar, dass ihm die Last der getrockneten Sachen genommen wurde und der Rest der Familie wird sich freuen, nur noch in den Schrank sortieren zu müssen. Schnell noch ein kleines Geduldsspiel am Handy gespielt und Zeit wird es, um zur Arbeit zu kommen.

Die Geräusche des herabfallenden Wassers richtig gedeutet, herrschte draußen tatsächlich eine Art Monsun. Egal, Jacke und Hut werden das schon aushalten, dafür sind sie schließlich gemacht. Haben sie auch, brav bis zum Büro. Den Weg dorthin schaffte ich auch nur mit einem beinahe Tauchversuch, als ich fast einen überlaufenden Gulli übersah und gerade noch einen entsprechend großen Schritt darüber hinweg machen konnte.

Der Tag verlief während der Arbeit unspektakulär. Selbst wenn es spektakulär gewesen wäre, dürfte ich wahrscheinlich hier nicht darüber schreiben. Der Weg nach Hause verlief reibungslos, bis auf die Tatsache, der der gut passende Bus gegen einen weniger passenderen getauscht werden musste, doch etwas mehr Bewegung tut dem Körper ja auch gut. Ab jetzt kann es nur noch besser werden. Noch besser, was sonst. Gut, dass die Mülltüte den Eimer unbedingt mit einem großen Tamtam verlassen wollte und sich auf den Fußboden übergab, das lag sicher an der Sollbruchstelle, um den Verbraucher dann und wann daran zu erinnern, doch besser die teuren Produkte als die preiswerten der Supermarkt Eigenmarke zu nehmen. Ob das die Sollbruchstelle wirklich kümmert? Sicher nicht, die fühlt sich an jedem Produkt wohl.

Alles hat ein Ende. Bis auf die Wurst, die ja bekanntlich zwei hat. Aber mit dem Müll ging auch der Tagesmüll bei mir selbst in die Tonne. Der Tag verlief ab diesem Moment wieder rund und wunderbar. Schatz kommt heim und wir machen uns auf, um ein paar entspannte Stunden in einer Therme zu verbringen. Kräftige Wasserdüsen massieren uns und in einem speziellen Teil können wir so richtig abschalten. Leckeres Essen gab es – kleckerfrei – obendrein dort. Hin- und Rückfahrt ohne Stau und Rowdys klingt der Abend bei einer guten Tasse Tee aus.

Auf zum nächsten Tag, der nicht mehr lang auf sich warten lässt.

Bitte bleibt mir gewogen!

Euer
Marcus Sammet

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