Columbo

Dem einen oder anderen aufmerksamen Blogbesucher bzw. -Leser ist es sicher aufgefallen. Ganz oben im Browser, dort wo die Icons für die Webseite angezeigt werden, winkt euch eine Karikatur von Inspektor Columbo zu. Was hat nun der kauzige Ermittler der Mordkommission Los Angeles mit meinem Blog zu tun?

Im Grunde nur, dass ich ein großer Fan der Fernsehserie war. Auch Peter Falk als Schauspieler hatte es mir sehr angetan. Unter anderem auch in der Komödie „Eine Leiche zum Dessert“. Noch etwas verbindet mich und Columbo. Die Tatsache, dass in der Serie, der Zuschauer von vorn herein wusste, wer der Täter war und gespannt war, wie Columbo diesem auf die Schliche kam. In meinen Büchern ist es nicht anders, auch hier ist schnell bekannt, wer wen meuchelt. Nur das ich keinen kauzigen Inspektor geschaffen habe, der mit viel List und Tücke den Täter zur Strecke bringt. Im Gegenteil, immer wieder ist es dann doch ein eigentlich Böser, der irgendwie für Gerechtigkeit sorgt.

Das meine Leser von Anfang an wissen, wer der Täter ist, ist meine ganz persönliche Hommage an Peter Falk bzw. Columbo. Nicht jeder mag diesen Stil. Das habe ich aus den verschiedensten Rezensionen zu meinen Thrillern lesen können. Doch das sind vergleichbar wenige, denn der Großteil meiner Leser findet daran nichts, was die Spannung bremst.

Peter Falk hat mit Columbo eine Kultfigur geschaffen. Allein der Trenchcoat, den er fast immer trug, die Zigarre und sein schon zu Beginn der Serie alter Peugeot machten den Inspektor zu einer kauzigen, schrulligen Figur. Seine Gegenspieler nahmen ihn nie wirklich ernst, doch er bekam sie alle hinter Schloss und Riegel. Noch etwas zog sich immer wie ein roter Faden durch die Serie. Seine Frau. In jeder Folge erwähnt, doch niemals zu sehen. Es bleibt unklar, ob Columbo wirklich eine Frau hatte oder immer nur so tat, als hätte es sie gegeben. Dieses Rätsel hat Peter Falk letztlich mit sein sein Grab genommen.

Doch das, was den meisten wohl im Gedächtnis blieb, war wohl, dass er immer, kurz bevor er einen möglichen Täter verlies, ja meist sogar von diesem schroff zum gehen aufgefordert wurde, der Satz: „Ach Sir, eine Frage hätte ich da noch!“ Die Zuschauer wussten ab dieser Frage, jetzt hat er seinen Täter. Noch nicht überführt, aber auf den hatte er sich jetzt konzentriert. Es blieb immer bis zuletzt spannend, wie er dann den Täter überführen konnte.

Ich mag diese Art einfach. Schrullig, verschmitzt aber doch hart im Durchsetzen, wenn es darauf ankommt. Understatement, unscheinbar bis es darauf ankommt. Doch dann stark und überlegen, ohne überheblich zu werden. Das hat Columbo für mich immer schon zum Helden aller Mordermittler gemacht.

Wer sind eure Lieblingsermittler? Schreibt es mir unten die die Kommentare, wenn ihr mögt.

Bis dahin, bleibt mir gewogen, auch wenn ich jetzt keine letzte Frage mehr habe!

Euer
Marcus Sammet

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Bilder bilden bildende Kunst?

Kunst ist nicht nur den Gebildeten vorbehalten. Das wissen wir alle, seit vor sehr vielen Jahren Kunstexperten gemalte Bilder gezeigt wurden, die von Affen einfach nur so dahin gepinselt wurden. Hochgelobt wurden diese affigen Bilder obendrein. Mit zu den berühmtesten gehören wohl die von dem Schimpansen „Congo“ gemalten Bilder. Der Spiegel berichtete: Congo

Nun, ich selbst bin eher ein Hobby Amateur, was das Bilden von Bildern betrifft. Dabei bilde ich sie nicht einmal selbst, sondern halte eigentlich nur fest. Früher auf Film, heute digital auf einer Speicherkarte. Hochdotiert und im Auktionshaus ist davon keines zu finden. Es will mich einfach kein Kunstkritiker entdecken. Dabei bin ich doch gar nicht so leicht zu übersehen!

Wie auch immer, bisher habe ich von sehr vielen Lob für meine Langzeitbelichtungen bekommen und auch die gebildeten Bilder der Kleinigkeiten in groß kamen bisher recht gut an. Viele davon sind auf Instagram und insbesondere auf meiner Webseite zu sehen. Anfragen, ob mir dafür jemand viel Geld geben darf, gab es bisher nicht. Vielleicht möchte ja jemand von euch den Anfang machen? – Nein, das war ein Scherz!

Dennoch, beachtet bitte das Urheberrecht. Es ist mir schon klar, dass jedes Bild im Internet irgendwie und irgendwo heruntergeladen werden kann und so auf diversen Endgeräten gespeichert wird.
Seid also so nett und entfernt mein „ © marcus sammet . de „ nicht.

Wenn euch meine gebildeten Bilder gefallen und ihr euch einbilden könntet mir dazu einen Kommentar zu hinterlassen, dann gern unten auf dieser Seite. Ich bin gespannt!

Bitte bleibt mir gewogen!

Euer
Marcus Sammet

 

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Alltäglicher Alltag

Die Ferien in Bayern sind dann jetzt auch vorbei, der alltägliche Alltag kehrt ein. Vorbei die Zeit der Tage, die ganz entspannt anfingen und erst am späten Abend endeten. Tage an denen es egal war, wann etwas erledigt wurde. Immerhin gute sechs Wochen lang.

Ausschlafen, gemütlich frühstücken, den Tag einfach langsamer angehen. Dafür ist ja auch Urlaub gedacht. Die Hektik ablegen. Noch dazu konnten wir uns eine Woche auf der für mich schönsten Insel der Welt verbringen und dort entschleunigen.

Leider mussten mein Schatz und ich früher als das Ferienende und eingeholt hat wieder arbeiten gehen, doch auch das barg einen Vorteil. Die mir inzwischen sehr ans Herz gewachsenen Kinder – eben leider nicht meine eigenen – verbrachten die letzten Tage bei ihrem Vater. Das führte zu einem sehr sanften Einstieg in den Alltag, zu dem auch das wieder arbeiten gehen gehört.

Doch seit heute hat uns der alltägliche Alltag wieder voll im Griff. Früh aufstehen, koordiniert. Traditionell ich zuerst, eine gute Stunde später mein Schatz, die dann auch nach und nach die beiden Kinder aus dem Bett scheucht und für den Gang zur Schule vorbereitet.

Auch im Büro merkt man überall, der Alltag ist zurück. Lange Gesichter weil Montag ist. Lange Gesichter, weil Ferien vorbei sind. Lange Gesichter, weil Alltag ist. Der erste dieser langen Reihe von alltäglichen Alltag Tagen zieht sich natürlich hin. Das tut er nur scheinbar, denn allein der wiederholte Blick auf die Uhr lässt den Tag länger als andere erscheinen.

Endlich Feierabend stellt sich die Frage nach dem, was mit dem Rest des Tages angestellt werden könnte. Viel bleibt da nicht, ab in den Supermarkt um noch ein wenig fürs Abendessen einzukaufen. Heim, auspacken und sich über die Kinder freuen, die noch ganz dringend für den nächsten Schultag Dinge benötigen. Dinge wie Hefte, Umschläge, Schnellhefter. Ich selbst bin dann doch immer wieder verblüfft, das die selben Lehrer, die jedes Jahr den gleichen Unterricht abhalten nicht schon vor Ferienbeginn wissen, was am ersten bzw. zweiten Schultag dringend benötigt wird.

Die Zeit vom Tag reicht sogar noch, um die ebenfalls sehr lieb gewonnene Schwiegermutter mit Leckereien aus dem Schrebergarten zu empfangen. Kaum hat sie uns wieder verlassen, gehts auch schon in die Küche, essen für uns bereiten und anschließend die Küche wieder von schmutzigem Geschirr befreien.

Im Grunde sollte ich genau jetzt, es ist 20 Uhr, ins Bett gehen, damit ich auf einen gesunden Schlafzeitraum von rund 8 Stunden zu kommen. Doch der alltägliche Alltag mag da nicht mitspielen.

Wie sieht es bei euch auch, hat der Alltag euch auch wieder im Griff? Vielleicht verratet ihr mir, wie es euch geht in der Kommentarfunktion.

Bitte bleibt mir trotz Alltag gewogen!

Euer
Marcus Sammet

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Achtung, Werbung!

Dass ich nicht nur hier im Blog schreibe, ist wohl allgemein bekannt. Meine Thriller-Reihe „Sterbe wohl…“ kommt recht gut an und umfasst inzwischen immerhin 5 Bände. Der 6. ist in der Korrektur und wird sicherlich noch dieses Jahr erscheinen. Titel ALLEINGANG.

Mit Büchern ist das wie mit allen anderen Gütern. Sie brauchen Werbung. Ohne Werbung geht nichts voran, schon gar nicht im Verkauf. Es sei denn, man hat ein Monopol auf ein Produkt, ohne das niemand leben kann. Zu meiner Marke „Sterbe wohl…“ kommen uns, meinem mich wirklich mehr als tatkräftig unterstützendem Schatz und mir, immer wieder mal Ideen. Ideen, was zu den Büchern passen könnte. So wie schon seit Jahren der Tischkalender mit böslich makaberen Sprüchen und schon wiederholt eine formschöne Tasse mit Spruch und dem Logo der Thriller-Reihe.

Jetzt gab es letztens ein gutes Angebot zur Herstellung eines Energy-Drinks. Ich konnte einfach nicht widerstehen und habe einige Dosen produzieren lassen. Unter dem Motto „Sterbe wohl…“ Müdigkeit gibt es nun also für kurze Zeit einen zur Buchreihe passenden Energy-Drink. Natürlich ist der von uns auf Geschmack und Wirkung getestet. Erfrischend, belebend und sehr wohlschmeckend! Geschmacklich geht es in die Richtung des Flügelverleihers, jedoch deutlich weniger süß und im Geschmack weniger nach aufgelösten Gummibärchen. Basierend auf einem Molkeprodukt ist die Dose sogar pfandfrei.

Leider kann ich den Drink nur denen anbieten, die hier ganz in der Nähe von mir sind. Anders als bei den Kalendern und Tassen ist der Versand mit 3 Euro doch preislich recht hoch und im Grunde unvertretbar. Jedoch, wer ihn trotzdem zugeschickt haben mag, möge sich bitte bei mir melden.

Seid gespannt, was es bei der nächsten Lesung rund um meine Bücher noch zu erwerben gibt. Verrückte Ideen haben wir von „Sterbe wohl…“ Genug!

Bitte bleibt mir trotz dieser Eigenwerbung gewogen, schaut mal in den Amazonas Buchdschungel nach meinen Büchern, dort gibt es derzeit die e-Books für nur 99ct (ausgenommen ANGERICHTET, den Preis von 2,99 € legte der SWB Verlag fest)

Euer
Marcus Sammet

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Geprüft

Der Horror für mich. Eine Prüfung. Zwei Tage Schulung beim TÜV mit Abschlussprüfung. Danach darf ich mich jetzt elektrotechnische unterwiesene Person nennen und ortveränderliche elektrische Betriebsmittel prüfen. Gut, nichts Weltbewegendes. Doch was über die Folgen von Stromunfällen zu erfahren war, war schon beachtlich. Bisher war mir in der Hauptsache klar: Schalter an – Strom fließt / Schalter aus – Strom sollte nicht mehr fließen. Aber da steckt schon noch einiges mehr hinter. So ein Schalter kann durchaus des Schaltens müde sein und dann sollte eine PE Leitung (nein, erklär ich hier nicht weiter) dafür sorgen, dass die Sicherung den Strom abschaltet.

Sollte. Macht das Teil, das sich RCD nennt, auch bekannt als FI-Sicherung, normal zuverlässig, wenn es nicht ein Billigteil aus China ist. Denn offenbar gibt es davon reichlich auf dem Markt, doch ohne das richtige Innenleben, um Leben auch wirklich retten zu können. Das Ding tut halt so, als würde es so tun, ist aber nichts weiter als ein einfacher ein/aus Schalter. Erschreckend, oder?

Das führt mich zu der Frage, warum millionenfach so ein Mist hergestellt wird. Das ist lebensgefährlich! Der Grund ist leider einfach, weil die in China das können. Noch dazu haben die sich einen Gag einfallen lassen. Es gibt in Europa ein CE Zeichen. Dieses besagt, dass ein elektronisches Teil nach den europaweit geltenden Regeln konform gefertigt und dementsprechend sicher ist. CE pressen auch die Fernöstler auf ihre gefakten Teile. Dürfen die das? Nein, eigentlich nicht. Doch die legen die Abkürzung anders aus und machen munter weiter. Da wird einfach behauptet, das steht für China Export.

Vieles anderes konnte ich aus dem Kurs für mich selbst und natürlich für meinen Arbeitsplatz mitnehmen. Doch ich bin abgeschweift. Der Kurs endete mit einer Prüfung. So eine ist immer ein ziemliches Problem für mich. Prüfungen haben mir das Leben schon immer schwer gemacht. Egal ob einfache Klassenarbeit wie Diktat oder Aufsatz bereits in Grund- und Hauptschule. Auch die Abschlussprüfungen weiterführender Schulen sowie die der Ausbildung nach IHK-Standard. Selbst die, denen ich auf Grund meines eigentlich guten und fundierten Wissens etwas nachhelfen durfte, hatten damals besser abgeschnitten als ich. Meine Prüfungsangst gipfelte bisher in der ersten Führerscheinprüfung. Die hab ich durch rückwärts einparken letzten Endes vollkommen versemmelt. Ich habe es nicht in eine Parklücke geschafft, in der ein 6-jähriger mit verbundenen Augen einen Sattelzug von mindestens 18 Metern Länge leicht eingeparkt hätte. Nun, ich machs kurz, der Fahrlehrer musste tatsächlich für mich bremsen. Beim zweiten Anlauf hingegen lief es perfekt, ganz als würde ich die zweite Gelegenheit benötigen. Einfach, um schon mal gesehen zu haben, wie es läuft und die Prüfer auch nur Menschen sind. Woran ich allerdings nie auch nur eine Sekunde gezweifelt hatte.

Nun, was solls, ich habe die winzig kleine Prüfung heute auch geschafft. Keine Ahnung ob mit gerade eben ausreichender oder voller Punktezahl, das wurde nicht verraten.

Woher diese beständige Prüfungsangst kommt, kann ich leider nicht sagen. Vielleicht einfach die Angst davor, zu versagen, vielleicht einfach weil ich zu sehr daran denke, dass ich geprüft werde und darüber vergesse, was dafür Relevantes in meinem Kopf ist. So genau mag ich das auch gar nicht analysieren (lassen). Dieses Mal hab ich es wieder auf Anhieb geschafft und dass freut mich.

Wie geht ihr mit Prüfungen um? Stressen sie euch? Sind sie egal und lässig erledigt? Ich bin auf eure Kommentare gespannt!

Bitte bleibt mir unprüfend gewogen!

Euer
Marcus Sammet

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Gaffende Raser

Zwei Tage Schulung beim TÜV in der Fuggerstadt Augsburg. Ich gönne mir die Fahrt mit dem Auto dorthin. Einfach um unabhängiger vom meist doch eher schlecht funktionierenden öffentlichen Nahverkehr zu sein. Morgens noch schnell nachgegoogeld wie lang ich bei aktueller Verkehrslage benötigen würde, plante ich noch ein paar Minuten dazu. Frisch und ausgeruht ging die Fahrt los, keine besonderen Vorkommnisse bis ungefähr die Hälfte der Strecke geschafft war.

Dreispurig ging es dahin, im Grunde freie Bahn, wenn da nicht ein Lastzug den vorausfahrenden Laster überholen würde. Mit meinen wohl eher gemütlich zu nennenden 120 km/h war ich immerhin fast 40 km/h schneller und der Überholvorgang dauert so nun wirklich nicht lang. Noch in einiger Entfernung im Rückspiegel nicht mal den Fahrzeugtyp erkennend, sah ich schon die Fernlichter aufflackern. Mir wurscht, bin gut zwei Drittel am überholenden Lastzug vorbei. Erneuter Blick in den Rückspiegel zeigte: Der VW Caddy forderte gefühlte 50 cm hinter mir viel Platz zum Vorbeikommen. So manch einer wird sich jetzt denken, dass 50 cm doch arg nah dran sind. Aber vergesst nicht, im Rückspiegel wirkt manches näher, als es real ist. Dennoch, das Aufblenden hätte der sich inzwischen schenken können, denn die Scheinwerfer waren für mich praktisch nicht mehr sichtbar. Kurz darauf zeigte sich für den Fahrer des Caddy (übrigens einer Augsburger Malerfirma), wie leicht sich Nebelschlussleuchten für Bremslichter gehalten werden können. Kurzes lüften des Gaspedals verstärkte wohl den Schreck, der Abstand wurde ruckartig größer, allerdings begleitet von heftigem Hupen. Längst war ich nun wieder auf der mittleren Spur – übrigens ohne ernsthaft Geschwindigkeit verloren zu haben – zog dieser rasende Maler an mir vorbei und versuchte nun noch einen Kleinkrieg in dem er sich direkt vor meinen Kühler positionierte. Die ganz linke Spur war frei und ich einen Augenblick später neben ihm und tat so, als hätte ich ein Foto von ihm gemacht. Die Handhülle war leer, aber das konnte der sicher nicht erkennen. Dazu verwies ich auf die (leider noch nicht angeschlossene) Kamera unter meinem Innenrückspiegel. Entsetzten Blickes gab er nun doch wieder Vollgas und verschwand in den Jagdgründen der A8.

Der Rest der Hinfahrt verlief angenehm ruhig, die Masse der Fahrer fährt ja doch einigermaßen vernünftig.

Den Schulungsort lebendig und nach wie vor gut gelaunt erreicht, reichte die Zeit noch für einen guten Kaffee und etwas gratis bereitliegendem Obst. Der Tag verging wie im Flug, das Thema der Schulung durchaus interessant. Das letzte Thema für diesen Tag war durch und ich konnte mich auf den Heimweg machen.

Etwas mehr Verkehr als am Vormittag, doch bei weitem noch nicht so, das es ärgerlich verzögernd wäre. Die Autobahn recht fix erreicht und den Tempomat wieder auf gemütliche 120 km/h eingestellt. Der Spritverbrauch liegt da für meinen liebgewonnenen 1999er Benz im Optimalbereich. Beinahe auf selber Höhe der A8 wie auf dem Hinweg, ähnliche Situation. Nur das der von hinten heranschießende ein Mercedes neuerer Bauart mit aggressiv dreinblickenden Front-LED-Leuchten war. Dennoch, wenn ich nun schon mehr als die Hälfte, diesmal zwei Kombis mit Pferdetransportern, vorbei bin, besteht meines Wissens nach, keine Pflicht einem Raser dadurch den Weg frei zu machen, in dem ich selbst Vollgas gebe. Nebenbei, dieser Vollidiot versuchte tatsächlich zuvor noch, links an den Gespännen vorbeizukommen! Weil ihm das wohl nicht gelang, hielt er es wohl für nötig, den Versuch zu wagen, direkt durch meinen Kofferraum zu kommen. Auch dieser musste dann feststellen, wie leicht Nebelschlussleuchten mit Bremslichtern verwechselt werden können. Wobei ich diesmal bereits dabei war, wieder auf den mittleren Fahrstreifen zu wechseln. Jedoch bin ich mir sicher, hätte ich diesen piepsgewaltigen X-Trail, welchen ich auf Mallorca als Leihwagen hatte, mein Eigen nennen dürfen, hätte die hintere Kamera wohl gezeigt, das nur wenige Millimeter zum Crash fehlten. Mir wild mit der Faust drohend, untermalt mit einem sehr taktlosen, unmusikalischem Hupkonzert zog dieser an mir wütend vorbei.

Ja, ich kann euch regelrecht denken hören. Mein Verhalten war auch nicht das Korrekteste. Wobei ich doch anmerken möchte, wenn schon jemand so dicht auffährt, das Nebelschlussleuchten und der im Sekundenbereich liegende Geschwindigkeitsverlust ausreichen, um dem dicht auffahrenden Angst zu machen, dann liegt es wohl eher nicht daran, dass ich zu dicht vorausfahre. Natürlich würde ich solche Aktionen auch dann nicht machen, wenn ich nicht allein im Wagen bin und der rechte Fuß hat direkten Kontakt zum Gaspedal um notfalls ausreichend Schub geben zu können.

Nun, das waren dann mal die rasenden Gaffer. Es gibt aber noch andere. Diejenigen, die unbedingt ganz genau hinsehen wollen müssen, wenn etwas, ganz egal was, geschehen ist. So am Autobahnkreuz A99 / A8. Ziemlicher Rückstau über Kilometer hin. Letztenendes warum? Weil auf dem Pannenstreifen ein auf der Fahrerseite zerbeulter Kleinwagen stand, dahinter ein Lastzug, hinter dem wiederum ein Polizeifahrzeug mit eingeschaltetem Blaulicht stand. Ab Kühlergrill Kleinwagen lief der Verkehr in der Baustelle wieder sehr, wirklich sehr flüssig.

Meine unlieben Gaffer, was bringt es euch? Ihr habt ein zerbeultes Auto gesehen. Mit etwas Hirn könntet ihr euch noch ausmalen, dass dieser Fahrzeugzwerg Kontakt mit dem Riesen der Autobahn hatte. Na und? Nicht euer Problem. Macht es also bitte nicht zu meinem, in dem ihr euch zum Verkehrshindernis macht. Das Gaspedal ist rechts unten, das kann wohl portioniert bis zur erlaubten Höchstgeschwindigkeit getreten werden. Der Blick sollte vorwiegend nach vorn und nicht zur Seite gehen – abgesehen von Überholvorgängen, die drängelfrei vollzogen werden sollten.

Was ist nur los mit euren Köpfen? Ich kann es nicht nachvollziehen oder verstehen.

Ich bin gespannt, was ich morgen auf der Strecke erleben darf und bitte euch

mir bis dahin gewogen zu bleiben!

Euer
Marcus Sammet

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Schieflage

Es gibt Tage, die laufen einfach anders. Anders als erwartet. Das geht dann schon in der Nacht los. Der Harndrang drängt dringender als für einen ausgewogenen Schlaf gut. Also raus aus den Federn und gleich mal den kleinen Zeh an den Bettpfosten zum Kräftemessen geschickt. Wen wundert es, der Zeh gab nach und schickte mir Tränen in die Augen. Mit getrübten Blick in der ohne hin wenig hellen Wohnung gleich noch auf dem Weg zum Bad über einen einsam umherliegenden Schuh gestolpert.

Endlich in der Keramikabteilung der Wohnung angekommen und auf dem für die Erleichterung der Blase vorhergesehen funktionellen Ablassbehältnis platzgenommen (ja, ich mach das immer im Sitzen!), wird für einen Moment wieder alles gut. Der Druck im Unterleib ist weg, auch der Zeh hat das Kräftemessen ohne Bruch überstanden. Etwas vorsichtiger geht es zurück ins Schlafgemach, welches tatsächlich unfallfrei erreicht wird.

Der Morgen graut, der Wecker weckt und das linke Bein krampft. Die Dreifaltigkeit des Bettrauswurfs meldet sich zu Wort. Also gut, was solls, war ja auch geplant. Der Weg ins Bad wurde ohne Unfälle überstanden, was vor dem rasieren und waschen kommt, lasse ich unerwähnt (oder eben doch nicht? 😉 ). Könnte der Tag doch noch gut werden? Sträflich gerade daran zu denken, schon fällt der Rasierer aus der Hand. Selbstverständlich fällt der Rasierkopf ab und versteckt sich irgendwo unter dem Waschtischschränkchen. Gesucht, gefunden, aufgesteckt, gereinigt und weiterrasiert. Glücklich keine groben Verletzungen davon zu tragen das Gesicht wieder abgewaschen und der Tag kann weiter gehen. Frühstück für die Pause vorbereitet, Tasche gepackt und Wetter gecheckt. Die App auf dem Smartphone sagt Regen. Klingt real aber eher nach Sintflut. Was solls, wenn Wasser vom Himmel fällt ist es gut für die Pflanzen und das Auto wird gratis gewaschen. Mich selbst kann ich durch entsprechende Kleidung schützen.

Abmarschbereit fällt der Blick auf die unnachgiebige Uhr. Der Zwiespalt in mir kämpft gegen den inneren Schweinehund, der sich morgens nicht zu schnell bewegen mag. Die Zeit könnte mit etwas Hast gerade noch reichen, um den richtigen Bus zu erwischen. Stimmt, der Schweinehund im Inneren hat gewonnen, der nächste Bus kommt ja bestimmt. Der Wäscheständer klapperte dankbar, dass ihm die Last der getrockneten Sachen genommen wurde und der Rest der Familie wird sich freuen, nur noch in den Schrank sortieren zu müssen. Schnell noch ein kleines Geduldsspiel am Handy gespielt und Zeit wird es, um zur Arbeit zu kommen.

Die Geräusche des herabfallenden Wassers richtig gedeutet, herrschte draußen tatsächlich eine Art Monsun. Egal, Jacke und Hut werden das schon aushalten, dafür sind sie schließlich gemacht. Haben sie auch, brav bis zum Büro. Den Weg dorthin schaffte ich auch nur mit einem beinahe Tauchversuch, als ich fast einen überlaufenden Gulli übersah und gerade noch einen entsprechend großen Schritt darüber hinweg machen konnte.

Der Tag verlief während der Arbeit unspektakulär. Selbst wenn es spektakulär gewesen wäre, dürfte ich wahrscheinlich hier nicht darüber schreiben. Der Weg nach Hause verlief reibungslos, bis auf die Tatsache, der der gut passende Bus gegen einen weniger passenderen getauscht werden musste, doch etwas mehr Bewegung tut dem Körper ja auch gut. Ab jetzt kann es nur noch besser werden. Noch besser, was sonst. Gut, dass die Mülltüte den Eimer unbedingt mit einem großen Tamtam verlassen wollte und sich auf den Fußboden übergab, das lag sicher an der Sollbruchstelle, um den Verbraucher dann und wann daran zu erinnern, doch besser die teuren Produkte als die preiswerten der Supermarkt Eigenmarke zu nehmen. Ob das die Sollbruchstelle wirklich kümmert? Sicher nicht, die fühlt sich an jedem Produkt wohl.

Alles hat ein Ende. Bis auf die Wurst, die ja bekanntlich zwei hat. Aber mit dem Müll ging auch der Tagesmüll bei mir selbst in die Tonne. Der Tag verlief ab diesem Moment wieder rund und wunderbar. Schatz kommt heim und wir machen uns auf, um ein paar entspannte Stunden in einer Therme zu verbringen. Kräftige Wasserdüsen massieren uns und in einem speziellen Teil können wir so richtig abschalten. Leckeres Essen gab es – kleckerfrei – obendrein dort. Hin- und Rückfahrt ohne Stau und Rowdys klingt der Abend bei einer guten Tasse Tee aus.

Auf zum nächsten Tag, der nicht mehr lang auf sich warten lässt.

Bitte bleibt mir gewogen!

Euer
Marcus Sammet

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GNSN – wie bitte?

Ja, 25 Jahre gibt es wohl jetzt GZSZ, also „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ auf RTL und vor kurzem ist der Nachbar schlechthin, Hans Beimer aus der Lindenstraße (Hans Joachim Luger – übrigens ein wirklich guter Schauspieler, besonders nicht als Vater Beimer) verstorben.

Will ich also auflösen: Gute Nachbarn, schlechte Nachbarn = GNSN

Oft leben sie dicht beisammen, die Nachbarn. Die guten, wie die schlechten. Ist hier bei mir nicht anders. Glücklicherweise sind die guten im Haus vereint, die schlechten sind rings herum auf die Nachbarhäuser verteilt. Wohldosiert glücklicherweise. Die guten Nachbarn sind mehr als nur Nachbarn geworden. Mitfühlend, mitteilend, mitleidend wuchs allmählich die eine Freundschaft heran, die ich nicht mehr vermissen möchte.

Aber auch die schlechten Nachbarn haben ihre Daseinsberechtigung. Mit wem sollte man sonst über die Hecke weg über zu viel Kinderlärm diskutieren? Oder über das faulende Fallobst auf dem Garagendach? So einen grantligen Griesgram als Nachbarn zu haben ist doch letztlich lustig. Auch wenn die Sprüche von hinter der Hecke derb und unverschämt sind. Ärgern sie anfangs mächtig, allein wegen der dahinter steckenden Aussage, so sorgen sie dann alsbald doch für sehr viel Lästerei und Lacher. Natürlich gemeinsam mit dem guten Nachbarn bei einem Schüsselchen Sangria auf der Terrasse während einer lauen Sommernacht. Ihr werdet es kaum glauben, unkommentiert vom schlechten Nachbarn.

Selbst der geliebten Fast-Schwiegermutter wollte der schlechte Nachbar den Mund verbieten. Allerdings hatte dieser vergessen, kurz zuvor selbst mehr Lärm als notwendig zu machen, in dem er alte Schuppentüren mit zentrifugalem Schwung zuschlug. Meinen Konter auf die lautlose Unterhaltung unsererseits kam sicher an, blieb aber wiederum unbeantwortet. Allerdings meinte ich ein leichtes, leises Lachen aus der Richtung des guten Nachbarn zu vernehmen. Genaugenommen würde mir glatt was fehlen, wenn der Schlechte nicht mehr wäre.

Dennoch, die Guten sind mir lieber. Gut ist einfach positiv. Gleich ums Garteneck ist er da. Immer. Immer mit offenem Ohr für Sorgen, Probleme und kleinen Reparaturen. Viel zu selten kann ich mich dafür bei ihm revanchieren. Was übrigens nicht einmal erwartet wird. Da macht es umso herzlicher, doch auch schwierig, denn nur ein einfaches „Danke“ als Wort scheint oftmals zu wenig. Allerdings, wie bedankt man sich materiell bei jemandem, der sich alles gönnt, sobald ihm danach ist? Eine schwierige Geschichte, die ich noch lösen muss.

Es gibt auch über uns einen guten Nachbarn. Da hat es etwas länger gedauert, bis der Funke übersprang. Ein beachtenswerter, älterer Herr, beinahe aber lebendiger als ich selbst. Bester Papierfliegerbauer, den ich und die Kinder kennen, versorgt uns immer wieder mal mit leckerstem selbstgebackenem Kuchen. Inzwischen gibt es viel mehr, als nur sogenannte Tür-und-Angel Gespräche. Wir leiden mit ihm, wenn seine Gesundheit schwächelt, lachen mit ihm über seine Anekdoten über seine Krankheiten.

Gute Nachbarn, schlechte Nachbarn. Wieder mal so eine Ying und Yang Sache. Das Gute geht einfach nicht ohne das Schlechte. Hauptsache ausgewogen und der Humor bleibt nicht auf der Strecke.

Vermissen möchte ich persönlich beide nicht.

Wie siehts bei euch aus? Mehr von den Guten? Mehr von den Schlechten? Kampf oder Gloria? Schreibt es mir bitte in die Kommentare.

Bis dahin bleibt mir bitte gewogen!

Euer
Marcus Sammet

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Das L in Montag

Steht für Lebenslust, ganz klar, oder?

Wie auch immer ihr die einzelnen Buchstaben als Abkürzung seht, der Montag behält seinen Schrecken als Wochenendkiller.
M – Müde
O – ohne Antrieb
N – nutzlos
T – Tag kann weg
A – Abend bitte komme
G – ganze Woche noch vor mir

Das L? Klar, Lebenslust und -freude! Seht es doch mal so, wäre der Montag nicht, käme auch nicht das nächste Wochenende. Abgesehen davon, es sind doch nur ein paar Stunden, die mit arbeiten verbracht werden müssen. Macht das Beste draus! Der Feierabend kommt bestimmt, der erste Tag der Woche ist damit erledigt. Montag ist doch toll, denn der Tag ist ziemlich schnell abgehakt.

Nehmt Schwung auf, macht euch einen wunderbaren Montag Nachmittag. Nutzt den eher ruhigen Tag für Einkäufe. Der Wochenendandrang ist vorbei, die Regale aufgefüllt, Sonderangebote möglicherweise noch oder wieder erhältlich. Nehmt euch Zeit für Familie und Freunde, verwöhnt euren Schatz!
So beflügelt gehts dann auch gleich nach der – vielleicht zu kurzen – Nacht in den Dienstag. Der ist der kleine Bruder vom Montag, aber hat nicht mehr so viel Schrecken in sich. Doch was soll das Gejammer, auch der Tag geht vorbei. Dauert nicht länger als ein Montag, sicher auch nicht kürzer als ein Mittwoch. Letzterer kommt bestimmt und schon haben wir was zu feiern: Das Bergfest! Wir sind mit dem Mittwoch Feierabend über den Berg, es geht Richtung Wochenende. Nur noch zwei Tage für viele für uns, die im Büro arbeiten, vor der Brust. Klar, auf zum Mittwoch-Feierabend-Feiern!
Doch was kommt? Der Donnerstag. Vermutlich wohl, weils im Kopf nach der Feierei am Mittwoch noch donnert. Trotzdem, wer verachtet den Donnerstag? Hab ich noch nichts von gehört. Dann der Trugschluss: Freitag. Ist doch gar nicht frei. Schon gar nicht der ganze Tag. Sicher ein Schreibfehler, sollte ursprünglich bestimmt Freutag heißen, denn wir freuen uns wohl alle auf das Wochenende.

Ruck zuck ist also die Woche rum und die nächsten zwei freien Tage werden genossen. Aber mal ehrlich, Wochenende und keine Arbeit? Da ist so viel über die Woche wegen der üblen Arbeitswoche liegengeblieben. Wäsche muss gewaschen, Einkäufe erledigt, Wohnung geputzt, Besuch empfangen, Auto gewartet und gesäubert, Kontakte gehören gepflegt und dann schon der spätnachmittagliche Stress zwecks der Abendgestaltung. Feiern gehen? Kino? Gemütlicher Abend daheim mit dem Schatz oder der ganzen Familie? Meist wird es spät, am kostbaren Sonntag wird ausgeschlafen und möglicherweise erst am Mittag aus dem Bett gekrochen.
Was bleiben? Wenige Stunden bis der Schrecken naht: MONTAG! Etwas Pflege für den Körper, Essen gehen oder selbst zubereiten, Kleiderschrank kontrollieren, ob was brauchbares an Kleidung für die Arbeitswoche parat ist. Schneller als erwartet kommt die Tatort-Zeit, der Abend vor dem Fernseher verbracht. Mörder ist gefasst, die Welt ist gerettet und der Blick auf die Uhr sagt: Gute zwei Stunden und es ist Montag!

Hat der wirklich so viel Schrecken? Wir versuchen doch alle möglichst lang zu schlafen, also so spät wie nötig aufzustehen. Eher langsam, weil missmütig bereiten wir uns auf den Tag vor, hetzen sicher nicht zur Arbeit. Dort angekommen ist es doch herrlich ruhig, jeder hält seine Klappe, keiner nervt mit großer Kommunikationsfreude. Die ersten dringenden Arbeitsaufträge kommen spät, jeder nimmt auf den andren Rücksicht. Warum? Weil alle an der gleichen Krankheit leiden: Montag.

Also doch ein Tag mit Lebensfreude, denn der Tag ist der Tag, an dem wir wirklich was schaffen können. Der Feierabend kann besser genutzt werden, als der, der folgenden Tage.

Bitte nehmt mich nicht immer ernst, auch ich habe heute Montag!

Bleibt mir gewogen und bis demnächst in diesem Blog

Euer
Marcus Sammet

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Tempus fugit

Doch was kümmert es die Schnecke.

Tempus fugit, eine lateinische Phrase, die für „Die Zeit flieht“ steht. Fragt sich, wohin sie flieht. Zeit kann ja eigentlich nicht fliehen und wenn dann nur nach vorn. Oder könnte sie einem tatsächlich weglaufen?

So manchesmal hat wahrscheinlich ein Jeder diesen Eindruck schon gehabt, die Zeit läuft vor einem davon. Sie es auf dem Weg zur Arbeit, bei der so gerade eben der passende Bus nicht erreicht wurde oder der Urlaub, dessen Zeit scheinbar zum Ende hin immer schneller zu vergehen scheint. Zeit flieht? Der Blick auf die Uhr zeigt, das die Sekunden deswegen nicht schneller vergehen. Tick Tick Tick… es bleibt, wie es ist, eine Sekunde ist eine Sekunde.

Wohin flieht also unsere Zeit? In unsere eigene Unruhe, so meine Interpretation. Wir selbst sind es, die eine gewisse Menge an Zeit mit etwas zu Erledigendes füllen wollen. Leicht wird aus einem „das mach ich mal eben“ doch mehr Zeitaufwand, als „mal eben“ suggerieren wollte. Da reichen schon kleine Verzögerungen und schon flieht die Zeit dahin, weil ein feststehender Zeitpunkt für etwas anderes immer näher rückt. Langsam, sekundenweise, doch unaufhörlich, unausweichlich.

Zeit drückt. Drückt die Stimmung. Drückt Stress aus. Drück auch Ruhe aus. Wie und wann, bestimmen dann doch letzten Endes wir ganz allein. Zeit ist nicht veränderbar, doch wie wir damit umgehen schon. Natürlich gibt es feste Zeiten, zu denen wir irgendwie, irgendwas, irgendwo angebunden sind; die es einzuhalten gilt. Allein als Arbeitnehmer schon. Wer nicht flexible Arbeitszeiten hat, der hat schon für den Arbeitsbeginn einen zeitlichen Fixpunkt. Auch in der Freizeit gibt es einiges, was einfach Zeitpunkte vorschreibt, allein der Kinofilm schon, der zu einem bestimmten Zeitpunkt startet.

Ein Rezept, wie perfekt mit seiner Zeit umgegangen werden kann, kann ich hier auch nicht geben. Ich persönlich habe meinen täglichen Zeitplan, ob er mir gefällt oder nicht, steht leider nicht zu Diskussion.

Aber was kümmert es die Schnecke. Diesen Gedanken hatte ich heute Morgen beim Blick durch die Tür zur Terrasse. Unbekümmert von regnerischem Wetter schlich sie über die Regenrinne zum Haus hin. Ihre Fühler weit vorrausgestreckt, irgendwie grinsend wirkend über die Freude, in absehbarer Zeit ihr Ziel zu erreichen. Dies lies mich daran denken, das Zeit doch eigentlich egal ist. Sie vergeht, egal was ich tue. Warum also nicht, ganz wie die Schnecke, die Zeit genießen, die mir auf dem Weg zu meinem Ziel gegeben ist?

Tempus fugit? Nein, eher current tempus sit – Zeit läuft, unaufhaltsam. Macht was aus der Zeit, die ihr habt. Nutzt sie für das, was wirklich wichtig und schön ist. Vielleicht denkt ihr dabei auch an die Schnecke, der es scheinbar egal ist, wie die Zeit vergeht.

Bis demnächst in diesem Blog

Bitte bleibt mir gewogen!

Euer
Marcus Sammet

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