Eine Lesung mit Tramitz, Lüttichau und Farbenspiel


Letzten Freitag auf der Gschwandbachalm. Die Bücheroase, geführt von Patrick Edler von Hoessle, lud zur Lesung aus Christiane Tramitzs neuem Buch „Harte Tage, gute Jahre“ ein. Unterstützt wurde sie dabei von Helmfried von Lüttichau. Vor Wochen schon gab es die Ankündigung zu der Lesung auf Facebook. Das Buch klang schon vom Titel her sehr interessant, also sagten meine Liebe (ja, in diesem speziellen Fall MUSS es groß geschrieben werden!) Brigitte und ich zu. Leider verpassten wir zunächst den Vorverkauf und wandten uns etwas enttäuscht darüber keine Karten mehr ergattert zu haben, an Patrick. Dieser antwortete umgehend und machte uns die Teilnahme doch noch möglich. An dieser Stelle noch einmal einen herzlichen Dank an dich, Patrick!

Dann war es so weit. Bei Vollmond den düsteren Wegen zur Gschwandbachalm folgend kamen wir mit bester Stimmung dort an. Sofort war klar, einen besseren Ort für eine Lesung über eine Frau, die fast ein ganzes Leben auf einer Bergalm verbracht hatte, konnte es nicht geben. Nur Minuten später trafen wir auf die sehr symphatische Autorin Christiane Tramitz. Ein bisschen zu meiner Überraschung erkannte sie mich gleich. Vielleicht lag es daran, dass wir zu einem kurzen Interview verabredet waren. Dazu später mehr.

Das Ambiente der Alm, die gar nicht mal sehr alt ist, bat eine gute Einstimmung auf das, was der Abend noch versprach. So langsam füllte sich der Saal, die Techniker checkten unentwegt aufgebaute Mikrofone, Lautsprecher und die Kamera, welche die Lesung per Livestream auf Facebook übertragen sollte. Wenig später traf Helmfried von Lüttichau ein. Trotzdem er direkt vom Dreh zu „Hubert und Staller“ kam, wirkte er sehr gelassen und ausgeruht.

Fast pünktlich ging es dann los. Der Saal sowie die Loge oberhalb waren gut gefüllt, gute 100 Gäste waren anwesend. Für mehr war leider kein Platz mehr. Musikalisch wurden sie von Zitterhex begleitet. Christiane begann mit einer kurzen Einführung zum Buch. Dabei wurde auch klar, warum und welcher Part der Lesung Helmfried zugeteilt wurde. Wie das Buch, war auch die Lesung geprägt von Zeitsprüngen, die doch miteinander verwoben waren. Die Autorin selbst las die junge Mare Wiesböck, von Lüttichau die gealterte Sennerin. Geboten wurde ein perfektes Zusammenspiel beider mit stimmiger musikalischer Untermalung beim Wechsel der Zeiten. Die Einblicke in das Buch „Harte Tage, gute Jahre“ waren tiefgründig. Wenngleich auch teilweise heiter dargeboten, blieb der Ernst nicht verborgen. Harte Tage konnten gleichermaßen beschmunzelt wie auch mit verblüffen, was ein Mensch ertragen kann, bestaunt werden. Die guten Jahre, so schien es, wurden von der Sennerin ebenso genossen, wie die harten Tage in diesen Jahren. Die Tiefgründigkeit kam zu keinem Zeitpunkt zu kurz.

Nach der Lesung wurde noch ein Kurzfilm, der eigentlich ein Buchtrailer zur Vorstellung des gut recherchierten Buches sein sollte, gezeigt. Dabei konnten sich die Gäste über die Herzlich- und Fröhlichkeit, trotz aller Sturheit Mare Wiesböcks ein sehr bewegendes Bild machen. Genau überlegt passt Sturheit nicht zu dieser starken Frau. Letztendlich wollte sie nichts weiter als ein ganzes Leben lang unabhängig und absolut selbstbestimmt sein.

Ein wundervoller Abend kam damit zum Ende und mit Gedanken daran, warum ein so einfaches Leben wie die Sennerin es führte nicht weniger erfüllend ist, wie ein Leben im Wohlstand, begleitete mich auf dem Heimweg durch Nacht und Nebelfelder. Natürlich mit einem von der Autorin signiertem Exemplar im Gepäck.

Ganz am Rande dessen hatte der Abend für mich persönlich noch zwei große Highlights. Für das Webradio Radio Farbenspiel durfte ich die beiden Akteure noch vor der Lesung interviewen. Dazu kam es durch ein Gespräch mit Marc Fischer vom Radio Farbenspiel, der mich vor kurzem zu meinem Schaffen als Autor interviewt hatte. Schnell wurde aus dem „Du hast auch eine gute Radiostimme“ der Gedanke weitergesponnen und wir ergriffen die Gelegenheit beim Schopf. Zunächst war ich im Gespräch mit Christiane Tramitz, bei dem ich etwas mehr über die Entstehung des Buches und ihrer Verbindung zur Sennerin Maria Wiesböck erfahren konnte. Nicht viel später, ebenfalls noch vor der eigentlichen Veranstaltung setze sich Helmfried von Lüttichau zu mir und auch von ihm erfuhr ich so einiges über ihn, was nicht überall zu finden ist.

+++ Update +++
Das Interview mit Christiane Tramitz am kommenden Mittwoch, 08.11.2017, um 8:15 Uhr, 12:15 Uhr und 18:15 Uhr im Programm von Radio Farbenspiel.
Hier gehts zum Livestream: Radio Farbenspiel
+++ Update +++

Radio Farbenspiel
Der Schlagersender – aus Mallorca in die Welt

Die Sendetermine der Interviews werde ich hier noch rechtzeitig bekannt geben. An dieser Stelle noch mal ein sehr herzliches Dankeschön an Christiane Tramitz und Helmfried von Lüttichau! Ebenso an Marc Fischer, der mir die Gelgenheit gab, diese Gespräche zu führen.

 

Bitte bleibt mir gewogen.

Bis bald,
euer Marcus Sammet

Links:
Christiane Tramitz
Harte Tage, gute Jahre
Buchtrailer
Helmfried von Lüttichau
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Zitterhex
Bücheroase
Patrick Edler von Hoessle
Radio Farbenspiel
Marc Fischer

 

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Weg da, ICH bin jetzt da

Wer kennt das auch? Übersteigertes Ego diverser Menschen um einen herum. Das fängt schon bei den ganz Kleinen an und hört bei den ganz Alten sicher nicht auf. Bei Gesprächen, beim einkaufen, im Schwimmbad sowie im Straßenverkehr. Anstand? Regeln? Nur für die anderen, ICH bin ja ich und das muss ja wohl jeder andere einsehen und verstehen

Schon mal erlebt? Beim Einkauf im Supermarkt kurz vor Feierabend? Die Frischeprodukte ziemlich leer geräumt. Da liegt sie, die letzte Packung Grillfleisch. Froh und beinahe glücklich darüber noch eine zu ergattern, legt man sie in den Einkaufswagen und sucht nach weiteren Produkten, die den Grillabend abrunden sollen. Hier und da noch schnell was in den Wagen getan und weiter. Dann der Schreck, noch was vergessen. Also kurz den Wagen stehen lassen und den ganz zurück um dem Abend den letzten Schliff zu verpassen. Dann der Moment, wo alles brav auf das Förderband an der Kasse gelegt wird. Schmunzelnd bemerkt man noch, dass der Vordermann offenbar die vorletzte Packung des begehrten Grillgutes eingepackt hat. Vorletzte? Moment mal! Im eigenen Wagen fehlt die vermeintliche Gaumenfreude. Ein fragendender Blick zum Vordermann und sein Grinsen sagt schon alles. Noch bevor man selbst etwas einwenden könnte, hat die hektische Kassiererin (auch das kennt ihr sicher: Schneller gescannt als die Waren zurück in den Wagen können.) schon eingebont. Dazu noch ein lockerer Spruch von Mr. Über-Ego: „Was noch nicht bezahlt ist, gehört dem Geschäft. Pech.“

Das Gedrängel im Straßenverkehr hat wohl auch jeder schon erlebt. Egal ob Stadtverkehr oder Autobahn. Mal eben ohne orange blinkende Vorwarnung aus der Parklücke ziehen oder die Spur wechseln, auch mal eben noch bei dunkel-rot über die Kreuzung brettern. Ganz egal, ICH bin ja unterwegs. Parkplatzsuche leicht gemacht. ICH will ja nur kurz zwei Stunden einkaufen, da geht auch mal so ein herrlich bequembreiter Behindertenparkplatz. Muss ICH mich nicht abquälen um zwischen zu eng abgestellten Fahrzeugen in Auto zu kommen. Schwer- bzw. Gehbehindert? Wenn der nicht gehen kann, dann soll der das Fahren auch lassen. Den Parkplatz kann ich ohnehin besser gebrauchen. So oder so ähnlich müssen wohl die meisten denken, die solche Parkplätze unberechtigt zustellen.

Auch gern genommen ist die Gesprächsführung bei Unterhaltungen mit Kollegen oder Freunden. Da wird reingequatscht, ganz egal ob der Einwand nun zum Thema passt oder Mr. Ego meint, dass sein Bedürfnis nach Information über die nächste Paarungszeit von mitteleuropäischen Glühwürmchen wichtiger ist. Es interessiert Mr. Ego einfach nicht, dass er stört. Ganz im Gegenteil, die, die ihm nicht umgehend Rede und Antwort stehen sind die, die stören.

Doch wie ich darauf komme, über dieses Thema zu bloggen? Am Wochenende ist einfach das Schwimmbecken übergelaufen. Die Woche über hatte ich mich schon gefreut mit meinem Schatz ein paar entspannende Stunden in einer Therme unweit unseres heimischen Sofas zu verbringen. Alles gut soweit, diverse Becken sind bestimmten Themenbereichen zugeordnet. Sollen sie sich alle gut unterhalten, meinethalber auch so, dass sie im Nachbarort noch zu hören sind. Mir sind diverse Wassermassagendüsen wichtig und die Möglichkeit auf whirlpoolgleichen Unterwasserliegen zu entspannen. Doch da war dann dieser eine Bereich. Dieser Bereich, der rein für Entspannung gemacht wurde. Sogar am Eingang steht noch ein Schild – leider nur in deutsch – das hier ein Ort der Ruhe ist. Normal ist hier ein Ort der absoluten Ruhe. Sanfte Musik und ein leichter Duft von Lavendel ließ uns bisher immer sehr schnell abschalten und ein wenig im sanft welligen Wasser schweben. Diesmal nicht. Dieses Mal hockt schon im Eingangsbereich eine Gruppe von nicht mehr ganz Jugendlichen, die sich sehr angeregt und laut unterhalten. Nun gut, Stimmen alleine nerven mich jetzt nicht so, wenn das ganze dann noch zu einem unverständlichen Hörbrei verquirlt sowieso nicht. Doch damit nicht genug. Quietschende und kreischende Kinder toben durch das sonst ruhige Wasser. Opa, Oma, Bruder, Tante, Papa, Mama und wer sonst noch machen fröhlich mit. Diverse böse Blicke mit an den Lippen gehobenem Zeigefinger werden mit einem unverständnisvollen Kopfschütteln quittiert. Wie kann ich es auch wagen, hier im Ruhe- und Entspannungsbereich meine wohltuende Stille haben zu wollen. Wo doch Mr. und Mrs. Ego hier gerade so toll Spaß haben.

Immer und immer wieder klingt ein Lied aus den 80’ern in meinen Ohren. Von der Gruppe „Die Prinzen“ nämlich der Titel „Schwein sein“.

Nun, eins ist wohl sicher, denkt jeder an sich selbst ist an jeden gedacht.

In diesem Sinne, bitte bleibt mir gewogen!

Euer
Marcus Sammet

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Tag danach

Wer die Wahl hat, hat die Qual. So heißt es im Volksmund. Genau dieser Volksmund hat gewählt. Nun haben wir die Qual.


Die Qual heißt wohl, dass wir weitere vier Jahre unmuttiviert eine rautige Erscheinung am politischen Nachthimmel sehen werden. Satirisch gesehen wohl ein Glücksgriff, denn die heißen Schwerter der Kabarettisten dürften bereits glühen und sich über Merkel und ihre Kinderlein hermachen.

Was wäre die alternative gewesen? Ein Gau? Land in Sicht durch einen alten Mann? Warum nicht, wir hatten ja auch die Arche mit Noah auch schon mal. Doch was ist das für ein Land? Wohl eher eins aus Treibsand in dem die Pulverfässer versinken. Es reicht um etwas Radau im Berliner Mutterhaus zu machen. Denn 87% haben die Alternative eben nicht gewählt.

Also ins rote Meer stechen? Nun, das Meer ist eher ein See geworden und es fließt nach und nach immer mehr vom Meer ab. Wer ist daran Schulz? Nun, einer der gern von der Kanzler Kanzel kanzeln würde aber eben doch nur eine periodische Erscheinung im roten Sumpf war. Wer mag schon untergeben untergehen.

Gelb vor Neid werden ist ganz der linke Weg in pink. Nichts tat sich und so blieb links liegen, wer linkisch dachte, da wäre er politisch gut aufgehoben. Dafür wurde so manchem schlecht der mit schwarz und rot nicht ganz grün wurde. Die Beimischung von einigem eingängigen Magenta half Gelb möglicherweise auf die Füße, jedoch reichte es nicht für eine Gelbsucht im Volke. Ich überlege schon eine Weile, warum links pink dargestellt wird.

Letzte Hoffnung schien eine grüne Fläche mit einer übermäßig großen Sonnenblume. Doch das Blümchen konnten sie sich schenken, als Gratulation für den Erfolg nun doch noch im Mutterhaus sitzen zu dürfen. Dort stricken sie sich traditionell weiter den Strick, um sich bei der nächsten Wahl wieder als Anhängsel zu beweisen.

Gerüchten nach wird es nun lustig im großen Berliner, von Mutter mit schwarzem Mohn gefüllt, dazu ein wenig Marille für die Süße. Doch der grüne Schimmel wiehert bereits am Rand.

Eine Jamaika Koalition soll es werden. Hey, kommt, echt jetzt? Jamaika? Dazu fällt mir nur Terry Jacks ein.

Oftmals absichtlich falsch zitiert:
We had joints, we had fun,
we had seasons in the sun,
but the chills that we find,
were just seasons out of time.

(Hier noch das Original zum Vergleich:
We had joy, we had fun,
we had seasons in the sun,
but the hills that we climbed,
were just seasons out of time.)

Die Joints dürften wohl aus der grünen Ecke kommen bis alle grün-gelb im Gesicht vom übermäßigen Genuss des jamaikanischen Rums geworden sind. Mutti Merkel wird ihre Raute aus den hohlen Händen nach einem kräftigen Zug vom Joint formen und lächelnd die schelten, die ihr sowieso nicht widersprechen.

Warum wird eigentlich keine Koalition aus den schönen bunten Farben gemischt? Weil aus Rot-Gelb-Blau-Grün-Pink keine uns bekannte Landesflagge besteht und ein ulkiger Name für dieses Bündnis gefunden wird?

Nehmt mich nicht ernst, aber denkt mal darüber ernsthaft nach, warum unsere Regierung nicht mehr ernst zu nehmen ist.

Bitte bleibt mir gewogen

Euer
Marcus Sammet

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Die Wiesn und die Kölner

Vorsicht, folgender Beitrag bezieht sich auf diesen Artikel und enthält sarkastische Ironie. Nicht alles ist ernst gemeint und das ist mein voller Ernst.

De kölsche Klüngel… OK, Achtung outing! Ich komme aus dem Ruhrpott. Mitten raus. Recklinghausen/Bochum. Brauereien mit Pilsener Braukunst zu Hauf. Klasse Biere, wenn sie nicht aus Dortmund sind. Dann und wann mochte ich damals gern mal ein Kölsch. Nicht das Zeug was es im Getränkehandel gibt, sondern direkt in Köln bei den Hausbrauerein. Lecker, erfrischend. Serviert im Reagenzglas. Einen Köbes (Wirt) hab ich mal herausgefordert: Bei dem Durst den ich habe, läufst dir mit den Schnapsgläsern die Füße wund. Meint der, wenn du so schnell trinken kannst, wie ich bringen, dann zahlst nix. Fazit: ich war besoffen und schaffte das letzte volle Glas vor mir nicht mehr.
Ähnliches in Düsseldorf. Hervorragende Altbiere (dunkel, malziger, süffiger als Kölsch) und die Gläser fassen immerhin 0,3 l. Rund um guter Service, auch hier wird schneller ein frisches geliefert als du bestellen kannst. Von Häme über andere Biere keine Spur. Leben und leben lassen. Typisch Ruhrpott, typisch Düsseldorf.
Aber!
Um bei den Kölnern überhaupt punkten zu können, musst schon 50 Jahr VOR deiner Geburt in Köln gelebt haben, musst den kölsche Dialekt (hat was vom marsianischen) beherrschen und ab 11.11. bis Aschermittwoch karnevalistisch dauerbescheuert sein. Das Hirn und deine Alltagskleidung gibst bei der Pforte des Karnevalvereins um die Ecke ab. Dann und wann passiert es halt, der Süd-Schwede – der hinter dem Weißwurst Äquator lebt – wandert aus und sucht sein Asyl in Bayern. Häufig halt in München und Umgebung. So auch ich bereits im letzten Jahrhundert. Das erste was auffällt: Getränke werden in richtigen Gläsern von mindesten einem halben Liter Inhalt serviert. Besucht man ein Volksfest, geht dort nichts unter einem Liter, also einer Maß. Man steht auch nicht allein an einer Theke oder um einen Kneipentisch herum. Es wird sich gesellig an einen Biertisch zu Wildfremden gesetzt, von denen selbst der preißigste Preiß herzlich aufgenommen wird. Natürlich muss er dann einiges an Preiß’n Witzen ertragen werden, aber g’suffa wird zusammen.

Doch dann kommt die. Die aus Köln.
Echt jetzt, wenn sich so eine über das supergute, sehr leckere bayerische Festbier beschwert, weil sie es gewohnt ist aus Schnapsstamperl ihr Bierchen zu schnupfen, dann sollte euch Bayern das in keiner Weise beleidigen. Ich mein, so ein Kölsch bekommt seine Farbe aus rostigen Zapfhähnen. Noch dazu hat Rheinwasser nun wirklich nichts mit reinem Wasser gemein. Wenn diese Zuagroaste ihren Drecksumpf in den Kneipen vermisst, dann schickts einfach des Nachts auf die Kotzwiesen. Nebenbei, dieses am Boden festpappen gibts nur in Köln und liegt am Hochwasser das einen Haufen Dreck in die Kölschkneipen spült und wo nur das Rheinwasser abläuft. Der Rest bleibt einfach liegen. Sie kann mit sauber einfach nichts anfangen.
Bietet ihr also bitte koa sauberne Maß Bier und koa sauberne Brotzeit o, sondern a sauberne Watschn.
Jetzt mal ehrlich, da beschwert sich diese Person über die Maß Bier, darüber das im hitzigen Festzelt das geschmacksnerven schmeichelnde kühle Nass zu schnell warm wird. Habt ihr mal das Foto angesehen? Eine Kölnerin im Dirndl. Möchte wetten, dass sie die Schleife ihrer Schürze falsch gebunden hat, schon weil sie es nicht besser weiß. Noch dazu regt sich dieses Funkenmariechen über die Enge (Busen hoch gequetscht) des Dirndl auf. Sie hat vollkommen vergessen, dass sie in München lebt und nicht in Köln. Für die Wiesn muss sich nun mal niemand verkleiden wie im Kölner Karneval. Wer aus Bayern kommt geht gern in Tracht. Wer nicht, sollte dies auch nicht tun. Aber so ein Funkenmariechen, das ab 11.11. halbnackt die Beine in die Luft streckend und dabei ihr unreinweißes Höschen feilbietet, muss sich natürlich verkleiden.
Mein Tipp: ignorieren. So lange bis sie selbst glaubt nicht zu existieren. Die wird schon wieder von der Bildfläche verschwinden.

Bitte bleibt mir gewogen, übertreibts nicht auf der Wiesn und kippts oan, zwoa Maß übers – äh, aufs – wegen des Funkenmariechen.

Euer
Marcus Sammet

 

PS: Hier noch mal der vollständige Link zu dem piep-piep-piep-Artikel:
http://www.focus.de/regional/muenchen/oktoberfest/oktoberfest-in-muenchen-eure-mass-schmeckt-wie-pisswarmes-brackwasser-darum-trinke-ich-lieber-koelsch_id_7607207.html?utm_source=facebook&utm_medium=social&utm_campaign=facebook-focus-online&fbc=facebook-focus-online&ts=201709181959

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12 Stunden.

Ein halber Tag an dem alles erlaubt ist. Ganz nach dem Vorbild „The Purge“ oder „8 Nacht“ wurden wir von „Sterbe wohl…“ inspiriert die Frage zu stellen:

„Wenn jedes Verbrechen 12 Stunden legal wäre, was würdest du tun?

Die Antworten kamen wie eine Flutwelle. Erschreckende Antworten, bei denen ich davon ausgehen möchte, dass nicht alle wirklich ernst gemeint waren.

  1. Platz: Mord, nicht näher definiert warum und an welcher Person
  2. Platz: Mord, meist an Politikern, Kinderschändern, Ex (Frau/Mann)
  3. Banküberfall
  4. Drogenkonsum im Übermaß
  5. Über eine rote Ampel gehen (kam tatsächlich häufiger vor!)

Antworten die freies rasen mit dem eigenen Auto/Motorrad und Ohrfeigen verteilen gab es auch, aber deutlich weniger.

Wirklich erschreckend, das so viele an Mord denken, ja sogar gleich Amok laufen wollen. Mir persönlich sagt es, dass unglaublich viele mit der eigenen oder vielleicht eher noch der politischen Situation unzufrieden sind. Wieviel Hass doch in den Menschen schlummert, egal ob sie es in den Kommentaren auf Facebook und anderen Portalen nun wirklich ernst meinten oder nicht. Ich möchte auch daran glauben, dass kaum einer das wirklich tun würde, wenn es diese 12 Stunden tatsächlich geben würde.

Natürlich wird ein jeder seinen Grund haben, einen Mord begehen zu wollen. Wie leicht ist es im Zorn oder Streit der eskaliert ist gesagt: „Ich bring dich um!“ oder „Tust du meinen Kindern etwas an, werde ich dich töten!“ Wird ein Mord durch einen Mord gerechtfertigt? Letztenendes wurde auch die Todesstrafe fast überall abgeschafft, weil es doch zu viele Fehlurteile gab, trotz eindeutig zu scheinender Beweislage.

Nein, ich möchte hier nicht den moralischen Zeigefinger heben. Jeder wird seinen Grund haben. Mir bleibt zu hoffen, dass genau diese nicht nur einen Grund haben, jemanden zu töten, sondern auch ein Gewissen haben, dass sie davon abhält.

Vielleicht sind es auch diese Mordgedanken, die unter anderem auch meine Bücher so beliebt machen. Lesen, wie andere morden. Aus Mordlust, aus Rachsucht und dann und wann auch aus einer Art Gerechtigkeit. Auch wenn ich selbst schriftlich doch schon einige Morde an fiktiven Personen begangen habe,

so bleibt mir bitte gewogen und erfreut euch an meinen Büchern

Euer
Marcus Sammet

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Was will er denn,

was hat er denn, was glaubt er, wer er ist? (so einst Falco)

Was will er, dieser Marcus Sammet? Klar, Bücher verkaufen, seine eigenen, selbst geschriebenen. Reihenweise sogar und er ließ sich nicht davon abbringen eine Reihe zu schreiben. Dieser Reihe gab er sogar einen Namen: „Sterbe wohl…“ Falscher Name, wenn er als Autor (hoch)leben will? Vielleicht. Doch was prägt sich besser ein als etwas negatives? Ein „Lebe wohl“ ist schnell vergessen, wenn es zum Abschied gesagt wird. Ein „Sterbe wohl…“ sorgt für Gesprächsstoff. Oder, wie in seinen Thrillern, für Todesangst. Denn das will er auch, der Autor, er will dass die Leser sich schaudern, gruseln, fürchten. Den Mengen an Amazon, Lovely Books und sonstigen Rezensionsportalen nach angehäuften Bewertungen scheint ihm das auch zu gelingen. Leserzahlen steigen, seine Bekanntheit ebenfalls. Immer mehr Rufe nach neuen Thrillern aus seiner Tastatur werden laut. Es freut ihn, es beflügelt ihn. Immer neue Storys denkt er sich aus, immer mehr an ungewöhnlichen Morden und Quälereien kommen zu Papier und eInk. Er tut es, er tut es immer wieder und hört einfach nicht auf.

Was hat er denn? Immerhin fünf veröffentlichte Thriller, einen Krimi Doppelband, ein Kurtagebuch bei dem er es auch nicht lassen konnte seiner Mordsphantasie freien Lauf zu lassen und letztlich noch einen Kurzgeschichtenband. Haufenweise weitere Ideen die bereits angerissen verzeichnet sind. Regalfüllend, wenn sie erst einmal geschrieben und veröffentlicht sind. Einen kleinen Namen in der Fangemeinde der etwas härteren Thrillerbücher. Er hat eine Webseite und eine Facebook Fanseite. Dazu einen Spleen was seine Buchreihe betrifft. „Sterbe wohl…“ wird von ihm angewendet wo es nur eben geht. Ob als Spruch, als Reihentitel, als Logo auf diversen Artikeln rund um die Thrillerreihe.

Was glaubt er, wer er ist? Der Autor, der einst vor Stephen King, Sebastian Fitzek und Andreas Eschbach genannt wird. Wow. Größenwahnsinnig? Mitnichten! Unterhalb dieses Ziels könnte er sofort aufhören zu schreiben. Wenn schon nicht damit, dann zumindest aufhören zu veröffentlichen. Die durch die Bank positiven Bewertungen treiben ihn an, noch besser zu werden. Kritik ist sein Ansporn, seine Muse sein Treibstoff. Als Autor mutiert er zur Marke. Sein Markenzeichen ist sein Logo „Sterbe wohl…“ und das lebt er auf seinen Lesungen. Passend zur Thrillerreihe kleidet er sich.

Wiedererkennungswert 100%.

Marcus Sammet, Autor der Thrillerreihe „Sterbe wohl…“

Bitte bleibt mir gewogen, trotz gespielter Arroganz 🙂

Euer
Marcus Samet

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Das böse Amazonien

In den letzten Tagen begegnete mir wieder vermehrt die Verteufelung von amazon. Das böse, böse amazon macht den Einzelhandel tot; das böse, böse amazon ruiniert den Buchhandel.

Gerade in den Schaufenstern von einigen Buchhandlungen sind Plakate gegen amazon zu finden. Auf denen wird hingewiesen, wie unpersönlich es ist, dort zu bestellen, wie unmenschlich die Arbeitsbedingungen dort sind und Beratungen nicht stattfinden können.

Was macht denn amazon so böse? Das die Gründer den Gedanken von Versandhäusern konsequent zu Ende gedacht haben? 1927 wurde das Versandhaus Quelle gegründet. 1949 folgte der Otto Versand und 1950 Neckermann. Zahlreiche andere folgten im Laufe der Zeit. Anfangs nur mit gedruckten Katalogen aus denen bestellt werden konnte. Vergünstigungen gab es dann für Sammelbesteller, die von Nachbarn Bestellungen entgegen nahmen um Versandkosten zu reduzieren. Inzwischen haben diese Versandhäuser alle ihre Online-Shops. Nicht nur die. Wenn ich da allein an die großen Buchhändler denke, wie Hugendubel, Weltbild, Thalia etc. dann frage ich mich, warum diese besser und unschädlicher für den Buchhandel sind, als amazon. Denn sie alle haben große Online-Shops.

Für mich als Autor sind eher die „kleinen“ Buchhandlungen die Schädlichen. Die Akzeptanz der meisten, einem kleinen, unbekannten und lokal ansässigen Autor gegenüber ist gleich Null. Was bleibt einem Autor da, als auf amazon zu setzen? So schafft der Buchhandel sich selbst als sein eigenes Feindbild. Gott sei Dank gibt es Ausnahmen, doch leider sehr wenige.

Warum ist das so? Weil auch die lokalen Buchhandlungen auf Profit aus sind. Sie werben und predigen ständig: Buy lokal! Kauf vor Ort! Doch wenn ein lokaler Autor mit seinem ortsbezogenen Buch kommt, wird er meist höflich, aber doch bestimmt des Weges verwiesen. Ganz besonders dann, wenn erwähnt wird, dass die Bücher auch bei amazon erhältlich sind. Ganz besonders, wenn er Selfpublisher ist.

Dabei scheint es aber auch so zu sein, dass je größer die Stadt, desto „feindlicher“ die Einstellung der Buchhandlungen. In kleinen Orten kommt es immer wieder zu erfolgreichen Kooperationen zwischen der lokalen Buchhandlung und dem Noch-nicht-Bestseller-Autor. Doch von diesen Buchhandlungen kommt auch seltener das Gejammere, wie böse amazon doch ist.

Wie sind eure Erfahrungen? Schreibt es mir doch hier in die Kommentare, ich bin gespannt!

Bitte bleibt mir gewogen, auch wenn ich amazon mag.

Euer
Marcus Sammet Autor der „Sterbe wohl…“ Reihe.

Zu bestellen überall im Buchhandel und bei amazon

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Sinnreiche Sinnlosigkeiten

Da stehe ich vor dem Leergut Rücknahme Automaten eines Supermarktes. Flasche um Flasche verschwindet mit dem Boden voran in den Schlund. Bis auf eine. Der Automat meldet per nervigem Warnton das etwas für ihn nicht in Ordnung ist. Der Blick aufs Display ruft Verwunderung hervor. „Flasche deformiert, bitte entnehmen“.

Stimmt, die Flasche war nicht rund, sondern durch die Kälteeinwirkung hat sich die warme Luft im Inneren zusammengezogen und die weiche Außenhülle nach innen gezogen. Aufgeschraubt, Druck ausgeglichen und schon war sie wieder rund. Zurück im Schlund der Maschine wurde sie nun akzeptiert und eingeladen in die Tiefen zu verschwinden.

Dann ein Geräusch, das ich zwar die ganze Zeit schon wahrgenommen, aber nicht bewusst zugeordnet hatte. Die Flasche wird in der Maschine zerdrückt, ganz flach. Verwundert denke ich an die Meldung zuvor „Flasche deformiert“. Heißt das nun, dass deformierte Flaschen nicht zerknittert, geschreddert oder sonst wie zerstört werden können?

Augenblicke später taucht ein Mitarbeiter auf, der wegen dem inzwischen defekten zweiten Automaten gerufen wurde. Dieser verschwindet im Raum hinter den Automaten, es sind diverse seltsame Geräusche zu hören bis er mit einem großen Plastiksack auftaucht, in dem grob zerstückelte PET-Flaschen sind. Der Sinn, warum die zerstückelt sind ist gleich klar: Platz sparen. Aber warum nun eine Flasche rund sein muss um zerstückelt zu werden, das verstehe ich nicht.

Offenbar ist das in unserer Zeit so. Sinnlos ist auf dem Vormarsch. Ihr kennt sicher auch haufenweise sinnleeres Zeugs. Wie zum Beispiel Ampeln, die Nachts nicht vorhandenen Verkehr regeln. Oder wenn Schilder auf Eisflächen stehen, auf denen steht: „Vorsicht, glatt!“

Schreibt mir in bitte in den Kommentar, was euch so Sinnleeres im Alltag aufgefallen ist. Ich bin gespannt!

Bitte bleibt mir gewogen!

Euer
Marcus Sammet

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Mit dem gleichen Fleiß

Auf geht es, mit dem gleichen Fleiß an den selben Scheiß.

In diesem Sinne ein gutes neues Jahr 2017! Viel Glück, Erfolg und vor allem Gesundheit sollen euch stets begleiten.

Nein, so schlimm ist es dann auch wieder nicht. Gute Vorsätze für das begonnene Jahr 2017 sind schnell gesetzt und oft genauso schnell wieder verworfen. Einfach weil der Trott einen wieder einfängt. Eben der selbe Scheiß wie zuvor. Trifft sicher nicht auf jeden zu, klare Sache. Entweder weil es keinen Alltagstrott mehr gibt oder der Job abwechslungsreich ist.

So habe ich mir vorgenommen, mir nichts vorzunehmen. Alles etwas ruhiger angehen und mich nicht drängeln lassen. Was gemacht wird, wird gemacht und ist fertig, wenn es fertig ist. Natürlich ist der Zeitpunkt für „fertig“ nicht immer frei wählbar. Nicht einmal für mich als Autor. Doch es gibt so viele Bereiche, gerade im Privaten, wo sich das umsetzen lässt, sofern es auch wirklich gewollt ist.

Überlegt doch einfach mal, wo ihr gelassener sein könnt. Tipps werde ich hier jetzt keine geben. Jeder wird für sich Bereiche finden, wo es leichter und wo es schwerer umzusetzen ist.

Ballast abzuwerfen ist dabei eine wichtige Voraussetzung. Je weniger von sonst woher auf einen einwirkt, desto leichter lebt es sich. Muss die Mitgliedschaft in einem Verein wirklich sein? Muss ich mich im Verein meiner Kinder einsetzen? Muss ich Schulsprecher sein? Muss ich für andere Organisatorisches übernehmen? Mich dann auch noch anpampen lassen, wenn es nicht so läuft wie es sich andere vorstellen? Nö, muss ich nicht haben. Sonst wohl auch niemand, es sei den die masochistische Veranlagung ist recht ausgeprägt.

In diesem Sinne, macht langsamer, entschleunigt euch nicht nur, weil euch der Führerschein abgenommen wurde. 😉 Bleibt mal stehen und seht euch in eurem Leben um. Dreht ihr euch um andere oder seid ihr das Zentrum um das sich alle(s) drehen sollte?

Ich freue mich auf verschiedene Projekte in diesem Jahr. Natürlich sind nicht alle ohne Termindruck, doch ich habe sie so gewählt, das mir die Termine in den Kragen passen und nicht so, das mir eben dieser platzt je näher der Termin kommt.

Bleibt gelassen und mir bitte gewogen!

Euer
Marcus Sammet

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Ich bekenne mich schuldig

Achtung, folgender Blogbeitrag enthält Ironie.

Aufmerksam geworden durch einen Beitrag auf Facebook von Extra 3, einer Sendung des NDR, wurde mir die ganze Tragweite bewusst, die rechtsextremistische Zahlencodes haben.

Worum ging es in diesem Beitrag? Jemandem wurde die erneute Vergabe eines Kennzeichens verweigert, das die Zahl 28 nach der Buchstabenkombination trug.
Der ganze Beitrag ist hier zu finden: Extra 3, NDR

Neugierig geworden habe ich nach diesen Zahlencodes gesucht und habe sie auch schnell gefunden. Auf der Seite „Netz gegen Nazis“ könnt ihr alle Codes finden.

Besonders verwerflich sind da Zahlencodes wie 14, 18, 28, 74, 84, 88, 124, 146, 192, 198 (und viele mehr).

KFZ-Kennzeichen mit diesen werden gerade in den neuen Bundesländern immer mehr verwehrt bzw. wohl auch ersetzt. Weil die Zahl 18 z.B. den 1. und 8. Buchstaben des Alphabets darstellen sollen und so ein AH ergibt. AH steht dann für Adolf Hitler.
Eine 28 ergibt die Buchstaben B und H, was dann keinen meist schön anzusehenden BH kennzeichnet, sondern für Blood and Hounor steht, also Blut und Ehre. Eine 88 ergibt dann SS und das muss ich jetzt sicher nicht auflösen.

Doch was ist, wenn das jetzt die große Runde macht? Wenn diese Zahlen dort, wo sie Massen erreichen verschwinden sollen? Ich meine, es gibt ja eh schon Zahlenschwund. Es gibt häufig keine 13. Etage in Hotels oder auch die 13. Reihe in Flugzeugen fehlt mal eben. Aber was ist jetzt mit meinen Büchern? Da kommen all diese Zahlen vor. Nicht nur in meinen. Eigentlich in jedem Buch. Eine sehr kurze Recherche ergab, dass es im BGB keinen §18 mehr gibt. Wohl aber noch die Seite 18.
Muss ich jetzt in all meinen Büchern die betroffenen Seitenzahlen schwärzen? Oder gar ausreißen? Was ist mit Telefonbüchern? Wenn die Seiten dort ausgerissen werden, sind hunderte von Menschen nicht mehr erreichbar, obwohl sie das wollten.

Selbst Uhrzeiten müssen geändert werden. Ab 18 Uhr steht ja plötzlich alles im rechtsradikalen Raum. Jede 18. Minute oder gar Sekunde muss ausfallen. Ganze Häuser verschwinden um dann mit neuer Hausnummer irgendwo im Stadtbild wieder aufzutauchen.

Man kann es auch wirklich übertreiben. Doch ich warte jetzt mal ab, wann die Kennzeichnung FSK 18 gegen eine neue demokratisch sichere Zahl ausgetauscht wird.

Kommt gut durch den Tag, habt keine Angst vor dem 18. diesen Monats. Wir haben jetzt auch ein ganzes Jahr 2017 vor uns, wo wir uns überlegen können, wie wir dann ein ganzes Jahr überspringen und ein 18. Jahrhundert aus den Geschichtsbüchern streichen können.

Bitte bleibt mir gewogen!

Euer
Marcus Sammet

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