12 Stunden.

Ein halber Tag an dem alles erlaubt ist. Ganz nach dem Vorbild „The Purge“ oder „8 Nacht“ wurden wir von „Sterbe wohl…“ inspiriert die Frage zu stellen:

„Wenn jedes Verbrechen 12 Stunden legal wäre, was würdest du tun?

Die Antworten kamen wie eine Flutwelle. Erschreckende Antworten, bei denen ich davon ausgehen möchte, dass nicht alle wirklich ernst gemeint waren.

  1. Platz: Mord, nicht näher definiert warum und an welcher Person
  2. Platz: Mord, meist an Politikern, Kinderschändern, Ex (Frau/Mann)
  3. Banküberfall
  4. Drogenkonsum im Übermaß
  5. Über eine rote Ampel gehen (kam tatsächlich häufiger vor!)

Antworten die freies rasen mit dem eigenen Auto/Motorrad und Ohrfeigen verteilen gab es auch, aber deutlich weniger.

Wirklich erschreckend, das so viele an Mord denken, ja sogar gleich Amok laufen wollen. Mir persönlich sagt es, dass unglaublich viele mit der eigenen oder vielleicht eher noch der politischen Situation unzufrieden sind. Wieviel Hass doch in den Menschen schlummert, egal ob sie es in den Kommentaren auf Facebook und anderen Portalen nun wirklich ernst meinten oder nicht. Ich möchte auch daran glauben, dass kaum einer das wirklich tun würde, wenn es diese 12 Stunden tatsächlich geben würde.

Natürlich wird ein jeder seinen Grund haben, einen Mord begehen zu wollen. Wie leicht ist es im Zorn oder Streit der eskaliert ist gesagt: „Ich bring dich um!“ oder „Tust du meinen Kindern etwas an, werde ich dich töten!“ Wird ein Mord durch einen Mord gerechtfertigt? Letztenendes wurde auch die Todesstrafe fast überall abgeschafft, weil es doch zu viele Fehlurteile gab, trotz eindeutig zu scheinender Beweislage.

Nein, ich möchte hier nicht den moralischen Zeigefinger heben. Jeder wird seinen Grund haben. Mir bleibt zu hoffen, dass genau diese nicht nur einen Grund haben, jemanden zu töten, sondern auch ein Gewissen haben, dass sie davon abhält.

Vielleicht sind es auch diese Mordgedanken, die unter anderem auch meine Bücher so beliebt machen. Lesen, wie andere morden. Aus Mordlust, aus Rachsucht und dann und wann auch aus einer Art Gerechtigkeit. Auch wenn ich selbst schriftlich doch schon einige Morde an fiktiven Personen begangen habe,

so bleibt mir bitte gewogen und erfreut euch an meinen Büchern

Euer
Marcus Sammet

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Was will er denn,

was hat er denn, was glaubt er, wer er ist? (so einst Falco)

Was will er, dieser Marcus Sammet? Klar, Bücher verkaufen, seine eigenen, selbst geschriebenen. Reihenweise sogar und er ließ sich nicht davon abbringen eine Reihe zu schreiben. Dieser Reihe gab er sogar einen Namen: „Sterbe wohl…“ Falscher Name, wenn er als Autor (hoch)leben will? Vielleicht. Doch was prägt sich besser ein als etwas negatives? Ein „Lebe wohl“ ist schnell vergessen, wenn es zum Abschied gesagt wird. Ein „Sterbe wohl…“ sorgt für Gesprächsstoff. Oder, wie in seinen Thrillern, für Todesangst. Denn das will er auch, der Autor, er will dass die Leser sich schaudern, gruseln, fürchten. Den Mengen an Amazon, Lovely Books und sonstigen Rezensionsportalen nach angehäuften Bewertungen scheint ihm das auch zu gelingen. Leserzahlen steigen, seine Bekanntheit ebenfalls. Immer mehr Rufe nach neuen Thrillern aus seiner Tastatur werden laut. Es freut ihn, es beflügelt ihn. Immer neue Storys denkt er sich aus, immer mehr an ungewöhnlichen Morden und Quälereien kommen zu Papier und eInk. Er tut es, er tut es immer wieder und hört einfach nicht auf.

Was hat er denn? Immerhin fünf veröffentlichte Thriller, einen Krimi Doppelband, ein Kurtagebuch bei dem er es auch nicht lassen konnte seiner Mordsphantasie freien Lauf zu lassen und letztlich noch einen Kurzgeschichtenband. Haufenweise weitere Ideen die bereits angerissen verzeichnet sind. Regalfüllend, wenn sie erst einmal geschrieben und veröffentlicht sind. Einen kleinen Namen in der Fangemeinde der etwas härteren Thrillerbücher. Er hat eine Webseite und eine Facebook Fanseite. Dazu einen Spleen was seine Buchreihe betrifft. „Sterbe wohl…“ wird von ihm angewendet wo es nur eben geht. Ob als Spruch, als Reihentitel, als Logo auf diversen Artikeln rund um die Thrillerreihe.

Was glaubt er, wer er ist? Der Autor, der einst vor Stephen King, Sebastian Fitzek und Andreas Eschbach genannt wird. Wow. Größenwahnsinnig? Mitnichten! Unterhalb dieses Ziels könnte er sofort aufhören zu schreiben. Wenn schon nicht damit, dann zumindest aufhören zu veröffentlichen. Die durch die Bank positiven Bewertungen treiben ihn an, noch besser zu werden. Kritik ist sein Ansporn, seine Muse sein Treibstoff. Als Autor mutiert er zur Marke. Sein Markenzeichen ist sein Logo „Sterbe wohl…“ und das lebt er auf seinen Lesungen. Passend zur Thrillerreihe kleidet er sich.

Wiedererkennungswert 100%.

Marcus Sammet, Autor der Thrillerreihe „Sterbe wohl…“

Bitte bleibt mir gewogen, trotz gespielter Arroganz 🙂

Euer
Marcus Samet

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Das böse Amazonien

In den letzten Tagen begegnete mir wieder vermehrt die Verteufelung von amazon. Das böse, böse amazon macht den Einzelhandel tot; das böse, böse amazon ruiniert den Buchhandel.

Gerade in den Schaufenstern von einigen Buchhandlungen sind Plakate gegen amazon zu finden. Auf denen wird hingewiesen, wie unpersönlich es ist, dort zu bestellen, wie unmenschlich die Arbeitsbedingungen dort sind und Beratungen nicht stattfinden können.

Was macht denn amazon so böse? Das die Gründer den Gedanken von Versandhäusern konsequent zu Ende gedacht haben? 1927 wurde das Versandhaus Quelle gegründet. 1949 folgte der Otto Versand und 1950 Neckermann. Zahlreiche andere folgten im Laufe der Zeit. Anfangs nur mit gedruckten Katalogen aus denen bestellt werden konnte. Vergünstigungen gab es dann für Sammelbesteller, die von Nachbarn Bestellungen entgegen nahmen um Versandkosten zu reduzieren. Inzwischen haben diese Versandhäuser alle ihre Online-Shops. Nicht nur die. Wenn ich da allein an die großen Buchhändler denke, wie Hugendubel, Weltbild, Thalia etc. dann frage ich mich, warum diese besser und unschädlicher für den Buchhandel sind, als amazon. Denn sie alle haben große Online-Shops.

Für mich als Autor sind eher die „kleinen“ Buchhandlungen die Schädlichen. Die Akzeptanz der meisten, einem kleinen, unbekannten und lokal ansässigen Autor gegenüber ist gleich Null. Was bleibt einem Autor da, als auf amazon zu setzen? So schafft der Buchhandel sich selbst als sein eigenes Feindbild. Gott sei Dank gibt es Ausnahmen, doch leider sehr wenige.

Warum ist das so? Weil auch die lokalen Buchhandlungen auf Profit aus sind. Sie werben und predigen ständig: Buy lokal! Kauf vor Ort! Doch wenn ein lokaler Autor mit seinem ortsbezogenen Buch kommt, wird er meist höflich, aber doch bestimmt des Weges verwiesen. Ganz besonders dann, wenn erwähnt wird, dass die Bücher auch bei amazon erhältlich sind. Ganz besonders, wenn er Selfpublisher ist.

Dabei scheint es aber auch so zu sein, dass je größer die Stadt, desto „feindlicher“ die Einstellung der Buchhandlungen. In kleinen Orten kommt es immer wieder zu erfolgreichen Kooperationen zwischen der lokalen Buchhandlung und dem Noch-nicht-Bestseller-Autor. Doch von diesen Buchhandlungen kommt auch seltener das Gejammere, wie böse amazon doch ist.

Wie sind eure Erfahrungen? Schreibt es mir doch hier in die Kommentare, ich bin gespannt!

Bitte bleibt mir gewogen, auch wenn ich amazon mag.

Euer
Marcus Sammet Autor der „Sterbe wohl…“ Reihe.

Zu bestellen überall im Buchhandel und bei amazon

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Sinnreiche Sinnlosigkeiten

Da stehe ich vor dem Leergut Rücknahme Automaten eines Supermarktes. Flasche um Flasche verschwindet mit dem Boden voran in den Schlund. Bis auf eine. Der Automat meldet per nervigem Warnton das etwas für ihn nicht in Ordnung ist. Der Blick aufs Display ruft Verwunderung hervor. „Flasche deformiert, bitte entnehmen“.

Stimmt, die Flasche war nicht rund, sondern durch die Kälteeinwirkung hat sich die warme Luft im Inneren zusammengezogen und die weiche Außenhülle nach innen gezogen. Aufgeschraubt, Druck ausgeglichen und schon war sie wieder rund. Zurück im Schlund der Maschine wurde sie nun akzeptiert und eingeladen in die Tiefen zu verschwinden.

Dann ein Geräusch, das ich zwar die ganze Zeit schon wahrgenommen, aber nicht bewusst zugeordnet hatte. Die Flasche wird in der Maschine zerdrückt, ganz flach. Verwundert denke ich an die Meldung zuvor „Flasche deformiert“. Heißt das nun, dass deformierte Flaschen nicht zerknittert, geschreddert oder sonst wie zerstört werden können?

Augenblicke später taucht ein Mitarbeiter auf, der wegen dem inzwischen defekten zweiten Automaten gerufen wurde. Dieser verschwindet im Raum hinter den Automaten, es sind diverse seltsame Geräusche zu hören bis er mit einem großen Plastiksack auftaucht, in dem grob zerstückelte PET-Flaschen sind. Der Sinn, warum die zerstückelt sind ist gleich klar: Platz sparen. Aber warum nun eine Flasche rund sein muss um zerstückelt zu werden, das verstehe ich nicht.

Offenbar ist das in unserer Zeit so. Sinnlos ist auf dem Vormarsch. Ihr kennt sicher auch haufenweise sinnleeres Zeugs. Wie zum Beispiel Ampeln, die Nachts nicht vorhandenen Verkehr regeln. Oder wenn Schilder auf Eisflächen stehen, auf denen steht: „Vorsicht, glatt!“

Schreibt mir in bitte in den Kommentar, was euch so Sinnleeres im Alltag aufgefallen ist. Ich bin gespannt!

Bitte bleibt mir gewogen!

Euer
Marcus Sammet

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Mit dem gleichen Fleiß

Auf geht es, mit dem gleichen Fleiß an den selben Scheiß.

In diesem Sinne ein gutes neues Jahr 2017! Viel Glück, Erfolg und vor allem Gesundheit sollen euch stets begleiten.

Nein, so schlimm ist es dann auch wieder nicht. Gute Vorsätze für das begonnene Jahr 2017 sind schnell gesetzt und oft genauso schnell wieder verworfen. Einfach weil der Trott einen wieder einfängt. Eben der selbe Scheiß wie zuvor. Trifft sicher nicht auf jeden zu, klare Sache. Entweder weil es keinen Alltagstrott mehr gibt oder der Job abwechslungsreich ist.

So habe ich mir vorgenommen, mir nichts vorzunehmen. Alles etwas ruhiger angehen und mich nicht drängeln lassen. Was gemacht wird, wird gemacht und ist fertig, wenn es fertig ist. Natürlich ist der Zeitpunkt für „fertig“ nicht immer frei wählbar. Nicht einmal für mich als Autor. Doch es gibt so viele Bereiche, gerade im Privaten, wo sich das umsetzen lässt, sofern es auch wirklich gewollt ist.

Überlegt doch einfach mal, wo ihr gelassener sein könnt. Tipps werde ich hier jetzt keine geben. Jeder wird für sich Bereiche finden, wo es leichter und wo es schwerer umzusetzen ist.

Ballast abzuwerfen ist dabei eine wichtige Voraussetzung. Je weniger von sonst woher auf einen einwirkt, desto leichter lebt es sich. Muss die Mitgliedschaft in einem Verein wirklich sein? Muss ich mich im Verein meiner Kinder einsetzen? Muss ich Schulsprecher sein? Muss ich für andere Organisatorisches übernehmen? Mich dann auch noch anpampen lassen, wenn es nicht so läuft wie es sich andere vorstellen? Nö, muss ich nicht haben. Sonst wohl auch niemand, es sei den die masochistische Veranlagung ist recht ausgeprägt.

In diesem Sinne, macht langsamer, entschleunigt euch nicht nur, weil euch der Führerschein abgenommen wurde. 😉 Bleibt mal stehen und seht euch in eurem Leben um. Dreht ihr euch um andere oder seid ihr das Zentrum um das sich alle(s) drehen sollte?

Ich freue mich auf verschiedene Projekte in diesem Jahr. Natürlich sind nicht alle ohne Termindruck, doch ich habe sie so gewählt, das mir die Termine in den Kragen passen und nicht so, das mir eben dieser platzt je näher der Termin kommt.

Bleibt gelassen und mir bitte gewogen!

Euer
Marcus Sammet

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Ich bekenne mich schuldig

Achtung, folgender Blogbeitrag enthält Ironie.

Aufmerksam geworden durch einen Beitrag auf Facebook von Extra 3, einer Sendung des NDR, wurde mir die ganze Tragweite bewusst, die rechtsextremistische Zahlencodes haben.

Worum ging es in diesem Beitrag? Jemandem wurde die erneute Vergabe eines Kennzeichens verweigert, das die Zahl 28 nach der Buchstabenkombination trug.
Der ganze Beitrag ist hier zu finden: Extra 3, NDR

Neugierig geworden habe ich nach diesen Zahlencodes gesucht und habe sie auch schnell gefunden. Auf der Seite „Netz gegen Nazis“ könnt ihr alle Codes finden.

Besonders verwerflich sind da Zahlencodes wie 14, 18, 28, 74, 84, 88, 124, 146, 192, 198 (und viele mehr).

KFZ-Kennzeichen mit diesen werden gerade in den neuen Bundesländern immer mehr verwehrt bzw. wohl auch ersetzt. Weil die Zahl 18 z.B. den 1. und 8. Buchstaben des Alphabets darstellen sollen und so ein AH ergibt. AH steht dann für Adolf Hitler.
Eine 28 ergibt die Buchstaben B und H, was dann keinen meist schön anzusehenden BH kennzeichnet, sondern für Blood and Hounor steht, also Blut und Ehre. Eine 88 ergibt dann SS und das muss ich jetzt sicher nicht auflösen.

Doch was ist, wenn das jetzt die große Runde macht? Wenn diese Zahlen dort, wo sie Massen erreichen verschwinden sollen? Ich meine, es gibt ja eh schon Zahlenschwund. Es gibt häufig keine 13. Etage in Hotels oder auch die 13. Reihe in Flugzeugen fehlt mal eben. Aber was ist jetzt mit meinen Büchern? Da kommen all diese Zahlen vor. Nicht nur in meinen. Eigentlich in jedem Buch. Eine sehr kurze Recherche ergab, dass es im BGB keinen §18 mehr gibt. Wohl aber noch die Seite 18.
Muss ich jetzt in all meinen Büchern die betroffenen Seitenzahlen schwärzen? Oder gar ausreißen? Was ist mit Telefonbüchern? Wenn die Seiten dort ausgerissen werden, sind hunderte von Menschen nicht mehr erreichbar, obwohl sie das wollten.

Selbst Uhrzeiten müssen geändert werden. Ab 18 Uhr steht ja plötzlich alles im rechtsradikalen Raum. Jede 18. Minute oder gar Sekunde muss ausfallen. Ganze Häuser verschwinden um dann mit neuer Hausnummer irgendwo im Stadtbild wieder aufzutauchen.

Man kann es auch wirklich übertreiben. Doch ich warte jetzt mal ab, wann die Kennzeichnung FSK 18 gegen eine neue demokratisch sichere Zahl ausgetauscht wird.

Kommt gut durch den Tag, habt keine Angst vor dem 18. diesen Monats. Wir haben jetzt auch ein ganzes Jahr 2017 vor uns, wo wir uns überlegen können, wie wir dann ein ganzes Jahr überspringen und ein 18. Jahrhundert aus den Geschichtsbüchern streichen können.

Bitte bleibt mir gewogen!

Euer
Marcus Sammet

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Oh du röhliche…

… hektische Weihschlachtszeit.

Selten wird Bernhard von Bülows „Und willst du nicht mein Bruder sein, so schlag ich dir den Schädel ein.“ in der anzunehmenden christlichen Vorweihnachtszeit heftiger gelebt. Rigoros wird missachtet, was uns das Christsein gelehrt haben sollte. Den Anderen achten. „Was du nicht willst, dass man dir tut, das füg auch keinem andern zu.“ mutiert scheinbar zu „Was du nicht willst, dass man dir tu, das füg ruhig einem andern zu.“.

Natürlich sind alle Menschen rücksichtslos. Sie haben weder Augen am Hinterkopf noch laufen sie mit Rücklaufkameras herum. Das beim Rückwärtsgehen mal ein Rempler geschehen kann, ist verzeihlich. Die meisten Rempler, Drängeleien und gar harte Stöße mit Schultern oder Ellenbogen geschehen beim Vorwärtskommen. Erlebt auf Weihnachtsmärkten, erlebt auf dem Münchner Winter Tollwood. Selbst mein 10 jähriger Stiefsohn musste feststellen, dass sich offenbar jeder für oberwichtig und den Boss aller überhaupt hält. Ja, kaum zu glauben, aber auf solchen Märkten gibt es tatsächlich Menschen, die sich gern die angebotenen Waren und Leckereien ansehen oder sogar genießen wollen. Wie ich gemeinsam mit meinem Stiefsohn feststellen musste, gibt es wohl aber viele Menschen, die in einer Art Marathonlauf versuchen, möglichst viele Weihnachtsmärkte in kürzester Zeit abzugehen und sich sehr roh den Weg frei machen wollen.

Hinderlich im Umgang mit seinen lebenden Mitmenschen sind wohl auch die virtuellen Freunde, die per Live-View überall dabei sein dürfen. Langsam frage ich mich, wann diese Selfie-Sticks endlich keine ausziehbaren Stäbe mehr sind, sondern entweder über einen Kopfring oder Schulterstativ am Körper befestigt werden können. Es gibt ja schließlich schon eigene Helmkameras. Die Umsetzung einer Halterung für die verschiedensten Smartphone Modelle kann doch so schwer nicht sein. (Falls jetzt jemand losrennt, so etwas marktreif zu bauen und anzubieten, für meine Idee hätte ich gern das eine oder andere Prozent Gewinnbeteiligung.)

Was mir zu unserem christlichen bevorstehenden Wiegenfest auffällt ist, dass in den Geschäften praktisch jeder bei den Süßwaren hinlangt und kauft, was die Konfektionsgrößenreserve hergibt. Das auch ganz gleich, ob reiner Christ oder augenscheinlicher Muslime. Nun ja, der Kakaobohne ist es wohl egal, bei wem sie zu Schokolade verarbeitet als Nachtisch verendet. Aber nicht nur die Schlacht am Schoko-Nikolaus-Buffet sorgt für Kriegsschauplätze. Besonders toben diese Kleinkriege an Glühwein- und Eierpunschständen. Verständlich sogar, denn das kostbare überhitzte Nass möchte Prozentaddiert auf 100 kommend in die menschliche Leber dringen und nicht von einem durch die Menge pflügendem Humanbulldozer auf Jacken und Mäntel der Umherwankenden verschüttet werden. Kostbares Nass ist dabei nicht übertrieben, denn die Preise für sinkende Mengen an glühendem Alkoholika steigen proportional zum kleiner werdenden Behältnis, dessen Pfand bald höher ist, als dessen Inhalt.

Apropos Pfand. Wenn ich nun schon Pfand bezahle und Pfandmarken bekomme, so kann ich mein bepfandetes Geschirr nicht ohne Marken zurückgeben, selbst wenn dieses eindeutig nur diesem einem Ausgeber zuzuordnen ist. Nun, bei Leergut wie PET-Flaschen, die ich in jedem Supermarkt bekomme, kann ich es noch nachvollziehen. Immerhin wird für so eine Flasche statt der 0,25€ auf dem Tollwood gleich mal 2€ genommen. Die Gefahr, dass ich mir LKW-Weise solches Leergut beschaffe, um es für das 8-fache Leergutpfand dort abzugeben, kann ich sogar nachvollziehen. Warum nun aber mehr als die 0,25 € genommen werden, wiederum nicht. Denn auch hier werden Pfandmarken ausgegeben und nur mit dieser kann das Pfand eingelöst werden. Beim Geschirr, das löblicherweise immer mehr echtes Porzellan ist, kann ich ein hohes Pfand nachvollziehen. Schließlich musste dieses beschafft werden und auf eine monetäre Art gegen Bruch und Entwendung versichert werden.

Kommt gut durch die (rohe) Adventszeit, lasst euch nicht wegen ausverkaufter Spielzeuge für die Kinder aus der Ruhe bringen und fangt bitte keine Glaubenskriege an. Ich glaubte auch, ich kriege keinen Eierpunsch, bis ich dann doch bestellen durfte. Denkt auch dran, es reicht wenn der Weihnachtsmarkt voll ist!

Bitte bleibt mir gewogen, habt eine schöne, zweite Adventswoche und versucht locker zu bleiben. Denn auch nächstes Jahr wird wieder Weihnachten sein, ihr verpasst also nichts.

Euer
Marcus Sammet

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Hörn’se mal Du!

Vor ein paar Tagen hatte ich eine nette Unterhaltung mit einer lieben Freundin. Es ging darum, ob in einem eher geschäftlichen Blog die Leser mit Du oder mit Sie angesprochen werden sollte. Nette Überlegungen kamen dabei ans Licht.

Warum nicht einfach den Leser mit Du ansprechen? Das Ikea-Prinzip funktioniert ja schließlich auch und der Selbstbaumöbelkonzern ist trotzdem nicht unseriös. Das kenne ich auch auch eigener Erfahrung. Jemand aus meinem engen Freundeskreis hatte dort mal ein Vorstellungsgepräch und wurde selbstverständlich geduzt. Nun, für einen Auszubildenden vielleicht noch die richtige Form, doch für jemanden, der älter ist, als der künftige Chef eher nicht. Zumindest meiner Meinung nach.

Warum aber alle mit Sie ansprechen? Wirkt doch sehr altbacken, unmodern, uncool. Gerade um den Geschäftsbereich, über den es im Gespräch ging, wohl nicht so einfach zu klären. Jemanden zu siezen ist sicher die respektvollste und höflichste Art, mit Fremden umzugehen. Ein junges, dynamisches Unternehmen möchste allerdings auch so wahrgenommen werden.

Worauf es letztenendes hinaus lief, werde ich euch später, in einem anderen Blogartikel verraten.

Aber wie seht ihr das? Ich zum Beispiel wurde so erzogen, das ich zu meiner Kindheit zu jedem Erwachsenen, der nicht zur Familie oder sehr engen Bekanntenkreis gehörte, Sie sagen musste. Auch später als jugendlicher Mensch galt noch die Regel: Ist dein Gegenüber älter als Du, dann hab ich Sie zusagen, bis mir das Du angeboten wird. Das mache ich auch heute noch so, bis auf ganz wenige Ausnahmen, bei denen ich sehr sicher bin, dass ich damit nicht negativ anecke.

Immer mehr fällt mir auf, dass heute jeder gleich jeden duzt. Es sorgt zwar von vorn herein für eine lockere Athmosphäre, doch ist das wirklich immer gewollt?

Ist meine Denkweise überaltet und altmodisch? Oder vermittelt sie noch Werte wie Achtung und Respekt vor seinem Gegenüber?

Schreibt mir doch bitte in die Kommentare, wie ihr das seht.

Bis dahin, bleibt mir bitte gewogen!

Euer
Marcus Sammet

 

Euer
Marcus Sammet

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Was für eine wunderbare Welt

Ihr erinnert euch an Uncle Satchmo? Seine sanfte, heisere Reibeisenstimme mit dem Welthit „What a Wonderful World?“ Ich glaube ich war 7 oder 8, als ich diesen Song das erste Mal gehört habe. Irgendwann hab ich auch Englisch einigermaßen verstehen können und den Text ebenso. Wie oft dachte ich dann „Ja, was für eine wunderbare Welt!“.

Doch was ist daraus geworden? Deshalb heute mein Blog, nicht live aus der ehemaligen Baracke Obama.

(Achtung! Dieser Blog könnte mit Ironie angereichterten Sarkasmus enthalten und spiegelt keinesfalls die politische Ausrichtung des Autors wieder!)

Gute Nachrichten verbreiten sich in Entenhausen, Donald ist endlich Präsident! Die Ente mit Dauerpech schnattert vergnüglich vor sich hin und lässt einige Brotkrümel springen. Dann die niederschmetternde Nachricht. Es ist nicht Donald Duck, sondern Donald Trump der künftig im Oral-Office chauvinieren darf. Dabei ist der Gedanke, das ein Spitzennichtpolitiker das angeblich mächtigste Land der Welt regieren darf, gar nicht mal so übel. Es heißt doch immer wieder, das Geld die Welt regiert. Warum also nicht mal einen äußerst erfolgreichen Unternehmer mit null, nix Ahnung von Politik etwas die festgefahrenen Strukturen des Weltgeschehens aufmischen lassen? So bleibt uns auf jeden Fall ein hillariöser Racheakt erspart, bei dem sich diesmal eine Frau Clinton es sich mit einer Zigarre von einem Pratikanten besorgen lässt. Ihr wisst ja alle, wie nachtragend Frauen sein können, oder? Es regen sich Bilder in meinem Kopf mit „What a Wonderful World“ im Hintergrund.

Nun, unsere unherrschenden Könige und Königinnen dieser Welt werden sich denken, was daran Neues sein soll, dass jemand mit wirtschaftlichem Migrationshintergrund in die Politik geht. Schließlich sehen die meisten von ihnen selbst bestenfalls einfach nur gut aus oder winken schrumpelig ins brexitische Volk. Putin wird im Ritz zu „Puttin‘ on the Ritz“ tanzen und sich darüber freuen, dass er sich nicht mit noch einer Frau politisch messen muss. Selbst er hat ja gelernt, dass Frauen immer das letzte Wort haben, selbst wenn sie nur ihre Prinz Eisenherz Frisur über die hängenden Schultern werfen und ein beleidigtes „Pöh!“ von sich geben. Das bringt mich jetzt zu einer, die sicher durch die Raute flüstern wird „Den schaffen wir!“, während wohl ihre Schergen zur Konkurenz abwandern, die längst Pläne in der Tasche haben, wie wir zu den USA assimilieren können um die künftigen Auslandszölle zu umgehen.

Trotz allem, ich gebe dem guten alten Uncle Satchmo nach wie vor Recht. Was für eine wunderbare Welt in der Unternehmer mit dem Namen einer Ente mit russischen Puten und deutschen Rauten agieren dürfen. Nebenbei, wann geht die nächste Rakete zum Mars?

Nehmt nicht alles so ernst und bleibt es, wenn es nötig wird. Politische Mühlen, besonders demokratische, mahlen langsam. Vielleicht macht die Trump-Idee zur Stärkung der eigenen Wirtschaft ja Schule und die Länder der Welt besinnen sich auf ihre eigenen wirtschaftlichen Werte. Ich zum Beispiel brauche keinen Burger aus Amerika, ich kann auch einen Fleischklops selbst in die Semmel packen. Beides bekomme ich in den Geschäften um die Ecke und schmeckt außerdem viel besser.

Bitte bleibt mir gewogen!

Euer
Marcus Sammet

 

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Geiz ist immer noch geil, oder wie billig muss ein eBook sein?

Da geht sie zu Ende, meine Aktion mit den reduzierten Preisen für die eBooks zu Aderlass, Ausgeblutet und AXT. Knapp 4 Tage gab es diese eBook für nur 1,49 €. Mein Dank an die vielen Leser meines Blogs. Ein Blog, der mal lustig, mal kritisch, mal unsinnig, mal sinnig ist. Nicht immer ernstzunehmen, nicht immer zur Erheiterung. Bei den eBooks bis zu 4€ pro Buch zu sparen, ist doch ein wirklich gutes Angebot, dachte ich mir zumindest. Doch was war los? Die Downloadzahlen sind überschaubar. Sehr überschaubar. Vor ein paar Monaten gab es Aderlass für 24 Stunden kostenlos. Ratet wie die Downloadzahlen waren. Mehr als 10-fach so hoch. Geiz ist also immernoch geil, oder?

Dabei macht sich wohl niemand Gedanken darüber, was auch die Erstellung eines elektronischen Buches kostet. Es muss geschrieben werden, probegelesen, verbessert, korrigiert, lektoriert, probegelesen, gegengelesen, korrigiert, gegengelesen und letztlich ins richtige Format für Kindle und Tolino gebracht werden. Ein Cover muss nicht nur einfach als Bild eingefügt werden. Das muss erst gefunden, gezeichnet, gescannt, verbessert, verändert, angepasst, umgewandelt und eingepasst werden. Das Inhaltsverzeichnis ist Pflicht, das muss pro Kapitel verlinkt werden, die Links bzw. Anker müssen erstellt und überprüft werden. Alles in allem gehen inklusive schreiben für so ein Buch runde 300 Stunden drauf. Wenn das Buch nicht zu dick bzw. umfangreich ist. Es gibt Autoren, die haben nach 300 Stunden nur wenige Kapitel beisammen. Nicht alles kann sich in Fantasie des Autors finden. Oft muss lange und ausführlich recherchiert werden. Gegebenenfalls sogar Geld in die Hand genommen werden, sei es für Reisen zu den Orten, an denen das Buch seinen Schauplatz hat oder für Bücher, Zeitungen, Fotokopien und sogar Bestechungsgelder sollen schon vorgekommen sein.

Was sagt der begeisterte Leser? Wow, so ein Buch nur 19,99€ und das eBook sogar nur 9,99€. Der Gelegenheitsleser wird wohl eher sagen, das ein Buch oberhalb von 15€ keinesfalls soviel Wert sein kann, ein eBook für 8€ gerade noch akzeptabel ist. Dagegen stehen noch die vielen Leser, die auf Preisreduzierungen lauern oder erst auf den Büchergrabbeltisch warten, gern bei gebrauchten Büchern zugreifen, Bücher untereinander tauschen. Leider gibts dann auch die, die es nicht zu schätzen wissen, wenn ein Buch oder eBook für einen Zeitraum reduziert angeboten wird. Wenn es denn schon nur 99ct kostet, warum dann nicht gleich kostenlos? Welch Unverschämtheit!

Nein, ich will hier nicht die schelten, die kein Geld für meine Thriller und eBooks insbesondere ausgeben wollen. Ich möchte nur darauf hinweisen, das ein Autor, so unbedeutend und unbekannt er sein mag, viel Arbeit, Zeit, Geld und vor allem Herzblut in dieses Buch gelegt hat und ich denke, dass es jeder verstehen kann, wenn er das nicht einfach verschenken möchte. Es ist auch Wertschätzung an den Autor, wenn das Buch gekauft, egal ob zum Normalpreis oder zum Reduzierten, wird. So richtig anerkennend ist es, wenn dann bei den Online-Shops auch eine Bewertung hinterlassen wird.

Soweit meine Gedanken zum Sonntag und Abschluss meiner Preisaktion.

Bitte bleibt mir dennoch gewogen!

Euer
Marcus Sammet

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