Wenn einer eine Reise tut…

dann hat er was zu erzählen, heißt es doch so schön.

Ja, und zu erzählen hätte ich viel, besonders über die Hotels meiner letzten Urlaubsreise, die Station in Dorsten, Norddeich und Düsseldorf machte.

Allgemein habe ich bisher nur selten schlechte Erfahrungen mit Hotels und Pensionen gemacht. Wenn es denn mal schlechte Erfahrungen gab, dann habe ich das oft mit dem Preis noch abgewägt und kam dabei oft zu dem Schluss: „Was hab ich denn für diesen Preis erwartet?“ Soll heißen, Geiz ist nicht wirklich geil. Dies gilt, nebenbei bemerkt auch für alles andere!

Aber ich will nicht abschweifen. Erstes Ziel meines Urlaubs war Dorsten, dieses kleine Örtchen links oberhalb von Recklinghausen, zumindest mit Blick auf eine eingenordete Karte. Gut, in der Hotelbeschreibung steht schon drin, das es geeignet ist für Monteure. Aber auch für Geschäftsleute. Kann dann also eigentlich nicht so schlimm sein, vom Lärm her. Denkste! Kaum zu glauben, aber so ein Monteur, egal ob Zimmermann, Maurer, Elektriker und was da noch so hauste, keiner konnte mit einer Türklinke umgehen. Türen, egal ob die Zimmertür oder die Badtür, wurden mit einem sehr kräftigen Schubser oder Zug zugeschlagen und das morgens um 5:30 Uhr bis ca. 6:00 Uhr. Dann waren alle beim Frühstücksbuffet und sind gleich los zur Arbeit. Nur am Tag der Abreise nicht, da kamen sie alle wieder auf das Zimmer und schlugen die Tür beim Zimmerbetreten und -verlassen. Das war dann zwischen 6:30 Uhr und 7:30 Uhr. OK, OK, OK, meine Schuld, was will ich im Urlaub auch länger schlafen?

Wo ich nun einmal wach war, konnte ich auch duschen und frühstücken gehen. Mich auf das angekündigte, reichhaltige Frühstücksbuffet freuend betrat ich durch einen Vorraum, in dem Nebel durch die vorher dort speisenden, rauchenden Monteure herrschte, den angeblich rauchfreien Frühstücksraum. Tisch wirklich nett gedeckt, die Bedienung auf Zack und grüßte fröhlich freundlich und servierte umgehend den Kaffee. Auch das Verlangen nach Milch für den Kaffee wurde umgehend freundlichst befriedigt. Brötchen standen bereits reichlich auf dem Tisch. Also ab an das Buffet. Gut, ein Buffet definiert sich dadurch, dass die Speisen nicht am Tisch bereitstehen, sondern zentral für alle zugänglich. Doch eine Sorte Käse, einige Scheiben Salami sowie ein paar Scheiben einer türkischen Wurst (sehr lecker übrigens!) Es gab sogar noch ein ca. 15 Minuten lang gekochtes kaltes Ei und einige Marmeladen. Auf die Frage, ob noch nachgelegt würde, bekam ich zur Antwort, dass nicht mehr da sei, heute. Naja, lange Rede kurzer Sinn: An den anderen Tagen war es nicht deutlich besser. Gut, es gab sogar mal Lachs und auch frisches Gemüse in Form von Tomaten- und Salatgurkenscheiben. Aber ehrlich, selbst für ein Null-Sterne-Hotel hätte ich das besser erwartet. Ach ja, nur um es zu erwähnen, Zahnputzbecher sowie eine Fußmatte für den nicht wirklich sauberen Boden im Bad gab es auch nicht.

Der Vogel wurde dann aber in meiner letzten Nacht dort abgeschossen. Kurz zuvor noch mit der Wirtin gesprochen, dass das Hotel so ja ganz nett wäre, aber eben die anderen Gäste (Monteure …) sich doch ziemlich daneben benehmen würden, insbesondere in ihrer Lautstärke. Sehr verständnisvoll die Dame. Doch dann kam der Abend, an dem ich selbst erst gegen 22 Uhr im Hotel war und mich wunderte, warum das Radio im Zimmer so laut lief, wie ich es betrat. Moment. Radio? Im Zimmer gab es kein Radio. Die Ursache war schnell lokalisiert, auf der Kegelbahn unter dem Zimmer wurde gefeiert. Laut. Sehr laut. So laut, dass ich selbst bei 70%iger Lautstärkeleistung des Fernsehers kaum ein Ton aus dem Fernseher wahrnehmen konnte. Gegen zwei in der Nacht rief ich die Hoteliersfrau an. Auf ihre Frage, ob ich die Musik hören würde bin ich gelinde gesagt etwas gereizt worden und habe ihr dann doch recht offen- und aggressiv geantwortet. Als Nachtrag würde ich sie gern hier noch auf www.hier-ist-dein-schild.de verweisen.  Dort hat sich mal jemand bezüglich überflüssiger und äußert dummer Fragen geäußert.

Die folgende Pension in Norddeich, immerhin mit zwei Sternen ausgezeichnet, die bis 2014 ihre Gültigkeit haben, war zu dem Hotel in Dorsten-Hervest mitten auf dem Lerchenweg eine wohltat. Nicht nur das es ein sehr sauberes Bad (mit Zahnputzbecher und Badematte für die Füße) und ein wirklich reichhaltiges Frühstück inkl. Obst, Joghurt, Müsli etc. gab, nein, es war auch derartig ruhig dort, das man die Regenwürmer hätte schnarchen hören können, wenn sie denn schnarchen würden. Also, wenn mal jemand eine wirklich preisgünstige Pension mit Frühstück in Norddeich sucht, wendet euch an mich, ich reiche sehr sehr gern die Adresse weiter. Gleiches kann ich auch von dem Hotel in Düsseldorf am Ende der Kö berichten. Sauber, tolles Frühstück, aber leider nicht ganz so leise. Das kommt aber auch darauf an, ob das Zimmer zur Talstraße 9 raus oder zum Hinterhof hat. Inzwischen hatte ich beides und würde jederzeit wieder dort ein Zimmer buchen.

Schönen Montag noch, ist ja bald Feierabend!

 

Bleibt mir gewogen!

Marcus Sammet (Hobby -Autor, -Koch, -Fotograf)

Über Marcus Sammet

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