KfN Tag 4

Vom Durchatmen über richtige Ernährung zum Blutegel.

Die Morgentoilette erspare ich euch heute, die ist praktisch täglich gleich. Neues stand auf dem Therapieplan, die Atemgymnastik. Naja, kenn‘ ich ja bereits, aus Kuren und anderen Aufenthalten hier im Krankenhaus für Naturheilweisen. Also hin und fleißig ein- und ausatmen. In den Bauch, in die Brust, in die Schultern. Hab‘ ja immer gedacht, das man in die Lunge atmet, aber das ist wohl falsch gedacht. Nein, es geht ja um die Technik. Erste Erkenntnis: Falsch atmen geht nicht. Aber das Atmen lässt sich optimieren. Na ich bin gespannt. Hab‘ ja auch bisher nicht oberflächlich geatmet.

Dann der tägliche Guss. Ein Gewöhnungseffekt stellt sich leider noch nicht ein. Es wird eher immer extremer, das Warme wird regelrecht heiß und über das Kalte wundere ich mich, das es noch kälter geht. Real ist es aber so, dass warm immer 38° C und kalt immer 10° C sind.

Zwischendruch gab’s dann die Visite. Ich berichte von der Neigung zu Krämpfen am Oberkörper. Die nette Ärztin greift dann mal gleich auf das Mittelalter zurück und schröpft mich. Nein, nicht den Geldbeutel. Kleine Glaskugeln werden mit etwas alkoholgetränkter Watte gefüllt, angezündet und auf den Rücken gesetzt. Der Mangel an Sauerstoff sorgt dafür, das die Glaskugeln am Körper bleiben. Hat auch recht gut funktioniert.

Mittags wurde es und ich bekam mein üppiges Mahl. Eine Thermoskanne voll fast klarer Zucchinisu… Zucchinibrühe. Ich vermute mal vorsichtig, dass auf ca. 10 Liter Wasser eine von diesen grünen Gemüsefrüchten kam. Egal, was Warmes in den Bauch. Anschließend das Heusäckchen auf die Leber und dösen. Dadurch beinahe den Termin in der Sonografie verpennt. Dort gab es keine großen Überraschungen, alles gut soweit. Das beruhigt.

Ein wenig Pause und es ging zu einem Vortrag über Ernährung. Wirklich Neues hab‘ ich da nicht erfahren, hab‘ ja inzwischen auch mehrfach solche Vorträge hinter mich gebracht. Erstaunlich ist eigentlich, dass sie immer „weicher“ werden. Selbst Kaffee gehört nun zur Flüssigkeitszufuhr, solange er nicht Kannenweise getrunken wird.

Termine für den Tag erledigt und jetzt ging es endlich mal raus, raus an die frische Luft. Frisch ist richtig. Die Luft ist sehr frisch und gleicht etwas dem kalten Wasserguß von heute Morgen. Trotzdem, tut gut mal durch den Park zu laufen und was Anderes zu sehen. Zurück im Zimmer eine Überraschung. Zimmernachbar liegt im Bett und hat was Schwarzes unter dem Ohr. Ein Blutegel saugt sich gerade voll. Interessant anzusehen und laut meinem Bettnachbarn schmerzfrei.

Jetzt gönne ich mir die Ruhe und freu‘ mich auf meine Lieben. Virtuell leider, aber dafür sind sie ja auch da, die Plattformen wie Facebook und Whatsapp. Später werde ich sicher noch schreiben, ich hab‘ da noch einen dicken Roman vor.

Bitte bleibt mir gewogen!

Euer
Marcus Sammet

 

Über Marcus Sammet

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