Feuer und keiner rennt weg.

Warum auch? Ein Feuer ist ja zunächst nichts schlechtes. Es wärmt, gibt Licht und Geborgenheit. Zum Braten und grillen perfekt geeignet.

Aber wie sieht es aus, wenn es nicht im Gartengrill, dem Lagerfeuer oder dem Gasherd vor sich hin lodert? In einem Gebäude zum Beispiel, am Arbeitsplatz? Da wird ein Feuer schnell mal etwas böses, unheimliches.

In meinem Berufsleben habe ich schon so einige Probealarme miterlebt. Schön nach Fluchtplan evakuiert und am vorgesehenen Platz angesammelt. Nach wenigen Minuten war der Spuk vorbei und die Tagesordnung galt wieder.

Doch dann schrillte die Brandalarmanlage mal einfach so los. Laut, ohrenbetäubend. Zuerst waren bei den Kollegen rollende Augen zu sehen. Schon wieder Probealarm. Können die das nicht mal ankündigen? Dann komme ich gleich später ins Büro. Solche Aussagen sind dann zu hören. Bis dann plötzlich jemand hektisch in der Tür steht und gegen das schrillen anschreit: „Der Alarm ist echt! Raus hier!“

Panik! Hektik! Angst!

Nö. Brotzeit einpacken, Jacke anziehen und ggf. noch den Regenschirm suchen. Dann mal sehen, ob die Kollegen gehen und schauen, wem man sich anschließen mag. Eilt ja nicht. Brennt ja nur. Sammelpunkt? Ach, egal, ich geh schnell zum Kiosk um die Ecke und hol mir einen Kaffee.

Diese Gleichgültigkeit kann schnell ins Auge gehen. Feuer sind hinterlistig. Verbreiten sich langsam, aber stetig. Kommen nicht direkt, schleichen sich an. Rauben dir den Sauerstoff, damit sie leben können. Sehr schnell verbreitend umzingelt es dich und knistert sich ins Flämmchen, dir den Weg abgeschnitten zu haben.

Wenn dann beim Durchzählen am Sammelpunkt festgestellt wird, das einer fehlt, ist es vielleicht schon zu spät, ihn noch gesund aus dem Gebäude zu begleiten. Das machen dann später die Men in Black, die Bestatter mit dem Zinksarg.

Dazu dann die, die nicht zur Firma gehören. Sie haben Termine und sind je eh schon spät dran. Die müssen ja unbedingt noch rein, sonst platzt das Geschäft oder die Besprechung kann nicht stattfinden. Diese seltsamen nachfragen, ob es noch lange dauert, ob man wisse, wie lange es brennt. Leute? Hallo? Wenn keiner im Haus, auch keine Besprechung. Mit dem Feuertod gegebenenfalls vielleicht. Feuer ist aus, wenns gelöscht ist. Oder das Haus bis auf die Grundmauern niedergebrann ist. Klar soweit? 😉

Feueralarm sollte jeder immer ernst nehmen. Lustig sein ist dabei nicht wirklich verboten, solange das Bewusstsein für die Gefahr nicht verloren geht.

Passt auf euch auf und

bliebt mir bitte gewogen!

Euer
Marcus Sammet

Hinweis: Das Beitragsbild mit der Feuerwehr ist ein bei pixabay kostenlos heruntergeladenes Bild mit der Genehmigung zur freien, auch kommerziellen Nutzung. Die praktisch nicht erkennbaren Personen bzw. Feuerwehrleute wurden nicht von mir gefragt, ob sie auf diesem Bild zu sehen sein dürfen.
Urheber dieses Bildes: https://pixabay.com/de/users/morviduk-4778989/

Über Marcus Sammet

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