Die Montag-Morgen-Kaffee-Situation

Montag Morgen. Oder eher Montag Morgähn. Der Wecker reisst mich weit vor 5 Uhr aus dem Schlaf. Aus einem dumpfen Gefühl heraus weiß ich, das es kein so guter Tag wird. Warum? Das weiß ich widerum nicht. Schon im Bad stolpere ich über den kleinen Teppich vor dem Waschbecken. Geschäft ist schnell erledigt, fix ein paar Blatt Papier abreissen. Doch das geht schief. Aus einem unerklärlichen Grund rollt sich einiges mehr ab und sammelt sich fix auf dem Boden. Egal, zuviel Schwung gehabt. Ab ans Waschbecken, rasieren, Haare waschen. Griff zum Handtuch. Nicht da wo ich es vermute, nicht da wo es inmmer ist. Kurzer Fluch und ein Auge langsam geöffnet mit der Erkenntniss, das die Shampooreste nur darauf gewartet haben und mit meinem Gebrüll ins Auge eindringen. Unter tränenden Augen das Handtuch am Fußboden entdeckt. Wie kommt es dahin? Vor dem Haarewaschen hing es noch friedlich dort, wo es hängen soll. Nun gut, Haare trocken, Frisur sitzt nicht. Egal, geht ja nur ins Büro und der Hut, der noch nötig ist, würde die Frisur eh vernichten. Nächste Station: anziehen. Wieso ist nur eine Socke da? Aha, die zweite ist beim entknäulen unter den Stuhl gefallen. Wäre das auch erledigt, selbst der Pullover ist nach einigem hin und her zerren dort, wo er sein soll. Auf zum Pausenbrot bereiten. Überraschung, keine Überraschungen, alles geht gut. Schnell noch die Aussentemperatur checken, knapp über Null, das reicht für mal eine andere Jacke als den Mantel der langsam verräumt gehört. Linken Schuh anziehen, auf den Fuss stellen und rechten Schuh anziehen. Hinstellen. Linken Schuh wieder ausziehen und Steinchen rausschütteln. Schuh wieder anziehen und Jacke ebenfalls. Hut auf und raus. An der Bushaltestelle riechts nach verbrannten, sehr lang getragenen Socken. Prima, Raucher am frühen Morgen. Was solls, wir sind im freien und da darf man nicht meckern, auch wenn am Haltestellenschild steht, das in der Umgebung der Haltestelle bitte nicht geraucht werden soll. Bus kommt. Hält einige Meter von mir entfernt; hält so, das die rauchende Frau (zumindest hoffe ich das es eine ist) mit einem Schritt im Bus ist. Endstation, auf zum ersten Kaffee des Tages. Der ist wegen gut gefüllter Rabattkarte frei. Zucker rein und Deckel drauf, der ja dafür sorgen soll, das so leicht nichts verschüttet wird. Über die Rolltreppe rauf zur U-Bahn. Stammplatz gesichert gemütlich gemacht, sofern das in einer U-Bahn kurz vor 6 Uhr möglich ist. Bahn ruckelt an, Boden vom Kaffeebecher bleibt am Schloß der Aktentasche hängen, kippt um. Es ist kaum zu glauben, wie schnell wie viel Kaffee aus einem recht kleinen Loch in extrem kurzer Zeit laufen kann. Tasche, Nebensitzzwischenraum, Hose und Boden geflutet. Immerhin Sitze trocken geblieben, darüber staune ich. Tempo raus und trockentupfen, was trockenzutupfen ist.  Natürlich große Kaffeeflecken in der Hose, dafür immerhin der Inhalt der Aktentasche trocken geblieben.

Ab jetzt kann der Tag nur noch gut werden. Hoffe ich.

Schönen Start in die Woche wünscht

Marcus Sammet

 

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