Wo ist sie hin,

die gute alte Zeit?

 

Hat doch mein alter Freund Mark Heide letzten hier einen netten Eintrag hinterlassen, der sich mit dem Thema alt werden befasste. ( http://blog.marcussammet.de/2012/10/31/wann-weisse-dasse-alt-bis/ ) In diesem Zuge ist mir aufgefallen, das ich wohl mit Mitte 40 auch langsam dazu gehöre, zu den alten Menschen. Aufgefallen ist mir das am Wochenende an verschiedenen Supermarktkassen. Wo sind sie hin, die langen Bänder, auf denen die Ware vom Kassierer weg in so eine Art Auffangbecken befördert wurde. Von diesen Auffangbecken gab es an jeder Kasse zwei oder drei, um in aller Ruhe die Waren in die Einkaufstaschen zu verstauen. Jetzt ist es so, das die Waren wieder in den Einkaufswagen kommen und aus diesem heraus die Einkaufstaschen gefüllt werden sollen. Nun ist es aber auch so, das ich oft nur wenige Teile habe und diese direkt vom Band einpacke. Das geht meist nicht so schnell wie der Kassierer kassiert. Diese neuen Scannerkassen machen es ja den Kassieren leicht. Den Barcode über den Scanner ziehen und zup, Ware erfasst. Bis vor einiger Zeit wurde die Artikelnummer und manchmal auch der Preis eingetippt. Das gab Zeit, die Ware gleich einzupacken. Heute schaffe ich es kaum, die Waren schnell genug wieder in den Einkaufswagen zu legen, geschweige denn diese gleich in die Taschen zu packen. So kommt es immer häufiger vor, das ich noch einpacke und der Kassierer ungeduldig darauf wartet, das ich meinen Geldbeutel zücke und bezahle. Anfangs hab ich diese Ungeduld fast als Nötigung empfunden. Inzwischen bin ich zu dem Schluss gekommen, dass ich alt genug bin, um es mir zu erlauben, langsam zu sein.

 

Ich hätte nie gedacht, dass ich einmal in das Alter komme, wo ich sage: „Früher war alles besser.“ Oder gar: „Wohin sind die guten alten Zeiten?“

 

So, ich such mir jetzt einen Platz im betreuten Wohnen. Oder eher, weil ich für das betreute Wohnen noch zu jung bin, einen Platz im betreuten Arbeiten. Das bedeutet, dass ich bis zu meinem Ableben im Büro sein werde, weil das Rentenalter immer weiter hoch gesetzt wird.

 

Bleibt mir dennoch gewogen!

 

Marcus Sammet (Hobby -Autor, -Koch, -Fotograf)

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Ein Kommentar zu Wo ist sie hin,

  1. Annalena33 sagt:

    Davon gibt es hier in München mehr als genug, vor allem wennman mit kindern essen geht. Ich weis wovon ich rede ich hatte es jetzt schon mehrmals durchmachen müssen. In einem bayerischen Lokal am Marienplatz in München z.b meinte die Bedienung (ich war mit meiner Freundin da) Hoffentlich bestelle ich nur was keines und beile mich damit ich die Kunden nicht vergraule durch mein Kind es hatte nur erzählt. Ich esse das was ich will habe ich gesagt und da meinte die bedienung wie lange diese das noch aushalten soll jeden tag muss sie sich kinder antun und wenn sie mal selbstänig ist dann eröffnet sie ein lokal nur für erwachsene. Die Bedienung bekamm ärger aber seitdem gehe ich da nie wieder hin. Also bevor die Geschäftsfüher sich wundern das die kunden wegbleiben sollten diese wirklich mal über ihr Personal nachdenken. Da gebe ich Ihnen recht Herr Sammet.

    Liebe GRüße Annalena

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